Fall Blindenbacher

16. März 2017 14:06; Akt: 16.03.2017 15:00 Print

Hockey-Richter tritt nach Kritik zurück

Einen Tag nach dem Urteil gegen ZSC-Verteidiger Severin Blindenbacher legt Victor Stancescu per sofort sein Amt nieder. Der HC Lugano wirft ihm Befangenheit vor.

Umstrittene Szene: Severin Blindenbachers Aktion in der Resega.
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Nach dem gestrigen Freispruch von ZSC-Star Severin Blindenbacher tritt der frühere Spieler des EHC Kloten und stellvertretende Einzelrichter Victor Stancescu zurück.

Auslöser sind gemäss einer Mitteilung von Swiss Hockey Medienberichte und eine Eingabe des HC Lugano. Diese unterstellten Stancescu Nähe zu gewissen aktiven Spielern, was zu einer Befangenheit des Einzelrichters führe.

Der ehemalige Kloten-Spieler und spätere Einzelrichter Victor Stancescu, hier bei seiner Ehrung vor einem Spiel in Kloten. (8. Januar 2016)

Verband: Verbindungen offengelegt

Beispielsweise sitzt er mit ZSC-Stürmer Roman Wick im Verwaltungsrat der Firma «BrauerGastro AG». Obwohl dies bekannt war, wurde der 32-Jährige im Juni 2016 an der Nationalligaversammlung einstimmig zum stellvertretenden Einzelrichter Disziplinarsachen Leistungssport gewählt.

In der Rücktrittsmitteilung hält Swiss Hockey fest, dass die Verbindungen Stancescu zu einzelnen Spielern offengelegt und kommuniziert worden seien. In allen Hearings vor der Wahl zum Schiedsrichter sei kommuniziert worden, dass Stancescu in Ausstand treten würde, wenn es zu Disziplinarfällen kommt gegen Spieler des EHC Kloten sowie gegen andere Spieler, denen er nahe steht.

Lugano fordert Absetzung

Im Zusammenhang mit dem «Fall Severin Blindenbacher» wurde Stancescus Nähe zu Spielern trotzdem zum Thema. So forderte der HC Lugano in einem Ablehnungsverfahren die Absetzung der beiden Einzelrichter – zusammen mit Stancescu übt Oliver Krüger das Amt aus – für das Verfahren gegen Maxim Lapierre.

Die Lions hatten Einspruch eingelegt, nachdem der Kanadier für einen Check gegen den Kopf von ZSC-Stürmer Patrick Thoresen im dritten Playoff-Halbfinalspiel bloss für eine Partie gesperrt worden war. Für Lugano sind die beiden Einzelrichter in dieser Situation nicht mehr tragbar.

Stancescu zog nun die Konsequenzen daraus, damit das reibungslose Funktionieren der Verbandsjustiz weiterhin gewährleistet ist.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elsinho am 16.03.2017 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Musste das sein?

    Und das trotz total richtiger Reaktion im Fall Blindenbacher! Ich fand bereits 1 Sperre zuviel!

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  • Star Blindenbacher am 16.03.2017 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Welcher Star?

    Blindenbacher und ZSC-Star übertreiben muss man nun jetzt wirklich nicht :D

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  • Tom Schellenberg am 16.03.2017 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig gehandelt

    Egal ob Victor Stancescu mit einigen Spielern noch befreundet ist. Ich denke er hat richtig gehandelt. Denn meiner Meinung nach hätten die Schiris das Spiel schon lange unterbrechen müssen. Grund: Da Gegenstände von den Lugano Fans aufs Eis geworden wurden. Hätten sie dies getan wäre es auch ziemlich sicher nicht zu diesem Zusammenprall mit dem Unparteiischen gekommen. Hauptsache Blindi kann heute Abend spielen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Equilino am 17.03.2017 02:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keep smilin Victor

    Stancescu ist zurückgetreten weil er realisiert hat, das ihm bei jedem Entscheid Befangenheit vorgeworfen wird. es gibt bei jedem Vorfall 2 Ansichten, beschuldigter und Kläger . ich bin sicher dass er neutral ist, da er Kollegen in jedem Verein hat. schade um ihn, aber durch seinen hat er Eier gezeigt. ich würde aufgrund einer zweifelhaften Entscheidung nicht auf ein (wahrscheinlich) hohes Salär verzichten. ich hoffe er bekommt in einigen Jahren noch ne Chance. mit keV Schläpfer als naticoach. ;)

  • Xam am 16.03.2017 23:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Schade, dass ein einzelner Club soviel Macht ausüben kann, dass der Rest der Liga kuscht und nicht den Mut aufbringt hinter ihm, dem Richter zu stehen. Was gibt es besseres als einen ehemaligen Profil als Beurteiler in den Reihen zu wissen. Schade, dass Lugano nicht obektiver sein konnte.

  • walter45 am 16.03.2017 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habs

    Wenn ich mir die Eishockeyspiele anschaue, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass hier Schlägertrupps am Werk sind.

  • Eishockeyfan am 16.03.2017 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auswechseln

    Man muss nicht Blindenbacher oder Stancescu anklagen . Man muss die Herren vom Verband in die Mangel nehmen . Das war ja vorprogrammiert dass es Probleme gibt wegen Stancescu . Der Verband leistet sich eine Panne nach der anderen . Zuerst die Geschichte mit den Banden , jetzt der Einzelrichter . Einfach unfähige Leute an der Spitze .

  • wednesday am 16.03.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher.

    Wegen möglicher Befangenheit hätte er früher von sich aus zurück treten müssen.

    • Dan am 17.03.2017 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @wednesday

      Nee, hätte gar nicht angestellt werden dürfen!

    • John Sletvoll am 17.03.2017 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @wednesday

      welche befangenheit? er hat vor amtsantritt alle seine geschäftlichen beziehungen ua. mit wick offen gfldgt und alle teams inkl. lugano haben eben diesen stancescu gewählt. grössten verlierer bei dieser schlamm schlacht sind verband und lugano

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