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Vladimir Petkovic
04. August 2010 07:00; Akt: 04.08.2010 14:19 Print
«Der Kopf ist ein delikater Körperteil»
von Peter Berger, Türkei - Vladimir Petkovic (46) ist nach dem schlechten Saisonstart mit YB in die Kritik geraten. Jetzt hofft der Trainer auf eine rasche Wende – schon am Mittwoch gegen Fenerbahçe.
Vladimir Petkovic, erstmals in Ihrer Trainerkarriere wächst die Ungeduld gegenüber Ihrer Person.
Vladimir Petkovic: Kritik ist normal. Einige scheinen nur darauf gewartet zu haben, dass es nicht gut läuft.
Die Systemfrage nervt Vladimir Petkovic: «Ich ignoriere mittlerweile Meinungen von inkompetenten Leuten.» (Keystone)
Wie reagieren Sie auf die neue Situation?
Ich pflege meine inneren Gefühle und bleibe gegen aussen ruhig. Zudem ist wichtig, dass ich – wie auch die Spieler – das Glas weiterhin als halb voll und nicht als halb leer betrachte.
Nagt die ständige Systemfrage der Dreier- oder Vierer-Abwehr an Ihnen?
Die Systemfrage ist eine dumme Diskussion. Ich ignoriere mittlerweile Meinungen von inkompetenten Leuten.
Sie scheinen sehr gekränkt ...
Nein. Ich musste schon als Spieler und jetzt auch als Trainer immer 50 Prozent mehr leisten als andere, damit meine Leistung anerkannt wurde. Das ist einfach so – warum, weiss ich nicht. Ich orientiere mich daran, dass ich in nicht einmal zwei Jahren 150 Punkte geholt habe. Für einen Trainer ist letztlich die Mathematik entscheidend.
Die Resultate stimmen derzeit jedoch nicht.
Wir sind in einen negativen Trend geraten. Es ist aber nicht so, dass nichts stimmt. Jetzt brauchen wir gegen Fenerbahçe ein perfektes Spiel, dann können wir diesen Lauf auch in die Meisterschaft mitnehmen.
Das Team scheint das verpatzte Saisonfinale im Frühling noch nicht verarbeitet zu haben.
Das ist ein entscheidender Punkt. Einige Spieler haben das effektiv noch nicht zu hundert Prozent verdaut. Dazu kommt nun die Polemik. Das ist gefährlich für die mentale Verfassung. Denn der Kopf ist ein delikater Körperteil. Das einzige Rezept ist ein Sieg.


























