Pressestimmen

06. September 2009 09:37; Akt: 06.09.2009 10:41 Print

«Das WM-Ticket liegt am Schalter bereit»«Das WM-Ticket liegt am Schalter bereit»

von Monika Brand - Die Schweizer Nati hat mit dem Sieg gegen Griechenland einen grossen Schritt in Richtung WM in Südafrika gemacht. Dem zollt die Schweizer Sonntagspresse Respekt, dennoch fanden die Journalisten nicht nur Positives im Schweizer Spiel.

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«Am Ende spielt keine Rolle mehr, unter welch beschwerlichen, lange verzahnten und zwischen Ohnmacht und Verzweiflung pendelnden Umständen der Erfolg zustande gekommen ist.» (NZZ am Sonntag) «Das passte zu diesem Abend, an dem den grossen Figuren der Schweizer Nationalmannschaft wenig (Frei) oder gar nichts (Nkufo) gelang. Stéphane Grichting ist der Anti-Star.» (SonntagsZeitung) «Uff! Die Schweizer Nati schafft das fast Unmögliche: Sie geht gegen die Griechen mit dem Kopf durch die Wand. Dank den Kopftoren von Grichting und Padalino ist für Hitzfelds-Team nach diesem 2:0-Triumph WM-Land in Sicht.» (Sonntagsblick) «Die Schweiz wurde für ihre Geduld entschädigt und befindet sich nun auf dem richtigen Kurs. Es ist an ihr ihn zu halten!» (Le Matin dimanche) «38 500 Zuschauer feierten am gestrigen Abend einen der wichtigsten und schönsten Erfolge der jüngeren Länderspiel-Geschichte. Einen wunderbaren, einen kapitalen Sieg gegen Tabellenführer Griechenland.» (Sonntag) «Entscheidend geschönt wurde damit auch eine eigentlich bescheidende Vorstellung der Schweizer, die sich lange sehr schwer taten gegen einen biederen, aber gut organisierten Gegner, der von Anfang an auf ein torloses Unentschieden aus war.» (Die Südostschweiz am Sonntag) «Doch dann kam Vonlanthen für Nkufo. Das war in der 82. Minute. Und das war entscheidend.» (Sonntags Zeitung) «Mann hätte denken können, dass der Ausschluss von Vyntra (42. Minute) der nötige Elektroschock sei. Aber die zweite Halbzeit hat dies nicht bestätigt. Schlimmer noch: Ohne Benaglio – der Held des Italien-Spiels lenkte in der 67. Minute einen Schuss von Spyropoulos an die Latte ab – wäre die Schweiz in Rückstand geraten.» (Le Matin dimanche) «Nun hat die Schweiz das Diktat in dieser Ausscheidungsgruppe übernommen. Das WM-Ticket liegt am Schalter bereit. Man darf auf dem Weg dahin einfach nicht über die eigenen Füsse stolpern.» (Sonntag) «Doch das Unheil kam nicht. Stattdessen spielten sich die Einheimischen am Ende doch noch zu zwei Toren und ins Glück und versöhnten sich mit ihrem Publikum. So schnell kann das gehen.» (NZZ am Sonntag) «Zumindest der zweite Rang, der wohl für die Barrage (Play-off gegen einen anderen Gruppenzweiten) reicht, ist in Griffweite. Aber das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld kann jetzt nicht das Risiko der Barrage, sondern nur noch den 1. Platz vor Augen haben, der die direkte WM-Teilnahme bedeutet.» (SonntagsZeitung)

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Die Euphorie in der Sonntagspresse ist nach dem Triumph gegen Griechenland gross. Der «Sonntag» beispielsweise schreibt von einem der «wichtigsten und schönsten Erfolgen der jüngsten Länderspiel-Geschichte.» Die Schweiz habe das «fast Unmögliche» geschafft, steht im «Sonntagsblick.»

Doch auch mit Kritik wird nicht gespart. So schreibt die «Südostschweiz am Sonntag», dass die «eigentlich bescheidene Vorstellung der Schweizer», durch den Sieg «geschönt» wurde. Die «NZZ am Sonntag» spricht gar von Umständen «zwischen Ohnmacht und Verzweiflung». Sie betont aber auch, dass diese am Ende keine Rolle mehr spielten. Die «SonntagsZeitung» berichtet über den «Anti-Star» Grichting, der in die Bresche sprang, weil «den grossen Figuren der Schweizer Nationalmannschaft wenig (Frei) oder gar nichts (Nkufo) gelang.»

Geduld gelobt

«Le Matin dimanche» kritisiert, dass die Schweizer nach dem Ausschluss des Griechen Vyntra in der 42. Minute und dem damit verbundenen «nötigen Elektroschock» (vorerst) keine Reaktion zeigen konnte. «Schlimmer noch: Ohne Benaglio – der Held des Italien-Spiels lenkte in der 67. Minute einen Schuss von Spyropoulos an die Latte ab – wäre die Schweiz in Rückstand geraten.» Trotzdem zieht das Westschweizer Blatt eine positive Bilanz und lobt die Geduld der Eidgenossen: ««Die Schweiz wurde für ihre Geduld entschädigt und befindet sich nun auf dem richtigen Kurs.»

«Nicht über die eigenen Füsse stolpern»

Nach dem wichtigen Sieg und dem Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe 2 stellt die Sonntagspresse aber auch Forderungen an die Schweizer Nati. Zumindest der zweite Rang, der für die Barrage berechtige, sei in Griffweite, schreibt die «SonntagsZeitung». Aber: «Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld kann jetzt nicht das Risiko der Barrage, sondern nur noch den 1. Platz vor Augen haben, der die direkte WM-Teilnahme bedeutet.» Die Schweiz habe nun das Diktat in dieser Ausscheidungsgruppe übernommen und «das WM-Ticket liegt am Schalter bereit», heisst es im «Sonntag», der gleichzeitig den Mahnfinger hebt: «Man darf auf dem Weg dahin einfach nicht über die eigenen Füsse stolpern.»

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Luzern - Zürich 1:1 (1:0)
05.02.12  Basel - Sion 0:0
05.02.12  Grasshoppers - Thun 0:1 (0:1)
05.02.12  Young Boys - Servette 3:1 (3:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 19 11 6 2 38 : 17 39

2. Luzern 19 9 5 5 26 : 16 32
3. Young Boys 19 8 6 5 29 : 18 30

4. Thun 19 7 5 7 22 : 21 26
5. Servette 19 7 3 9 26 : 32 24
6. Zürich 19 6 4 9 27 : 27 22
7. Grasshoppers 19 6 1 12 19 : 37 19
8. Lausanne-Sport 18 3 2 13 16 : 44 11

9. Sion 19 9 5 5 26 : 17 -4 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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