Rassismus gegen Balo

12. Februar 2013 10:25; Akt: 12.02.2013 14:32 Print

«Es gibt keine schwarzen Italiener»

Man musste es leider fast erwarten, jetzt ist es eingetroffen: Mario Balotelli erntet Schmährufe von Inter-Fans – obwohl er gar nicht im Stadion ist. Trotz Busse gegen den Verein dürfte es bald noch schlimmer werden.

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Balotellis erste Einsätze mit Milan.

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Inter Mailand bestritt am Sonntagabend das letzte Spiel der 24. Runde der Serie A gegen Chievo Verona. Inter siegte im heimischen Giuseppe Meazza standesgemäss 3:1. So weit, so schön. Doch leider können es einige Inter-Anhänger aus der Curva Nord nicht lassen: «Es gibt keine schwarzen Italiener», johlen sie. Gedacht sind die Schmährufe für Mario Balotelli.

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Dieser spielt bekanntlich seit Januar bei Stadtrivale Milan. Dort hat der 22-Jährige wie eine Bombe eingeschlagen und drei Tore in zwei Partien erzielt. Von 2006 bis 2010 stürmte Balotelli für Inter. Erst im Nachwuchs, dann bei den Profis. Schon damals war er gut, schon damals musste er sich rassistische Gesänge oder Bananen-Würfe gefallen lassen. «Fans» sollen auch einmal sein Auto sabotiert haben. Selbst bei seinem Nationalmannschafts-Debüt im November 2010 gegen die Elfenbeinküste schafften es einige Unverbesserliche ins Stadion.

Die Angst vor dem Derby

Gemäss der «Gazzetta dello Sport» hat der Verband reagiert und Inter mit 15'000 Euro Busse belegt. Präsident Massimo Moratti erklärte am Montag, als er auf die Vorfälle angesprochen wurde: «Man hat es mir gesagt, weil ich nicht genau verstanden hatte, was sie gerufen haben. Es tut mir sehr leid, und ich hoffe wirklich, dass das nicht während des Derbys passiert.» Dieses Derby findet am 24. Februar statt. Man muss davon ausgehen, dass es ein sehr emotionsgeladenes Spiel wird – und das nicht wirklich, weil sich die beiden Rivalen um Rang 3 und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League streiten.

Balotelli musste sich vor Kurzem schon eine rassistische Bemerkung von Paolo Berlusconi, dem jüngeren Bruder von Klub-Chef Silvio anhören. Dieser sagte bei einem Politiker-Treffern über den 22-Jährigen: «Jetzt lasst uns gehen und dem Negerlein zuschauen.» Ob die rassistischen Bemerkungen gegen das Enfant Terrible je aufhören, muss bezweifelt werden. Vielleicht hilft ein möglicher WM-Titel 2014. Dann könnte Balotelli an der Seite von Stephan El Schaarway für die Azzurri stürmen. Balo sagte schon 2010: «Italien ist schon längst ein multiethnisches Land, vielleicht haben es einige noch nicht gemerkt.»

(fox)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • David Lopez am 12.02.2013 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Em 2012

    4:0 España !!!

  • Interista Dall 1990 am 12.02.2013 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverdient 

    Balotelli verdient es nicht ein fussballprofi zu sein! Jemand der ein talent so verschwendet mit all seinen dummheiten die er gebot hat und bieten wird!

  • Milanfan am 12.02.2013 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zzz

    Warum gibt es solche Menschen? Was bringt ihnen das? Nur weil Balotelli sich für den einzigen und richtigen Verein entschieden hat?! Das muss man doch akzeptieren können! Hoffentlich schiesst Balo Inter im Alleingang ab! Forza Milan e Balo per sempre!!

  • Hamilton Doug am 12.02.2013 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Rückständig

    Italien scheint ja ziemlich rückständig zu sein ... aber was soll man erwarten von einem Land dass noch den Invasoren von Aethiopien mit nachfolgendem Genozid als Helden huldigt...

  • gianluca di marino am 12.02.2013 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Italien ist nichts

    Ohne Balotelli wärt ihr Italiener nicht weit gekommen also würde ich mal ganz schnell ruhig sein! Damals war er noch euer Held. Er ist der Beste Italiener ohne ihn, habt ihr keinen guten Fussballer. Tut mir leid.