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Pressestimmen
06. September 2009 09:37; Akt: 06.09.2009 10:41 Print
«Das WM-Ticket liegt am Schalter bereit»
von Monika Brand - Die Schweizer Nati hat mit dem Sieg gegen Griechenland einen grossen Schritt in Richtung WM in Südafrika gemacht. Dem zollt die Schweizer Sonntagspresse Respekt, dennoch fanden die Journalisten nicht nur Positives im Schweizer Spiel.
Die Euphorie in der Sonntagspresse ist nach dem Triumph gegen Griechenland gross. Der «Sonntag» beispielsweise schreibt von einem der «wichtigsten und schönsten Erfolgen der jüngsten Länderspiel-Geschichte.» Die Schweiz habe das «fast Unmögliche» geschafft, steht im «Sonntagsblick.»
Doch auch mit Kritik wird nicht gespart. So schreibt die «Südostschweiz am Sonntag», dass die «eigentlich bescheidene Vorstellung der Schweizer», durch den Sieg «geschönt» wurde. Die «NZZ am Sonntag» spricht gar von Umständen «zwischen Ohnmacht und Verzweiflung». Sie betont aber auch, dass diese am Ende keine Rolle mehr spielten. Die «SonntagsZeitung» berichtet über den «Anti-Star» Grichting, der in die Bresche sprang, weil «den grossen Figuren der Schweizer Nationalmannschaft wenig (Frei) oder gar nichts (Nkufo) gelang.»
Geduld gelobt
«Le Matin dimanche» kritisiert, dass die Schweizer nach dem Ausschluss des Griechen Vyntra in der 42. Minute und dem damit verbundenen «nötigen Elektroschock» (vorerst) keine Reaktion zeigen konnte. «Schlimmer noch: Ohne Benaglio – der Held des Italien-Spiels lenkte in der 67. Minute einen Schuss von Spyropoulos an die Latte ab – wäre die Schweiz in Rückstand geraten.» Trotzdem zieht das Westschweizer Blatt eine positive Bilanz und lobt die Geduld der Eidgenossen: ««Die Schweiz wurde für ihre Geduld entschädigt und befindet sich nun auf dem richtigen Kurs.»
«Nicht über die eigenen Füsse stolpern»
Nach dem wichtigen Sieg und dem Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe 2 stellt die Sonntagspresse aber auch Forderungen an die Schweizer Nati. Zumindest der zweite Rang, der für die Barrage berechtige, sei in Griffweite, schreibt die «SonntagsZeitung». Aber: «Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld kann jetzt nicht das Risiko der Barrage, sondern nur noch den 1. Platz vor Augen haben, der die direkte WM-Teilnahme bedeutet.» Die Schweiz habe nun das Diktat in dieser Ausscheidungsgruppe übernommen und «das WM-Ticket liegt am Schalter bereit», heisst es im «Sonntag», der gleichzeitig den Mahnfinger hebt: «Man darf auf dem Weg dahin einfach nicht über die eigenen Füsse stolpern.»



























