Letzter Versuch

27. November 2012 13:17; Akt: 27.11.2012 13:17 Print

Lockout-Parteien gehen vor Schlichtungsstelle

von Klaus Zaugg - Nun treten die Verhandlungen zwischen der Spielergewerkschaft und der NHL in die entscheidende Phase ein: Die staatliche Schlichtungsstelle greift ein.

Bildstrecke im Grossformat »
Vancouvers Keeper verstärkte während dem Lockout Ambri-Piotta, bestritt aber am Wochenende vom 5./6. Januar genauso wie alle anderen noch in der Schweiz spielenden NHL-Stars seine letzten Partien. Der kanadische Jungstar von den Colorado Avalanche stiess am 9. Dezember zu Ambri und verliess die Leventiner am 7. Januar wieder. Der Center der Ottawa Senators spielte während dem Lockout für die Rapperswil-Jona Lakers. Am 3. Januar 2013 flog er zurück in die Heimat, in der Hoffnung, dass die NHL den Spielbetrieb in dieser Saison doch noch aufnimmt. Womit er wenige Tage später recht erhielt. Der Stürmer der Boston Bruins lief bis am 31. Dezember für den EHC Biel auf. Nach der Spengler-Cup-Teilnahme mit dem Team Canada kehrte er in seine Heimat zurück. Der Kanadier kam von den Boston Bruins zum HC Lugano. Er verliess den Verein zum Jahreswechsel wieder. Davos nahm am 4. Dezember den 27-jährigen Schweden von den Dallas Stars unter Vertrag. Er war in der letzten Saison der erfolgreichste Skorer seines Teams. Der Captain von Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings spielte für die ZSC Lions. Der Stürmer der Montreal Canadiens lief während der Lockout-Zeit für Fribourg-Gottéron auf. Der New-York-Rangers-Akteur gab ein Gastspiel bei den Lakers, reiste aber bereits Mitte Dezember wieder ab. Die Nummer 88 von den Chicago Blackhawks verstärkte während des Lockouts den EHC Biel. (vorne) Der Erstrundendraft von 2007 hatte zu Beginn des Lockouts bei Ambri einen kurzen Auftritt. Nach nicht einmal drei Wochen reiste der Stürmer der Montreal Canadiens wieder ab. Angeblich wegen einer Ellenbogen-Entzündung. Der Goalgetter der Detroit Red Wings sorgte beim EV Zug für Furore. Der Teamkollege von Mark Streit bei den New York Islanders stürmte während des Lockouts beim SC Bern. Tavares war in der letzten NHL-Saison achtbester Skorer der Liga. Der Center der Washington Capitals spielte für die Kloten Flyers. Wegen Adduktorenproblemen reiste er aber bereits vor dem Lockout-Ende zweimal in die USA. Der Kanadier gehört seit sechs Jahren zum Stamm der Washington Capitals. Der Stürmer der Buffalo Sabres wurde von den SCL Tigers verpflichtet. Er reiste Ende November für medizinische Abklärungen vorerst zurück nach Nordamerika reisen - und kam auch nicht mehr zurück. Der Verteidiger der Minnesota Wild wurde während dem Lockout ebenfalls von den SCL Tigers verpflichtet. Und auch er musste Ende November für medizinische Abklärungen zurück in die USA reisen. Zurück kam er nicht mehr. Der Ur-Berner von den Nashville Predators spielte während dem Lockout beim SC Bern. Der Kanadier (vorne) gab ein Gastspiel beim HC Genf-Servette. In der NHL spielt der Center für die San Jose Sharks. Anfangs Dezember reiste er aus persönlichen Gründen in die Heimat zurück. Der Verteidiger der New York Islanders lief während des NHL-Lockouts für den SC Bern auf. Wie bereits beim letzten NHL-Lockout lief der Center der San Jose Sharks für den HC Davos auf. Auch der zweite «NHL-Davoser» vom Lockout 2005 kehrte zum HCD zurück. Der Verteidiger der Montreal Canadiens verstärkte für die Dauer des Lockouts den HC Genf-Servette. Der Stürmer, der mit den Detroit Red Wings in seine erste NHL-Saison starten wollte, spielte wie die vier Saisons zuvor beim EVZ. Der Ducks-Verteidiger verstärkte den HC Lugano. Der Verteidiger der Montreal Canadians kehrte während dem Lockout zum EV Zug zurück. Bereits bevor er sein Glück in der nordamerikanischen Ferne gesucht und gefunden hat, war Diaz bei den Innerschweizern acht Jahre lang unter Vertrag. Der Nashville-Predators-Spieler verstärkte Red Ice Martigny für knapp einen Monat. Nach dem Abgang von Hörnqvist sicherte sich Martigny die Dienste des Boston-Bruins-Akteurs. (r.) Der Däne spielte für den NLB-Klub Langenthal. Er steht seit 2008 bei den Ottawa Senators unter Vertrag.

