Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Sauber-Team
11. März 2010 17:49; Akt: 11.03.2010 17:53 Print
Das neue Kapitel als heisser Aussenseiter
von Peter Haab - BMW ist weg und Teamchef Peter Sauber im Alter von 66 Jahren wieder am Ruder. Beim Sauber-Team fängt in Bahrain ein neues Kapitel in der Formel-1-Geschichte an. Die Spannung ist gross, denn die Truppe aus Hinwil gilt bei den ersten Saisonrennen als heisser Aussenseiter.

Fährt Sauber der Konkurrenz hinterher oder schafft der Hinwiler Rennstall die eine oder andere Überraschung? (Bild: Keystone)
Peter Sauber ist nicht ganz freiwillig aus dem Ruhestand zurückgekehrt und hat ganz klare Zeichen für den Neuanfang ohne den Automobil-Hersteller BMW gesetzt: Mit Pedro de la Rosa (39) und Kamui Kobayashi (23) sitzen zwei neue Piloten im Cockpit. Zudem wurden die Geschäftsleitung am Standort Hinwil sowie die Teamleitung am Rennplatz neue strukturiert. Das Sauber-Team hatte allen Grund dazu, äusserst optimistisch nach Bahrain zu reisen. Denn die Entwicklung des Fahrzeugs wurde auch nach der Bekanntgabe des BMW-Ausstiegs ohne Unterlass vorangetrieben. Die Testfahrten im Februar verliefen überwiegend positiv. Einige WM-Punkte beim ersten von 19 Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 am 14. März im Königreich Bahrain sind deshalb das Ziel der Hinwiler Truppe.
De la Rosa: «Überholen möglich»
Pedro de la Rosa schaut immer wieder gerne nach Bahrain zurück: «Ich habe gute Erinnerungen an diese Rennstrecke. 2005, als ich im McLaren-Team kurzfristig für einen Stammpiloten einspringen musste, bin ich die schnellste Rennrunde gefahren. 2007 habe ich dort zwei Tage lang getestet. Das Beste an diesem Kurs ist, dass man überholen kann. Es gibt drei lange Geraden, an deren Ende man jeweils sehr hart in Kurven bremsen muss. Es ist allerdings schwer zu sagen, ob diese Strecke unserem Auto liegen wird. Auf jeden Fall wird es sehr interessant, welche Rennstrategien sich entfalten und wie die Teams auf jeweils andere Strategien reagieren.»
Teamkollege Kamui Kobayashi kennt den Kurs in Bahrain ebenfalls gut: «Ich habe in Bahrain 2008 und 2009 die Rennen in der GP2 Asia gewonnen und bin dort 2009 auch einen Formel-1-Test gefahren. Es gefällt mir, dass die Saison auf einer Rennstrecke beginnt, die ich so gut kenne. Der Kurs ist schön, ich mag jede Kurve. Es gibt viele Kurven, vor denen man hart bremsen und gleich wieder beschleunigen muss. Solche ‹Stop-and-Go›-Situationen mag ich, und ich denke, unser Auto kann das auch gut.»
Ein ganz besonders spannendes Rennen
Willy Rampf, Technischer Direktor beim Sauber-Team, fiebert dem Saisonstart genauso gespannt entgegen wie seine beiden Piloten: «Diesmal wird das erste Rennen ganz besonders spannend, weil nur die wenigsten Teams bei den Testfahrten ihr ganzes Potenzial gezeigt haben. Durch das Nachtankverbot sind die Tanks grösser und die Fahrzeuge radikal anders geworden. Es ist Aufgabe der Ingenieure, eine Abstimmung zu finden, die auch bei einem im Vergleich zum Vorjahr um rund 100 Kilogramm höheren Startgewicht eine gute Balance bietet. Auch für die Rennstrategie gibt es ganz neue Anforderungen, die Boxenstopps werden in erster Linie durch die Abnützungsrate der Reifen diktiert.»




























