National League A

20. November 2012 16:21; Akt: 20.11.2012 22:35 Print

Derby-Sieg für den ZSC, Genf fegt Zug vom Eis

Die ZSC Lions besiegen die Kloten Flyers im Zürcher Derby erst in der Verlängerung 3:2. Monnet lässt sich bei den Zürchern als Doppeltorschütze feiern. Genf deklassiert Zug gleich 6:2.

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Nach fünf Siegen hintereinander riss die Siegesserie der Kloten Flyers. Die Klotener bezogen mit 2:3 nach Verlängerung im vierten Zürcher Derby gegen die ZSC Lions die dritte Niederlage.

An Spannung sind die Derby in dieser Saison nur schwerlich zu übertreffen. Immer betrug die Differenz nur ein Tor (4:3, 4:3, 2:3, 3:2); zum zweiten Mal fiel die Entscheidung erst in der Overtime. Jeff Tambellini stellte nach 112 Sekunden der Verlängerung den Sieg der ZSC Lions sicher. Tambellini war von Andres Ambühl lanciert worden und liess Goalie Ronnie Rüeger keine Abwehrchance.

Verdienter Sieg für die Lions

Die ZSC Lions siegten am Ende verdientermassen. Sie wurden zwar im ersten (6:13 Schüsse) und dritten Abschnitt (7:14) optisch dominiert, erspielten sich aber selbst in diesen Phasen die gefährlicheren Torchancen. So traf Mathias Seger im torlosen ersten Drittel bloss den Pfosten. Und im Schlussabschnitt führten die Stadtzürcher dank zwei Toren von Thibaut Monnet bis 130 Sekunden vor Schluss mit 2:1. Nach Monnets Führungstreffer (45.) besass der Zürcher SC innerhalb von zwei Minuten drei hochkarätige Chancen zur Vorentscheidung. Jedoch zeigte Ronnie Rüeger (27 Paraden) eine starke Partie. Die besten Paraden gelangen ihm gegen Dustin Brown in der 35. und 62. Minute.

Kloten bewies immerhin Moral. Mit nur drei Ausländern (Brooks Laich und Emil Lundberg fehlten verletzungshalber) angetreten, drängten die Flyers im Finish auf den Ausgleich, der Tommi Santala mit seinem erst dritten Saisontor 2:10 Minuten vor Schluss dann tatsächlich noch gelang. Nach fünf Siegen hintereinander holte das Team von Tomas Tamfal immerhin einen weiteren Punkt.

Einen weiteren gewichtigen Ausfall (nach Severin Blindenbacher) mussten auch die ZSC Lions zur Kenntnis nehmen. In der 19. Minute fiel nach einem Rencontre an der Bande mit Klotens Verteidiger Lukas Stoop der Topskorer der Lions, Roman Wick, verletzt aus. Wick zog sich wohl einen Rippenbruch oder eine Rippenquetschung zu. Aufschluss darüber wird eine MRI-Untersuchung am Mittwoch geben.

Gottéron beendete Mini-Krise

Fribourg-Gottéron beendete mit einem verdienten 2:1 bei Lugano eine Serie von drei sieglosen Spielen. Andrej Bykow sorgte acht Minuten vor Spielende im Powerplay mit seinem sechsten Saisontor für die Entscheidung.

Der Treffer wurde nach einer feinen Passfolge mustergültig heraus gespielt. Nach dem Freiburger Ausgleich durch Sandro Brügger (43.) hatte Sébastien Reuille das vorzeitigere 2:1 für die Gäste vergeben. Gottéron-Keeper Benjamin Conz brillierte bei seinem früheren Arbeitgeber mit 37 Paraden.

Lugano mit mehr Torschüssen

Obschon Lugano mehr Torschüsse verzeichnete (in den ersten beiden Dritteln 10:6 und 15:8), besass Gottéron insgesamt mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Simon Gamache, Christian Dubé und Julien Sprunger besassen im Mitteldrittel beste Möglichkeiten, um die Wende einzuleiten. Doch mehrheitlich fehlte die Präzision im Abschluss.

Für Lugano war Luca Sbisa erfolgreich, als er in der 38. Minute mit einem Nachschuss das 1:0 erzielte. Es war bereits das fünfte Saisontor des NHL-Verteidigers von den Anaheim Ducks.

SCL Tigers überwanden Torflaute

Nach vier Niederlagen und zuletzt zwei torlosen Partien kehrten die SCL Tigers auf die Siegerstrasse zurück. Mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen im Derby gegen Biel taten die Langnauer etwas für das angeknackste Selbstvertrauen.

Im Emmental wurde in den letzten Tag von verschiedenen Seiten sogar Trainer John Fust, der die SCL Tigers vor zwei Jahren in die Playoffs geführt hatte, in Frage gestellt. Nach zuletzt mehr als harmlosen Darbietungen dürfte die Langnauer Equipe nach dem fünften Saisonsieg wieder etwas ruhiger schlafen können.

