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Presseschau
03. Oktober 2011 08:35; Akt: 18.05.2012 14:36 Print
«Das ist beinahe schon wie Krieg»
Es ist das Thema Nummer eins heute: Sämtliche Medien beschäftigen sich mit den Krawallen am Zürcher Derby. Viele haben sie kommen sehen, mit dem Spiel-Abbruch sind aber nicht alle einverstanden.
Die «Schande von Zürich» ist in aller Munde. Selbst deutsche und österreichische Nachrichtenportale berichten über die gestrigen Ausschreitungen im Letzigrund am 226. Zürcher Derby und zeigen die Bilder, die keiner je sehen wollte.
Am Morgen des 3. Oktobers 2011 gibt es nur ein Thema in der Schweizer Medienlandschaft: Die «Schande von Zürich».
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Eklat am Zürcher Derby
In den Schweizer Medien dreht sich am Tag nach den Krawallen alles um die Frage: «Wie weiter im Schweizer Fussball?» Dass es so nicht weitergehen kann, darin sind alle Kommentatoren einhellig einer Meinung. Klare Worte findet beispielsweise die «Aargauer Zeitung»: «Es darf ganz einfach nicht sein, dass sich mitten auf der Gegentribüne Hooligans wüste Kämpfe liefern, friedliche Matchbesucher gefährden, Kinder traumatisieren und Petarden in den gegnerischen Fanblock geworfen werden. Das ist beinahe schon wie Krieg.» Die Randale hätten «inszeniert» gewirkt, schreibt die AZ. Absprachen zwischen verfeindeten Fangruppierungen per SMS seien nichts Neues.
Der «Blick» hat es schon immer gewusst: «Ist jemand überrascht, dass Familienväter mit weinenden Kindern aus dem Stadion flüchten und um ihr Leben fürchten? Ist jemand überrascht,dass Sportreporter zu Kriegsreportern werden? Nein.» Die «Schande von Zürich» habe ihre Logik. Seit Jahren habe sich so etwas abgezeichnet. Das Problem liege darin, dass sich alle Beteiligten den Schwarzen Peter immer wieder gegenseitig zuschieben würden. Die Forderung des «Blick»-Kommentators ist klar: «Wenn die Vereine die Sicherheit der Fans im Stadion nicht gewährleisten können, dann müssen wir den Ligabetrieb einstellen.» Zudem fordert er Nulltoleranz, drakonische Strafen und Schnellgerichte, wie St. Gallen sie bereits kennt.
«Was geht in diesen Köpfen ab? - Gar nichts»
Für das «Bündner Tagblatt» sind gegenseitige Schuldzuweisungen untragbar: «Wer jetzt wirklich ernsthaft darüber diskutieren möchte, wer mit der Randale begonnen oder wer wen provoziert haben könnte, gibt sich der Lächerlichkeit preis. Die Schande von Zürich bleibt die Schande von Zürich. Punktum.» Die Zeitung betont aber auch, dass es nur einige wenige Chaoten gewesen seien, die wüteten: «Sie waren in der Minderheit. Und dennoch zu viele.» Den wahren Fussballfans sei gestern etwas genommen worden, was nicht mehr zurückgegeben werden könne.
Der «Tages-Anzeiger» vergleicht die Bilder mit der Situation, als Basler im Mai bei einem Spiel randalierten – ebenfalls im Letzigrund. Und rechnet mit dem wütenden Mob ab: «FCZ-Sportchef Fredy Bickel fragte sich, gezeichnet von den Ereignissen im Letzigrund: ‹Was geht in diesen Köpfen ab?› Die Antwort ist einfach: gar nichts.» Der Kommentator will nichts verharmlosen, schreibt, dass man eben nicht sagen dürfe, es seien wieder nur ein paar Wenige, die einen ganzen Anlass zerstörten: «Das tönt so verharmlosend: nur ein paar. Es waren eben viele, die sich auf erschreckende Art gewaltbereit zeigten. Und wer, wie es gestern einer tat, in aller Ruhe, unbedrängt und gezielt zwei brennende Leuchtpetarden in eine Menschenmasse wirft, nimmt alles in Kauf: auch schwerste Verletzungen.»
War der Spielabbruch die richtige Entscheidung?
Ob der Entscheid von Schiedsrichter Sascha Kever, die Partie nach dem Beginn der Ausschreitungen abzubrechen, der richtige Entscheid war, darüber scheiden sich die Geister. Für den «Tages-Anzeiger» war es die einzig richtige Reaktion: «Er hat damit nicht nur die Spieler geschützt, er hat vor allem auch die vielen Zuschauer geschützt, die einfach gekommen waren, um sich ein Spiel anzuschauen, Väter, Mütter, Kinder.»
Für die «Aargauer Zeitung» hingegen war der Entscheid falsch. Schiedsrichter Kever habe richtig gehandelt, das Spiel zu unterbrechen und die Mannschaften vorerst in die Kabinen zu schicken. Dass er danach aber das Spiel so schnell ganz abgebrochen habe, versteht der Kommentator nicht. Einerseits habe sich die Situation im Stadion bis zu diesem Zeitpunkt schon wieder beruhigt. Andererseits habe er damit einen Präzedenzfall geschaffen. Damit wüssten die «Fans» jetzt, wie ein Spielabbruch einfach zu erzwingen sei. «Es ist auch deshalb ein schlechter Entscheid, weil sich die zivilisierte Gesellschaft nicht einer asozialen Minderheit beugen sollte – solange dies zu verantworten ist», so die AZ weiter. Zudem hätte Kever es den Präsidenten der beiden Fussballclubs ermöglichen müssen, auf die Fankurven einzuwirken und mit Megafonen vor sie hinzustehen.
(jam)
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Alle 724 Kommentare































Unterschiede!!
Hi... etwas muss man klar machen: es gibt die normalen Fans, dann gibts die Hooligans, das sind die die sich nach dem Spiel treffen und sich verprügeln (ohne Waffen), dann gibts die Ultras das sind die mit den Fahnen und Pyros aber die würden nie eine Pyro schiessen und zum Schluss gibts noch dei Krawallmacher die intressiert Fussball gar nichts, die werfen Pyros, prügeln im Stadion, provozieren u.s.w.
ID-PFLICHT..!
hallo... Was hier in der Schweiz als Idee gesehn wird ist in Italien schon pflicht! Ich bin Juve-Fan und war vor ne woche Juve-Milan schauen und für das musste ich mein Pass-Daten od ID abgeben nur so krigst ein Ticket und es steht auch dort draf dein Name! egal od fan oder nicht jeder muss seine daten abgeben nur so kommst rein.. Und Fahnen gehören zum Spiel..!
Italien
Musst gerade nichts sagen : in italien fliegen Pyros nur so rum
Information
bitte unterscheidet Hooligans und Ultras. Ihr schreibt alle so viele kommentare ohne zu wissen was da überhaupt los war. Die Fackel/Petarde die der junge Mann schoss wird nur ein paar hundert grad heiss und nicht tausende..wenn ihr was zu melden habt, dan geht euch zuerst bitte richtig informieren. als hier eine aufe grosse klappe machen!