NHL-Cracks in der NLA.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die Liga und die Spielergewerkschaft haben sich darauf geeinigt, die Dienste des «Federal Mediation and Conciliation Service» in Anspruch zu nehmen. Es handelt sich dabei um eine 1947 geschaffene, unabhängige und staatliche Schlichtungsstelle in den USA. Scott L. Beckenbaugh, John Sweeney und Guy Serota werden ab sofort dabei helfen, die Verhandlungs-Eiszeit zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft aufzutauen.

Umfrage
Glauben Sie, dass die in der NHL diese Saison noch gespielt wird?
21 %
23 %
56 %
Insgesamt 1744 Teilnehmer

Damit ist sozusagen offiziell, dass die Verhandlungen zwischen NHL-General Gary Bettman und Gewerkschaftsboss Don Fehr festgefahren sind und keine Lösung in Sicht ist. Oder noch etwas anders interpretiert: Nicht unbedingt die sachlichen Differenzen (es geht um die Verteilung der Gesamteinnahmen zwischen Klubs und Spielern) sind unüberbrückbar. Eher ist es ein Problem der Egos der beiden Haupt-Verhandlungsführer.

Zwei «harte Hunde»

Beide sind als «harte Hunde» bekannt: Für Bettman ist es nach 1994 und 2004 bereits der dritte Lockout. Fehr hat bisher achtmal Gewerkschaften in solchen Verhandlungen vertreten – und sechsmal einen Meisterschaftsunterbruch bzw. einen verschobenen Meisterschaftsstart provoziert. Allerdings hat er, anders als Bettman, noch keine verlorene (ausgefallene) Saison zu verantworten. Aber er ist der einzige Gewerkschaftsboss, der in zwei verschiedenen Sportarten (Baseball und Hockey) aktiv an der Stilllegung des Spielbetriebs beteiligt ist.

Wenn es den staatlichen Schlichtern nicht gelingt, eine Lösung im Streit zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft herbeizuführen, dann gibt es wahrscheinlich keine Einigung und diese Saison wird nicht mehr gespielt. Oder eines der beiden Alphatiere (Bettman, Fehr) muss gehen.

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ralf am 29.11.2012 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Macht nur noch Machtspiele

    Die beiden sind nur von Ihrem Ego und Ihrer gesuchten Macht beeinflusst. Hier gehts schon lange nicht mehr um den Sport, daher erstaunt es, dass alle das Altherrenspiel einfach so akzeptieren. Lösung: Schickt beide mit einem Liter Wasser in die Wüste, spätestens wenn der Liter weg ist haben Sie eine Lösung und die Saison beginnt...

  • Big B. am 27.11.2012 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bremsklotz Bettman

    Man kann nur hoffen, dass Bettman bald abgesägt wird. Er ist es auch, der einen Umzug und die damit mögliche, finanzielle Genesung von Phoenix verhindert. Weil er immer noch glaubt, dass man in den Südstaaten unbedingt "Hockeylen" muss. Da bräuchte es dringend einen neuen, modernen Chef!

  • Marc Müller am 27.11.2012 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Los jetzt!