Klare Steigerung der Emmentaler

Die SCL Tigers zeigten sich gegenüber dem Wochenende stark verbessert. Nachdem sie in Kloten (0:8) und gegen Bern (0:2) zweimal ohne Torerfolg geblieben waren, vermochten sie gegen Biel vor allem offensiv wieder etwas zu kreieren. Simon Lüthi beendete mit dem 1:0 (11.) die Torflaute von über 130 Minuten. Und auf das zwischenzeitliche 1:1 durch Marc Wieser reagierten die Tigers mit dem neuerlichen Führungstreffer durch einen Ablenker von Etienne Froidevaux (33.).

Das mangelnde Selbstvertrauen, das zuletzt immer wieder zu Tage kam, konnten die Emmentaler aber auch im «kleinen» Berner Derby nicht verbergen. Nach 40 Minuten hätten sie deutlich höher führen müssen als «nur» 2:1. Kurtis McLean, Adrian Gerber und Tyler Ennis scheiterten aber an Reto Berra. Zu einem Vollerfolg reichte es deshalb nicht. Patrick Kane schoss die Bieler, die im letzten Drittel zur Schlussoffensive ansetzten, in der 53. Minute in die Verlängerung. Im Penaltyschiessen traf Kane zwar ebenfalls, er verlor aber das Duell gegen Ennis, weil er im Gegensatz zur Langnauer NHL-Verstärkung (zwei Penaltytore) in drei Anläufen auch zweimal verschoss.

Genfer Lektion für den EVZ

Genève-Servette kam beim EV Zug zu einem deutlichen 6:2-Erfolg. Der NLA-Leader kehrte damit nach zwei Niederlagen zum Siegen zurück. Juray Simek traf für die Gäste doppelt, Teamkollege Kevin Romy war schon zum dritten Mal in dieser Saison in Unterzahl erfolgreich.

Zug wurde in den ersten 15 Minuten von Genève-Servette regelrecht überfahren und kassierte drei Gegentreffer. Als dann Ryan Keller zu Beginn des Mitteldrittels einen Abpraller von EVZ-Keeper Jussi Markkanen zum 4:0 verwertete, war die Partie bereits gelaufen.

Diaz hinterlässt eine Lücke

Beim EVZ traten in Abwesenheit des kranken Rafael Diaz erhebliche defensive Mängel auf. Servette spielte gradlinig und drang mit viel Tempo ins gegnerische Drittel vor. Bestes Beispiel war das 1:0, das Kevin Romy in Unterzahl für die Gäste realisierte. Es war bereits der zehnte Shorthander in der laufenden NLA-Saison für Genève-Servette, das zudem im zweiten Saisonduell bereits drei Unterzahltore gegen den EV Zug realisierte. Für Romy selbst war es der sechste Shorthander in der NLA insgesamt. Die ewige NLA-Rangliste in dieser Rubrik führt Reto von Arx mit sage und schreibe 23 Unterzahltoren an.

Josh Holden erzielte für den EVZ wenigstens das zwischenzeitliche 1:4 (31.) und damit seinen 250. Skorerpunkt für Zug. Auf der Gegenseite konnte sich der Kanadier Alexandre Picard in seinem siebten NLA-Spiel beim Treffer zum 2:0 sein erstes NLA-Tor überhaupt gutschreiben lassen.

ZSC Lions - Kloten 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) n.V.
Hallenstadion. - 8714 Zuschauer. - SR Kämpfer/Kurmann, Kaderli/Wüst.
Tore: 22. Stancescu (Bieber, von Gunten/Ausschluss Seger) 0:1. 36. Monnet (Seger, Geering/Ausschluss Santala) 1:1. 45. Monnet (Daniel Schnyder, Bastl) 2:1. 58. Santala (DuPont) 2:2. 62. (61:52) Tambellini (Ambühl) 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Wick; Hollenstein.
ZSC Lions: Flüeler; Seger, Geering; Maurer, Lashoff; Stoffel, Daniel Schnyder; Baltisberger, Schäppi, Kenins; Ambühl, Dustin Brown, Tambellini; Patrik Bärtschi, Shannon, Wick; Bastl, Trachsler, Monnet; Hächler.
Kloten: Rüeger; DuPont, Blum; von Gunten, Stoop; Nicholas Steiner, Schelling; Bagnoud; Simon Bodenmann, Santala, Hollenstein; Stancescu, Liniger, Bieber; Jenni, Kreps, Sannitz; Herren, Samuel Walser, Neher; Leone.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Kloten ohne Laich, Du Bois, Romano Lemm und Lundberg (alle verletzt). - Timeout Kloten (57.). - Pfostenschuss Seger (13.).

