Mark Webbers Jubel-Attacke

13. Juli 2009 13:10; Akt: 13.07.2009 13:57 Print

So schreit der Debüt-SiegerSo schreit der Debüt-Sieger

Wie hört es sich an, wenn man nach 130 Rennen endlich einmal gewinnt? Red-Bull-Pilot Mark Webber liess seiner Freude kurz nach dem Ziel beim GP von Deutschland auf jeden Fall noch im Boliden freien Lauf.

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Mark Webber Sekunden nach dem Sieg. (Quelle: YouTube) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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32 Jahre alt musste Mark Webber werden, um sich GP-Sieger nennen zu dürfen. Seit 2002 wartete der Australier auf diesen Moment. Damals gab er im schwachen Minardi-Team sein Debüt in Melbourne – und raste gleich auf den fünften Rang. Über Jaguar und Williams fand er dann 2007 den Weg zu Red Bull. Dort ist er in dieser Saison einer der Überflieger. Seit Sonntag ist er mit 22,5 Punkten Rückstand auf Leader Button Dritter der WM.

Der Sieg zeichnete sich in den letzten Wochen ab: Zweiter in der Türkei, Zweiter in Silverstone und jetzt stand Webber beim Nürburgring erstmals zuoberst auf dem Treppchen. Noch im Auto freute er sich übers Teamradio überschwänglich. Nach seinem Jubelsturm standen dem Piloten die Tränen zu vorderst. Es war wahrlich eine grosse Erlösung. Seit 1981 wartete Australien auf einen GP-Sieg. «Mark Webber, du bist ein Grand-Prix-Sieger. Das war eine brilliante Fahrt», so das Lob seines Teams.

An der Pressekonferenz wieder gefasst

So klar es am Ende auch war, so sehr musste Webber – der erstmals aus der Pole startete – zittern. Denn schon kurz nach dem Start rammte er Rubens Barrichello und wurde mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Auch diese konnte Sebastian Vettels Teamkollege aber nicht am überragenden Sieg hindern. Wieder etwas gefasster äusserte sich Webber nach dem Rennen an der Pressekonferenz: «Es war für mich sehr, sehr wichtig zu gewinnen, denn nicht viele australische Fahrer sind in die Formel 1 gekommen, und sogar noch weniger waren erfolgreich. Ich hatte eine lange Karriere bereits gehabt, und für mich war es sicherlich etwas sehr, sehr besonderes, ein Rennen zu gewinnen, schliesslich wollte ich bessere Ergebnisse erzielen.» Da war der spontane Jubelschrei-Attacke doch sympathischer.

(fox)

Formel 1: GP von Belgien (11/19)

Rang Name Land Team
1 Sebastian Vettel De Red Bull
2 Mark Webber Au Red Bull
3 Jenson Button Gb McLaren
4 Fernando Alonso Sp Ferrari
5 Michael Schumacher De Mercedes
6 Nico Rosberg De Mercedes
7 Adrian Sutil De Force India
8 Felipe Massa Br Ferrari
9 Witali Petrow Rus Lotus-Renault
10 Pastor Maldonado Ven Williams
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