Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Byron Ritchie
22. Februar 2012 23:00; Akt: 22.02.2012 23:05 Print
Mit sich und der Liga unzufrieden
von Peter Berger - Byron Ritchie ist PostFinance-Topskorer des SC Bern. Der Kanadier ist zudem der achtbeste Skorer der Liga, dennoch erwartet er mehr von sich.

20 Tore und 20 Assists in 45 Spielen: Für SCB-Topskorer Byron Ritchie nicht genug. (Bild: Keystone)
«Nein, ich bin nicht wirklich zufrieden», sagt Byron Ritchie offen. «Ich sollte besser sein, mindestens ein Punkt pro Spiel.» Mit 20 Toren und 20 Assists in bisher 45 Partien liegt der 34-jährige Stürmer knapp unter dieser Marke. In der Saison 2008/09 realisierte er für Genf-Servette in gleich vielen Spielen 60 Skorerpunkte.
«Aber da hatte er viel mehr Eiszeit. Beim SCB wird mit vier Linien durchgespielt. Wir sind mit ihm sehr zufrieden», nimmt ihn Sportchef Sven Leuenberger in Schutz. Die Eiszeit ist für Ritchie ein Problem: «Letzte Saison stand ich in Schweden bei Modo in jedem Spiel 22 bis 23 Minuten auf dem Eis. Unter Larry Huras spielte jeder rund 15 Minuten. Diese Umstellung bereitete mir schon etwas Mühe. Mit Antti Törmänen versuchen wir nun mehr in Puckbesitz und offensiver zu sein.»
Egal ob mehr oder weniger Eiszeit: Ritchies Trefferquote bleibt imponierend. Rund jeder dritte Schuss sitzt. «Es gibt einige, die sagen, ich sollte mehr schiessen. Aber ich schaue auch immer, ob der Mitspieler besser postiert ist.» Wichtiger als die persönlichen Werte ist dem Kanadier das Team: «Wir müssen unbedingt versuchen, mit Heimvorteil in die Playoffs zu starten. Das kann von grosser Bedeutung sein.» Zwei Runden vor Schluss liegen die fünftplatzierten Berner einen Zähler hinter den Kloten Flyers. Ritchie freut sich auf die Playoffs. «Auch weil wir da endlich wieder drei Spiele pro Woche haben.»
Damit spricht der Leader einen weiteren Kritikpunkt an. «Seit Weihnachten ist es fast unmöglich, einen Spielrhythmus zu finden. Zwei Spiele pro Woche, dann wieder zehn Tage Pause – da muss sich die Liga etwas überlegen.» Ritchie findet auch die Doppelrunden Freitag/Samstag nicht ideal. «Da ist zu wenig Erholungszeit. Die Zuschauer wollen doch nicht müde Spieler sehen.»



