Lugano - Fribourg-Gottéron 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)
Resega. - 4067 Zuschauer - SR Stricker, Espinoza/Kohler.
Tore: 38. Sbisa (Metropolit, Bergeron) 1:0. 43. Brügger (Tristan Vauclair) 1:1. 52. Bykow (Sprunger, Loeffel/Ausschluss Profico) 1:2.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 plus 10 Minuten (Schilt) gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Metropolit; Dubé.
Lugano: Flückiger; Morant, Julien Vauclair; Sbisa, Nodari; Schlumpf, Heikkinen; Ulmer; Murray, Metropolit, Bergeron; Kamber, Steiner, Fazzini; Kostner, McLean, Reuille; Simion, Conne, Profico; Di Pietro.
Fribourg-Gotteron: Conz; Ngoy, Birbaum; Kwiatkowski, Abplanalp; Loeffel, Schilt; Merola, Dubé, Gamache; Mauldin, Desharnais, Knoepfli; Sprunger, Bykov, Plüss; Brügger, Botter, Tristan Vauclair.
Bemerkungen: Lugano ohne Hirschi, Brady Murray, Blatter, Kienzle, Rüfenacht und Domenichelli (alle verletzt), Nummelin (Turku), Gottéron ohne Lukas Gerber und Jeannin (beide verletzt), Hasani (krank), Heins und Rosa (überzählig). - 59:43 Timeout Lugano, ab 58:56 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Biel 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 0:0) n.P.
Ilfis. - 5289 Zuschauer. - SR Koch, Abegglen/Rohrer.
Tore: 11. Simon Lüthi (Kurtis McLean) 1:0. 30. Marc Wieser (Huguenin) 1:1. 33. Froidevaux (Reber, Lukas Haas/Ausschluss Seguin) 2:1. 53. Kane (Pouliot, Marc Wieser) 2:2. - Penaltyschiessen: Ennis -, Seguin -; Leblanc -, Pouliot -; Kurtis McLean -, Kane -; Pelletier -, Micflikier -; Genazzi -, Marc Wieser -; Seguin -, Jacquemet -; Kane 0:1, Ennis 1:1; Kane -, Ennis 2:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 1mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Kurtis McLean; Seguin.
SCL Tigers: Hübl; Genazzi, Simon Lüthi; Philippe Rytz, Reber; Stettler, Lardi; Christian Moser; McLean, Ennis, Pelletier; Jacquemet, Froidevaux, Lukas Haas; Adrian Brunner, Claudio Moggi, Tobias Bucher; Leblanc, Adrian Gerber, Rexha; Sterchi.
Biel: Berra; Grieder, Kparghai; Trutmann, Huguenin; Rouiller, Gossweiler; Gloor; Seguin, Peter, Micflikier; Kane, Pouliot, Tschantré; Ehrensperger, Kellenberger, Marc Wieser; Füglister, Gaëtan Haas, Wetzel; Lauper.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Kim Lindemann, Sandro Moggi, Popovic, Simon Moser und Spurgeon, Biel ohne Spylo, Dominic Meier, Untersander, Wellinger (alle verletzt) und Beaudoin (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Huguenin (40.). Timeout Biel (57:00).

Zug - Genève-Servette 2:6 (0:3, 1:2, 1:1)
Bossard-Arena. - 6226 Zuschauer. - SR Reiber, Bürgi/Kehrli.
Tore: 3. Romy (Couture/Ausschluss Walker!) 0:1. 9. Picard (Gautschi) 0:2. 15. Simek (Gian-Andrea Randegger, Mercier) 0:3. 22. Ryan Keller (Couture, Gautschi) 0:4. 31. Holden (Christen/angezeigte Strafe) 1:4. 36. Fata (Bezina/Ausschluss Fischer; Rivera) 1:5. 46. Simek (Fata) 1:6. 58. Furrer (Chiesa) 2:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Damien Brunner; Couture.
Zug: Markkanen; Helbling, Fischer; Blaser, Furrer; Chiesa, Zubler; Schmuckli; Damien Brunner, Zetterberg, Omark; Martschini, Holden, Fabian Schnyder; Suri, Fabian Sutter, Lindemann; Schneuwly, Christen.
Genève-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Mercier, Gian-Andrea Randegger; Yannick Weber, Gautschi; Eliot Antonietti; Simek, Walker, Fata; Couture, Romy, Ryan Keller; Rivera, Savary, Picard; John Fritsche, Almond, Friedli; Mora.
Bemerkungen: Zug ohne Fabian Lüthi, Lammer, Wozniewski, Zurkirchen, Erni (alle verletzt) und Diaz (krank), Servette ohne Walsky, Roland Gerber und Dan Fritsche (alle verletzt). - 33. Suri verletzt ausgeschieden.

National League A

Datum Spiel Resultat
20.10.14  ZSC - Kloten Flyers 4:1 (0:1,1:0,3:0)
R Mannschaft Sp S U+ U- N G : E P
1. ZSC 16 11 0 2 3 55 : 32 35
2. Davos 14 10 1 1 2 66 : 38 33
3. Lugano 14 7 3 3 1 49 : 36 30
4. Zug 14 7 2 1 4 49 : 33 26
5. Bern 14 7 1 2 4 45 : 39 25
6. Lausanne 15 7 1 0 7 43 : 37 23
7. Genève-Servette 15 4 3 3 5 41 : 51 21
8. Ambri-Piotta 14 2 4 2 6 33 : 43 16

9. Biel 14 3 2 3 6 35 : 50 16
10. Kloten Flyers 14 4 1 1 8 30 : 46 15
11. Rapperswil-Jona Lakers 15 2 1 2 10 35 : 51 10
12. Fribourg-Gottéron 13 1 2 1 9 36 : 61 8

(si)

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