    Bitet endlich die NHl Saison starten, kann diese peinliche Ligaverfälschung von Teams wie Zug und Biel nicht mehr ertragen. Bei denen geht ja null und nichts ohne die Lockouter. Bei den anderen Teams schiessen immerhin auch andere Linien mal ein Tor.

    • @Marc am 27.11.2012 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      _+1_

      meine meinung! sieht ja jeweils aus in der scorer-litse des spieltags...

    • Peter Moser am 27.11.2012 15:30 Report Diesen Beitrag melden

      HC Davos

      Ja, dann schafft auch der HCD endlich den Sprung über den Strich!

    • Roger B. am 27.11.2012 15:33 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Worte!

      Da kann ich mich nur anschliessen...

    • tinu am 27.11.2012 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      du hast die letzten partien

      von zug nicht mitverfolgt oder? da schiessen noch ganz andere spieler tore.. (holden, omark, casutt, martschini etc. sogar der 17 jährige herzog ;-) ) ausserdem hat jedes team lockout spieler, also heul nicht rum, bei zug haben sie halt voll eingeschlagen..

    • Ueli am 27.11.2012 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      als Zug Fan

      Muss ich schon zugeben, dass die Zuger wohl eines der besten händchen hatte in der Auswahl der Lockout spieler. Das ist aber glück; alle hatten dieselben Chancen! (Nein, nicht das geld ist entscheidend; kein CH-Club könnte ein NHL Gehalt zahlen. Die werden von privaten bezahlt oder kommen gar freiwillig) Die Zuger sind eine klasse schlechter ohne NHL stars. Das muss ich zugeben. Trotzdem sind die NHL cracks eigentlich ein Qualitätsgewinn für das CH-Eishockey und es ist einfach eine Augenweide denen zuzuschauen. Seid froh, sonst würde man sehr viel geld zahlen müssen um die Spieler live zusehen

    • P.riedo am 27.11.2012 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Assists zählen auch

      Es sind nicht nur die Tore massgebend, es ist vorallem die Tatsache das bei fast 90% der Tore bei Zug,Biel... ein Lockoutspieler den Stock im Spiel hatte mittels Assist!!

    • Jorma Peltonen am 27.11.2012 18:36 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Trainer in Biel und Zug

      Auch schon mal überlegt, dass Zug wegen dem Trainer-Gespann seit Jahren vorne mitmischen kann und aus Talenten das Maximum heraus bringt. Ähnlich verhält es sich im Übrigen auch mit Biel und Kevin Schläpfer

    • René Gruber am 28.11.2012 15:24 Report Diesen Beitrag melden

      Ligaverfälschung? so ein Quatsch.

      Die Liga wird auch ohne Lockout durch die NHL verfälscht wenn du so willst. Zug hat in den letzten Jahren Fischer, Sbisa, Diaz und Brunner an die NHL verloren. Die meisten trotz weiter laufendem Vertrag und ohne auch nur einen müden Rappen dafür zu bekommen. Das wäre ja dann auch eine Verfälschung der Liga? Und wie siehts aus mit den Unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten? Die einen zahlen viel Hallenmiete, die andern kaum was. Die einen zahlen horrende Polizeikosten die andern nur einen symbolischen Betrag etc. Ist das auch alles Ligaverfälschung?

    • Sam M am 28.11.2012 16:46 Report Diesen Beitrag melden

      Danke

      @René Gruber, mal ein guter Beitrag

    • roggi am 28.11.2012 23:48 Report Diesen Beitrag melden

      klar doch

      natürlich ist das eine Ligaverfälschung. Da muss man weder Fan noch Gegner sein. Ohne NHL wäre EVZ jetzt auf Rang??? ... Klar.

    einklappen einklappen
  • blopp am 27.11.2012 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    jaja

    eine saison hat entweder 82 spiele oder gar keine. ich hoffe mal dass die es wenigstens schaffen, sich auf nächste saison zu einigen.

  • Viel Geld am 27.11.2012 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geldkuh melken

    Werum man jede Saison das Rad neu erfinden muss ist wohl klar: da kassiert einer ganz kräftig ab....

National League A

Playoff Ergebnisse
ZSC-Lions-TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen