National League A

01. Dezember 2012 16:23; Akt: 01.12.2012 22:47 Print

Davos gewinnt Strichduell - Servette verliert

In der 28. Runde der National League A siegt Davos im Strichkampf gegen Biel in einer am Ende dramatischen Partie. Leader Servette wird von Lugano abgefertigt.

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Der HC Davos setzte sich im Duell am Strich mit 4:3 gegen Biel durch. An der Tabellenspitze schmilzt der Vorsprung von Leader Servette. Die Genfer kassierten gegen Lugano eine 1:5-Heimniederlage.

Im Duell zwischen dem Achten (Davos) und dem Neunten (Biel) der Tabelle kam Davos zu einem erzitterten 4:3-Heimsieg. Die Bündner führten bis zur 52. Minute mit 4:1, ehe die NHL-Stars Tyler Seguin (2 Tore am Samstag) und Patrick Kane Biel innerhalb von 92 Sekunden nochmals bis auf ein Tor heranbrachten. In den letzten sechseinhalb Minuten gelang dem EHC Biel, der nun drei Punkte hinter Davos zurückliegt, der Ausgleich aber nicht mehr.

Leader Servette bezog gegen den HC Lugano die vierte Niederlage in den letzten fünf Partien. Der am Samstag spielfreie HC Fribourg-Gottéron liegt nach Verlustpunkten bereits auf gleicher Höhe wie der Genève-Servette Hockey Club. Servette holte zum zweiten Mal hintereinander in einer Doppelrunde keinen einzigen Punkt; ausserdem flog Topskorer Logan Couture aus persönlichen Gründen nach Übersee zurück.

In den übrigen beiden Samstagspielen kamen Kloten gegen Ambri-Piotta (3:1) und die Rapperswil-Jona Lakers gegen Langnau (1:0) zu knappen Siegen. Bei Ambri-Piotta debütierte der NHL-Stargoalie Cory Schneider (Vancouver Canucks) noch nicht. Klotens Verteidiger Lukas Frick erzielte zum 1:0 in der 33. Minute sein allererstes NLA-Tor. Bei Rapperswil - Langnau gelang Robbie Earl das Tor des Tages bereits nach 232 Sekunden.

Genève-Servette - Lugano: Leader nur noch auf Zeit

Der Genève-Servette HC hat den Schwung der ersten beiden Meisterschaftsmonate definitiv verloren. Im Heimspiel gegen Lugano resultierte mit 1:5 eine weitere Niederlage.

Die Servettiens sind in der aktuelle Verfassung wohl nur noch ein Leader auf Zeit. Der einst stolze Vorsprung von neun Punkten (zuletzt vor anderthalb Wochen) schmilzt zusammen wie Sulzschnee im Frühling. Nach Verlustpunkten befindet sich der HC Fribourg-Gottéron bereits auf gleicher Höhe wie Servette. Gegen Lugano kassierte das Team von Chris McSorley die vierte Niederlage in den letzten fünf Partien. Es resultierten in dieser Spanne bloss noch drei Punkte gegen die schwachen Rapperswil-Jona Lakers. Und Servette produzierte bloss noch sechs Tore in diesen fünf Partien.

Die Stimmung in Genf ist nicht mehr gut. Die Mannschaft wirkt verunsichert und agiert nervös und kompliziert. Dass unmittelbar vor dem Spiel gegen Lugano auch noch der Lockout-Spieler Logan Couture, Servettes bester Skorer dieser Saison, aus persönlichen Gründen und auf unbestimmte Zeit nach Übersee zurückflog, dürfte die Stimmung nicht anheben. Die vier Gegentore vom 1:1 zum 1:5 in den letzten achteinhalb Minuten dokumentieren Servettes derzeitige Misère.

Lugano verdiente sich den Sieg aber. Die Tessiner dominierten die Partie ab der 10. Minute. Julien Vauclair gelang nach 33 Minuten das Führungstor. Im Schlussabschnitt kam Servette entgegen des Spielverlaufs und wegen einer dummen Strafe Luganos (zuviele Spieler auf dem Eis) durch Alexandre Picard, der Couture im ersten Block ersetzte, zum Ausgleich. Lugano liess sich aber nicht beirren, marschierte weiter vorwärts und stellte mit zwei Toren innerhalb von 55 Sekunden sechs Minuten nach Servettes Ausgleich den Sieg sicher. Zuerst gelang Glen Metropolit mit einem platzierten Handgelenkschuss das 2:1, weniger als eine Minute später schloss Sébastien Reuille einen Konter zum 3:1 ab. In den letzten 107 Sekunden erhöhte Lugano das Skore durch Oliver Kamber und Brett McLean gar noch auf 5:1.

Bei Lugano hütete zum zweiten Mal hintereinander Michael Flückiger das Tor. Der Nummer-1-Goalie Daniel Manzato verletzte sich am Freitag im Heimspiel gegen die ZSC Lions (1:5), obwohl er in dieser Partie nicht mittat. Manzato wurde auf der Spielerbank von einem Puck am Kopf getroffen und zog sich dabei eine leichte Hirnerschütterung zu.

Kloten - Ambri-Piotta: Fünfter Heimsieg in Serie für Kloten

Die Kloten Flyers kamen gegen Ambri-Piotta zum fünften Heimsieg in Folge und dem dritten Erfolg in den letzten vier Partien. Die Equipe von Tomas Tamfal triumphierte 3:1.

Obwohl die Klotener das erste Drittel mit einem Schussverhältnis von 14:5 (total 32:19) deutlich dominiert hatten, musste sich die Mehrheit der 4909 Zuschauer in der Kolping-Arena bis zur 33. Minute gedulden, ehe sie erstmals jubeln konnte. Und es war eine Premiere: Der erst 18-jährige Elite-Junior Lukas Frick traf in seinem zehnten NLA-Spiel erstmals. In der 45. Minute erhöhte der 20 Jahre ältere Marcel Jenni auf 2:0 - der Routinier konnte ungestört in den Slot ziehen und Ambris Goalie Nolan Schaefer per Backhand bezwingen. Dieses Tor war für Jenni eine Erlösung, traf er doch erstmals seit dem 21. September. In der 57. Minute machte Philippe Schelling mit dem zweiten Treffer eines Verteidigers nach Frick alles klar. Das 1:3 von Paolo Duca 48 Sekunden vor dem Ende war nur noch Resultatkosmetik.

Während sich die Flyers zum fünften Mal hintereinander gegen Ambri durchsetzten, erlitten die Tessiner die vierte Niederlage in Serie. Hoffnung auf Besserung macht NHL-Goalie Cody Schneider, der heute im Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers sein Debüt im Dress der Bianconeri gibt.

Rapperswil-Jona - SCL Tigers: Earl schiesst einzigen Treffer

Die Rapperswil-Jona Lakers haben im Kampf um die Playoffs einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Harry Rogenmoser siegte gegen den Tabellenletzten SCL Tigers zu Hause 1:0.

Wenn jene beiden Mannschaften mit den meisten Gegentore gegeneinander spielen, erwartet man viele Treffer. Und es dauerte auch nur 3:52 Minuten bis zum ersten Tor: Robbie Earl reüssierte nach einem gewonnenen Bully von Jason Spezza. Der Amerikaner traf zum achten Mal in dieser Saison. Für die Gäste war es der 23. Gegentreffer in den ersten zehn Minuten. In der Folge fielen dann allerdings trotz vieler Chancen keine Tore mehr.

Die Lakers hätten im zweiten Drittel die Führung angesichts der klaren Dominanz ausbauen müssen, doch konnten sie mit den vielen Freiheiten nichts anfangen. In den letzten 20 Minuten waren dann die Gäste das klar bessere Team; dies verdeutlicht das Schussverhältnis von 22:5. Die grösste Chance zum 1:1 vergab in der 54. Minute Simon Sterchi, der alleine auf den Rapperswiler Goalie David Aebischer losziehen konnte, jedoch den Puck zu weit vorlegte. 15 Sekunden vor dem Ende brachte Pascal Pelletier den Puck per Backhand nicht am St. Galler Keeper vorbei. So kam Aebischer, der 38 Schüsse abwehren musste, zu seinem zweiten Shutout in dieser Saison und dem elften in der NLA insgesamt.

Damit setzte sich auch im dritten Saisonduell zwischen den Lakers und den Tigers das Heimteam durch. Für den Langnauer Coach John Fust wird die Luft nach der neunten Niederlage in den letzten zehn Spielen immer dünner. Die Lakers dagegen hielten den Ansch

National League A, 28. Runde

Davos - Biel 4:3 (2:1, 1:0, 1:2)
Vaillant Arena. - 5063 Zuschauer. - SR Massy, Bürgi/Kehrli.
Tore: 8. Seguin (Pouliot, Micflikier/Ausschluss Hofmann) 0:1. 15. Reto von Arx (Thornton, Bürgler) 1:1. 19. Grossmann (Thornton) 2:1. 23. Thornton (Forster/Ausschluss Grieder) 3:1. 49. Sykora (Thornton/Ausschluss Bürgler!) 4:1. 52. Seguin (Kane) 4:2. 54. Kane (Seguin) 4:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Bürgler; Seguin.
Davos: Genoni; Guerra, Forster; Marha, Grossmann; Schneeberger, Back; Ramholt, Alatalo; Nash, Reto von Arx, Dino Wieser; Sykora, Thornton, Bürgler; Sciaroni, Steinmann, Hofmann; Ryser, Rizzi, Sieber.
Biel: Berra; Trutmann, Gossweiler; Grieder, Wellinger; Rouiller, Kparghai; Kane, Pouliot, Marc Wieser; Ehrensperger, Kellenberger, Tschantré; Seguin, Peter, Micflikier; Lauper, Haas, Füglister.
Bemerkungen: Davos ohne Taticek, Guggisberg, Jan von Arx, Schommer (alle verletzt), Corvi und Camichel (beide krank). Biel ohne Meier, Spylo, Untersander, Wetzel, Huguenin, Gloor (alle verletzt) und Beaudoin (überzähliger Ausländer). - 19. Pfostenschuss Grossmann. - Nash ab 2. Drittel nicht mehr dabei. - Timeout Biel (46.). - Biel ab 59:06 ohne Goalie.

Rapperswil-Jona Lakers - SCL Tigers 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Diners Club Arena. - 4217 Zuschauer. - SR Kämpfer/Prugger, Kaderli/Wüst.
Tor: 4. Earl (Spezza/Ausschlüsse Winkler; Lüthi).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Spezza; McLean.
Rapperswil-Jona: Aebischer; Geiger, Geyer; Walser, Winkler; Gmür, Collenberg; Sven Berger; Riesen, Wichser, Sejna; Thibaudeau, Spezza, Earl; Jörg, Burkhalter, Nils Berger; Neukom, Hürlimann, Rizzello.
SCL Tigers: Bäumle; Simon Lüthi, Genazzi; Rytz, Reber; Christian Moser, Lardi; Lindemann; Jacquemet, McLean, Pelletier; Haas, Froidevaux, Simon Moser; Leblanc, Claudio Moggi, Bucher; Sterchi, Adrian Gerber, Rexha.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Camenzind, Del Zotto (beide verletzt), Grauwiler (krank) und Kolnik (überzähliger Ausländer). SCL Tigers ohne Ennis, Sandro Moggi, Popovic, Spurgeon, Brunner und Tom Gerber (alle verletzt) und Stettler (krank). - 13. Pfostenschuss Wichser. - Timeout Lakers (46.). - Langnau ab 59:55 ohne Torhüter.

Kloten Flyers - Ambri-Piotta 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
Kolping-Arena. - 4909 Zuschauer. - SR Reiber, Mauron/Tscherrig.
Tore: 33. Frick (Jenni, Sannitz) 1:0. 45. Jenni (Sannitz, Liniger) 2:0. 56. Schelling (Laich) 3:0. 60. (59:12) Duca (Kutlak, Schlagenhauf) 3:1.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kloten, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Stancescu; Williams.
Kloten Flyers: Rüeger; Schelling, Blum; DuPont, Frick; Bagnoud, Steiner; Bodenmann, Laich, Hollenstein; Stancescu, Santala, Bieber; Jenni, Liniger, Sannitz; Lundberg, Walser, Neher; Herren.
Ambri-Piotta: Schaefer; Noreau, Kobach; Kutlak, Sidler; Gobbi, Trunz; Bonnet, Schulthess; Botta, Park, Williams; Pestoni, Miéville, Pedretti; Duca, Schlagenhauf, Reichert; Raffainer, Weber, Elias Bianchi.
Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Lemm, Du Bois, Stoop, Leone (alle verletzt), Von Gunten (krank) und Kreps (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta ohne Höhener, Lachmatow.

Genève-Servette - Lugano 1:5 (0:0, 0:1, 1:4)
Les Vernets. - 6920 Zuschauer. - SR Kurmann, Abegglen/Rohrer.
Tore: 33. Julien Vauclair (Metropolit, Daniel Steiner) 0:1. 46. Picard (Yannick Weber/Ausschluss Simion) 1:1. 52. (51:35) Metropolit (Bergeron, Ulmer) 1:2. 53. (52:30) Reuille (Di Pietro) 1:3. 59. (58:13) Oliver Kamber (Di Pietro) 1:4 (ins leere Tor). 60. (59:59) Brett McLean (Sbisa) 1:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Romy; Metropolit.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Bezina; Mercier, Gian-Andrea Randegger; Yannick Weber, Gautschi; Antonietti; Ryan Keller, Romy, Picard; Rivera, Paul Savary, Jean Savary; Simek, Walker, Fata; John Fritsche, Berthon, Samuel Friedli; Roland Gerber.
Lugano: Flückiger; Ulmer, Julien Vauclair; Nummelin, Schlumpf; Nodari, Sbisa; Kienzle, Dal Pian; Bergeron, Metropolit, Daniel Steiner; Diego Kostner, Brett McLean, Jordy Murray; Di Pietro, Oliver Kamber, Reuille; Simion, Conne, Profico.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Couture (abgereist), Salmelainen, Walsky, Dan Fritsche und Almond, Lugano ohne Hirschi, Domenichelli, Blatter, Jordy Murray, Heikkinen, Ruefenacht, Morant, Fazzini und Manzato (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Vukovic (8.); Schlumpf (15.).

National League A

Datum Spiel Resultat
13.09.14  Bern - Biel 2:1 (1:0,1:0,0:1)
13.09.14  Davos - Fribourg-Gottéron 8:2 (5:0,1:0,2:2)
13.09.14  Genève-Servette - Lugano 3:4 (2:1,0:2,1:0,0:0) n.P.
13.09.14  Lausanne - Kloten Flyers 4:0 (2:0,1:0,1:0)
13.09.14  Rapperswil-Jona Lakers - Zug 1:3 (0:1,0:1,1:1)
13.09.14  ZSC - Ambri-Piotta 5:1 (1:1,3:0,1:0)
R Mannschaft Sp S U+ U- N G : E P
1. ZSC 3 2 0 0 1 12 : 6 6
2. Lugano 2 1 1 0 0 7 : 4 5
3. Zug 2 1 1 0 0 5 : 2 5
4. Davos 2 1 0 1 0 9 : 4 4
5. Genève-Servette 2 1 0 1 0 6 : 6 4
6. Bern 2 1 0 1 0 5 : 5 4
7. Biel 2 1 0 0 1 6 : 4 3
8. Lausanne 2 1 0 0 1 6 : 5 3

9. Fribourg-Gottéron 2 1 0 0 1 6 : 11 3
10. Ambri-Piotta 2 0 1 0 1 5 : 8 2
11. Kloten Flyers 2 0 0 0 2 2 : 7 0
12. Rapperswil-Jona Lakers 3 0 0 0 3 3 : 10 0

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