Rundumschlag

23. Dezember 2011 21:50; Akt: 23.12.2011 21:50 Print

Ferrari-Boss zweifelt am Sinn der Formel 1Ferrari-Boss zweifelt am Sinn der Formel 1

Eine Weihnachtsfeier mit Misstönen: Ferrari-Präsident Luca Di Montezemolo fordert neue Technikregeln und kritisiert das Red-Bull-Team.

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Ferrari-Boss Luca Di Montezemolo war auch schon glücklicher. (Bild: Keystone)

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Weihnachtsfeiern sind im Normalfall friedliche Angelegenheiten. Beim Formel-1-Rennstall Ferrari sah es dieses Jahr aber etwas anders aus. Präsident Luca Di Montezemolo liess sich zwar wie üblich nicht lumpen, er hatte aber nicht die beste Laune. In seiner Ansprache kritisierte er die Leistungen des eigenen Teams und die technische Vereinheitlichung der Königsklasse. Auch einen Seitenhieb in Richtung Red-Bull-Team konnte sich der 64-Jährige nicht verkneifen.

«Wir waren nicht gut genug. Für 2012 wünsche ich mir und Ferrari ein konkurrenzfähigeres, also siegfähiges Auto», sagt Di Montezemolo. Mit den jetzigen technischen Möglichkeiten ist das für den smarten Italiener aber aussichtslos. «Es muss Schluss sein mit dem radikalen Reduktionstrend und der technischen Gleichschaltung der vergangenen Jahre. Schluss mit den für alle gleichen Motoren und den Getrieben mit Entwicklungsstopp», zitiert ihn die «Berliner Morgenpost». Di Montezemolo will für seine Fahrer und das Team auch wieder Grundlagen schaffen, wie das in anderen grossen Sportarten der Fall ist. «Das Testverbot muss überdacht werden. Die Formel 1 ist der einzige Weltsport, in dem die Sportler nicht ausreichend und angemessen trainieren können.»

Der Groll über die roten Bullen

Di Montezemolo regt sich auch darüber auf, dass die Erfahrungen des italienischen Autoherstellers auf der Rennstrecke nicht richtig umgesetzt werden können. «Es kann nicht sein, dass ein Hersteller wie Ferrari Rennen fährt ohne einen Bezug auf die Technik seiner Serienautos.» Er kritisiert damit auch Red Bull, ohne aber den Formel-1-Überflieger der letzten beiden Saisons beim Namen zu nennen. Der Sport dürfe nicht nur noch ein reines Marketinginstrument für Sponsoren sein, die ein Team besitzen.

Ferrari ist seit sechs Jahrzehnten in der Formel 1. Dass die Rennserie in Zukunft ohne die «Scuderia» aus Maranello stattfinden wird, kann sich Di Montezemolo aber nicht vorstellen. «Ferrari will und kann nicht ohne die Formel 1 sein. Und die Formel 1 nicht ohne Ferrari.» Die anderen Teams suchen jedenfalls einen Konsens für die Zukunft dieses Rennsports, nachdem Ferrari, Red Bull und Sauber kürzlich aus der Teamvereinigung FOTA ausgestiegen sind.

(heg)

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  • Alex R. am 26.12.2011 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Testverbot ist Schwachsinn

    Das Testverbot ist absoluter Quatsch. Somit ist eine Saison bereits zu Beginn entschieden. Wenn ein Team bei der Entwicklung danebengegriffen hat, so kann man dies während der ganzen Saison nicht mehr korrigieren. Die Saison kann man danach abhaken und auf die nächste warten. Ein Vorsprung wie ihn RedBull oder auch Brawn am Anfang der Saison gehabt haben, lässt sich ohne Testfahrten kaum mehr aufholen. Teams, welche bei der Entwicklung etwas riskieren wollen, werden somit überdurchschnittlich belohnt oder bestraft. Dies ist Wettbewerbsverzerrung.

  • Schwyzerman am 25.12.2011 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Alltägliches

    ganz einfach gesagt, Ferrari ist wie immer ein schlechter Verlierer.

    • francesco corbino am 26.12.2011 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      f1 ist kein getränkehandel

      heisse luft!!!warum schlechter verlierer?red bull soll sich bei der FIA bedanken, dass sie den verbotenen diffusor trotz verbot in der letzten saison verwenden konnten - du und alle könnt froh sein, dass solch ein hersteller (autohersteller und nicht getränke) wie ferrari dabei ist!!!forza ferrari!!!

    • Roger am 26.12.2011 20:19 Report Diesen Beitrag melden

      Niemals schlechte Verlierer

      Gut gebrüllt Francesco,bravo.

    einklappen einklappen
  • Roli am 25.12.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche sind erlaubt...

    Naja solange sie mit Samthandschuhen angefasst werden und gewinnen ist alles gut und schön. Verlieren konnten sie ja noch nie ... ist ja alles bekannt .... Geht ja allen gleich .... nur machen es die einen besser als die anderen ;)

Formel 1: GP von Belgien (11/19)

Rang Name Land Team
1 Sebastian Vettel De Red Bull
2 Mark Webber Au Red Bull
3 Jenson Button Gb McLaren
4 Fernando Alonso Sp Ferrari
5 Michael Schumacher De Mercedes
6 Nico Rosberg De Mercedes
7 Adrian Sutil De Force India
8 Felipe Massa Br Ferrari
9 Witali Petrow Rus Lotus-Renault
10 Pastor Maldonado Ven Williams
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