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Testfahrten abgeschlossen
03. März 2010 16:57; Akt: 03.03.2010 17:37 Print
«Alle Teams liegen sehr nahe beieinander»
Am 14. März startet die neue Formel-1-Saison mit dem GP von Bahrain. 15 Tage hat sich die Konkurrenz in Spanien vorbereitet und die Testfahrten haben gezeigt, dass sich die Spitzenteams in etwa auf Augenhöhe befinden. Die Formel-1-Saison verspricht also Hochspannung - oder etwa doch nicht?
Die Testfahrten zur Vorbereitung sind abgeschlossen, in dieser Woche verschiebt der Formel-1-Tross nach Manama, wo am 14. März mit dem GP von Bahrain die neue Saison beginnt. 15 Tage lang wurde in Valencia und Barcelona getestet: Die Teams tüftelten an der Aerodynamik, probierten neue Teile aus, feilten an der Abstimmung und der Optimierung ihrer Boliden. Derzeit werden die Testresultate intensiv analysiert, denn in 10 Tagen muss alles bereit sein.
«Konkurrenzsituation enger denn je»
Wie die Fans fiebern auch die Teams dem Saisonstart entgegen. Schliesslich weiss man nach den Testfahrten nie, was die anderen zu bieten haben. Der einzige Anhaltspunkt sind die jeweiligen Rundenzeiten. Wie diese jedoch zustande kommen, bleibt im Dunkeln. Ferrari und Red Bull hinterliessen zu Beginn der zweiwöchigen Testphase den stärksten Eindruck, doch die anderen Teams holten schnell auf. «Die Konkurrenzsituation ist enger denn je. So hart wie jetzt war es noch nie», glaubt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Alle Beteiligten erwarten eine sehr spannende Saison.
Die Favoriten-Rolle will aber niemand freiwillig übernehmen. Gegenseitig schieben sich die Teams diese zu. «Die Teams liegen allesamt sehr eng beieinander, Ferrari war aber recht dominant unterwegs», sagt Mercedes-Teamchef Ross Brawn. «Red Bull ist vorne», tönt es aus der nächsten Box. Der Titelkampf ist offen wie lange nicht mehr. Durch das Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher sind in diesem Jahr insgesamt vier Weltmeister im Einsatz. Neben Schumi die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton sowie der Spanier Fernando Alonso bei Ferrari. Hinzu kommen mit Sebastian Vettel, Mark Webber und Felipe Massa drei weitere heisse Titelkandidaten.
Keine Überholmanöver möglich?
So viel Spannung diese Duelle auch versprechen, es könnte dennoch langweilig werden. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hat bei den Testfahrten festgestellt, dass die Fahrzeuggeneration 2010 in Verbindung mit dem Tankverbot kaum Action im Rennen verspricht. «Wer am Start vorne steht, wird nicht zu überholen sein. Weil er vorne das Tempo und damit den Reifenverschleiss bestimmen kann», erklärte der Österreicher gegenüber «Auto, Motor & Sport».
Anlass zu Diskussionen gibt auch das neue Punktesystem. Ab sofort gibt es in der «Königsklasse» 25 anstatt 10 Punkte für einen Sieg. Viele frühere Formel-1-Piloten halten es für falsch, alle drei Jahre die Punkteverteilung zu revidieren. «Ich glaube, es ist ein Witz, dass die Fahrer sich mehr anstrengen sollen, wenn es mehr Punkte gibt. Jeder Fahrer will das Rennen gewinnen», erklärte der Schotte David Coulthard. Nicht die Punkte, sondern die Siege seien für einen Fahrer wichtig.
(pre)




























