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Vancouver
22. Februar 2010 23:00; Akt: 22.02.2010 21:31 Print
Luca Sbisa – die Schweizer Entdeckung
von Marcel Allemann, Kanada - Heute um 21 Uhr geht es für die Schweiz im Achtelfinal gegen die Weissrussen um alles oder nichts. Als sicherer Wert entpuppte sich bei den Eisgenossen bislang «Youngster» Luca Sbisa.

Defensiv verlässlich, offensiv mutig: Luca Sbisa (links). (Bild: Keystone)
Duelle gegen Weissrussland haben es in sich. Aus den bisherigen 16 Spielen resultierten zwar acht Siege, aber neben einem Unentschieden auch sieben Niederlagen. Darunter befindet sich auch die schmerzhafte 1:2-Pleite an der WM 2006, die die Eisgenossen damals die Viertelfinals kostete. Dieses Mal soll das nicht mehr geschehen, Ralph Krueger hat es zum Abschluss seiner 13-jährigen Amtszeit verdient, dass sein 297. Länderspiel noch nicht sein letztes ist und seine letzte Reise als Schweizer Nati-Coach noch ein wenig verlängert wird.
Verlassen kann sich Krueger dabei auf Luca Sbisa. Der 20-jährige Verteidiger ist zwar der jüngste Spieler des Turniers. Aber Jugend schützt vor Leistung nicht. Was besonders überrascht: Entdeckung Sbisa ist nicht nur wegen seines Körper- und Defensivspiels ein sicherer Wert, sondern vor allem auch aufgrund seiner öffnenden Pässe und seiner gelegentlichen Offensiv-Vorstösse. Der Youngster, der nach 47 NHL-Spielen von Anaheim zu den Junioren zurückgeschickt wurde, geniesst jede Sekunde auf dem olympischen Eis: «Gegen richtige Männer spielen – das ist es, was ich will, und
das, was mir am meisten Spass macht.» Und diesen Spass möchte der Zuger nur allzu gerne noch ein wenig in die Länge ziehen, ehe er wieder nach Portland in die Western Hockey League (WHL) zurück muss. Sbisas Erfolgsrezept vor dem Spiel gegen Weissrussland: «Aus dem unbefriedigenden Spiel gegen Norwegen die Lehren ziehen und nun 60 Minuten lang Vollgas geben.»

























