«Wie es weitergeht, steht in den Sternen»

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FC St. Gallen«Wie es weitergeht, steht in den Sternen»

Die Zukunft des Ostschweizer Super-League-Vereins sieht sehr düster aus. Werden innert zehn Tagen nicht fünf Millionen Franken aufgetrieben, heisst es Lichter löschen.

von
Herbie Egli
St. Gallen

Einen Tag nach dem Nein des St. Galler Stadtparlaments zum Sanierungspaket für den FCSG hat sich Vereinspräsident Michael Hüppi zu Wort gemeldet. Der FC St. Gallen sei «praktisch handlungsunfähig», sagte Hüppi vor den Medien in der AFG-Arena. Der Verein könne keine Verträge mit Spielern verlängern und keine Investitionen tätigen. Zudem habe sich die finanzielle Misere wegen sinkender Zuschauerzahlen noch verschlimmert. «Wie es weitergeht, steht in den Sternen.»

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Neben Hüppi nahm auch Dölf Früh als Vertreter der Geldgeber Stellung. Fünf Millionen Franken seien bis heute gesichert. Namen dieser Investoren wollte er jedoch keine nennen, so lange der FCSG nicht gerettet sei. Denn es braucht weitere fünf Millionen Franken, damit der Spielbetrieb in der Ostschweiz aufrechterhalten werden kann. «In der heutigen Zeit Geldgeber zu finden ist aber schwierig», sagte Früh mit bedrückter Stimme.

Letzte Hoffnung sind die Banken

In den nächsten Tagen werden die Verantwortlichen des FC St. Gallen erneut Gespräche mit den Banken führen. Dabei handelt es sich um die Credit Suisse, St. Galler Kantonalbank, die Raiffeisenbank und die CA Bank. Ob die Finanzinstitute dem ältesten Fussballklub der Schweiz finanziell unter die Arme greifen werden, ist aufgrund der komplexen Situation aber fraglich. Aufgrund der prekären Finanzlage müssen auch die Spieler um ihr Geld zittern. Hüppi sagte dazu, dass die Oktoberlöhne noch bezahlt würden. Alles andere werde man sehen.

In Rückrunde nicht mehr dabei?

Am übernächsten Freitag, dem 5. November, treten die FCSG-Verantwortlichen erneut vor die Medien. Dann wird Präsident Hüppi informieren, ob der FC St. Gallen die Bilanz deponieren muss oder finanziell gerettet ist. Geht es nicht weiter, ist der Ostschweizer Verein in der Rückrunde der Axpo Super League wohl nicht mehr dabei. Ein Neuanfang in der 1. Liga wird dann Realität. Dieses Szenario will man in der Ostschweiz aber immer noch verhindern. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», sagte Hüppi.

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