Urs Meier

03. Dezember 2012 08:48; Akt: 03.12.2012 11:08 Print

«Für null Punkte kann man nicht gratulieren»

von Eva Tedesco - 18 Spiele, 17 Punkte und nur 6 Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Servette. Der FCZ muss sein Saisonziel in der Winterpause neu formulieren und das heisst: Ligaerhalt.

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FCZ-Interimstrainer Urs Meier nach dem Derby gegen GC. Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Innerhalb weniger Tage war beim FCZ nichts mehr, wie es vorher war: Vor einer Woche wurde Trainer Rolf Fringer entlassen, am Mittwoch gab Sportchef Fredy Bickel seinen Wechsel zu YB bekannt und Hans Ziegler trat aus dem Verwaltungsrat zurück, nachdem bereits vor zwei Wochen mit Gregor Greber ein anderer Verwaltungsrat den Bettel hingeworfen und den VR verlassen hatte. Am Freitag folgte (vorerst) das letzte Communiqué, in dem der FCZ bekannt gab, dass Ernst Graf den Verein Ende Saison verlassen wird. Der Nachwuchschef wechselt wohl zum FC St. Gallen.

Es war gar viel, was die Mannschaft vor dem 230. Derby an Nebengeräuschen zu verdauen hatte. Zusätzlich zu dem, dass sie in der Meisterschaft kontinuierlich im Sinkflug war. Die Vorzeichen für das letzte Vorrundenspiel, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen GC, standen schlecht. Sehr schlecht sogar. Doch die Mannschaft überraschte und verlangte dem Leader der Super League viel ab – auch wenn sich der Einsatz nicht beim Resultat niederschlug.

Der FCZ muss um den Ligaerhalt kämpfen

«Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel nicht gratuliert», sagt FCZ-Interimstrainer Urs Meier nach der 0:1-Niederlage im Derby, «denn für null Punkte kann man nicht gratulieren. Aber ich habe ihr gesagt, dass ich Respekt habe, wie sie nach den vielen Sachen, die in den letzten Wochen passiert sind, den Schalter umgelegt und für ein gutes Spiel gesorgt hat. Immerhin haben wir gegen den Wintermeister und Leader gespielt und ihm alles abverlangt.»

Die Niederlage konnte der FCZ aber nicht abwenden und überwintert mit nur vier Siegen und neun Niederlagen auf dem zweitletzten Tabellenplatz und muss in der Rückrunde um den Ligaerhalt kämpfen, zumal die Differenz zum Schlusslicht Servette lediglich sechs Punkte beträgt. Aber mit welchem Trainer? Wer bereitet die Mannschaft auf die Rückrunde vor?

Spiel des Jahres gegen Köniz

Meier: «Ich bin als Trainer ad interim da. Um wichtige Entscheidungen zu treffen, sind andere gefordert. Wenn ich gefragt werde, und davon gehe ich aus, werde ich meine Empfehlungen und Ideen kundtun. Aber für einen Neuanfang muss der Gesamtverein erst an einem Strick ziehen. Ich muss mich nur auf die Mannschaft und das nächste Spiel gegen Köniz im Cup konzentrieren. Das Spiel des Jahres und das wird nicht einfacher, als das Derby gegen GC war.»

Es sei eine schwierige Woche gewesen für Meier und er habe nicht viel geschlafen, seit er am Mittwoch die erste Mannschaft übernommen hat. Er habe auf eine total verunsicherte Mannschaft getroffen. «Aber sie muss wissen, dass man sich im Leben alles verdienen muss und noch mehr machen und geben muss, wenn man Erfolg haben will. Kommt der Erfolg aber, dann kommt auch das Glück, dass man oben hat und den Unterschied zwischen oben und unten ausmacht.» Das in die Köpfe der Spieler zu bringen, koste viel Energie. Das sei auch schon im März 2012 so gewesen, als er Urs Fischer ersetzt habe.

Richtige Antwort in die richtige Richtung

«Es braucht eine gesunde Hierarchie und eine gesunde Mischung, nur dann kann eine Mannschaft bestehen. Ein Trainer kann schon erzählen und reden, aber umsetzen müssen es die Spieler und das geht nur, wenn sie intern funktioniert. Die Mannschaft muss sich langsam einig werden und Verantwortung übernehmen für das, was sie mit den Resultaten verursacht hat. Aber ich glaube, dass sie mit dem Derby die richtige Antwort in die richtige Richtung gegeben hat.»
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Captain Mathieu Beda hofft, dass im Jahr 2013 alles besser wird. (Video: 20 Minuten Online)

Super League

Datum Spiel Resultat
16.04.14  Grasshoppers - Thun 0:5 (0:4)
16.04.14  Aarau - Luzern 1:2 (1:1)
16.04.14  Basel - Zürich 4:2 (1:0)
17.04.14  Young Boys - Sion 0:0
17.04.14  St. Gallen - Lausanne-Sport 0:0
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 30 15 14 1 55 : 26 59
2. Grasshoppers 30 16 7 7 54 : 34 55

3. Young Boys 30 13 7 10 48 : 42 46
4. Luzern 30 13 6 11 38 : 41 45

5. Thun 30 11 9 10 48 : 41 42
6. Zürich 30 12 6 12 43 : 44 42
7. St. Gallen 30 10 11 9 33 : 34 41
8. Aarau 30 10 4 16 43 : 61 34
9. Sion 30 7 7 16 28 : 41 28

10. Lausanne-Sport 30 6 3 21 30 : 56 21

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 1893 am 03.12.2012 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chalenge league

    alls der FCZ noch i der nati B war ,waren auch alle zufrieden ,waren die besten Matchs im alten Joggeli gegen den jetzigen Liga Krösus ;-) die Welt geht mit einem abstieg nicht unter ,aber die Modefans verschwinden .

    • unchardet lands am 03.12.2012 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau so

      Super, sehe ich als Laie auch so.

    einklappen einklappen
  • I. Ronie am 03.12.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mittagsmenu

    Der Begriff "Züri gschnätzletts" bekommt eine ganz neue Bedeutung ;-)

  • Bin Enttäuscht am 03.12.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ligaerhalt wird schwierig

    So wie ich das als aussenstehender in den letzten Tagen mitbekommen habe, wird es ganz schwierig für den FCZ. Man wird auch das Gefühl nicht los, dass sogar die eigenen Suporter aufgegeben haben. Einfach schade, was wieder an Pyros im Letzigrund abgebrannt wurde. Lernt doch einfach aus den Fehlern der Vergangenheit: Das könnte Punkteabzüge geben! Oder Geldstrafen schaden dem Club ja auch... Vielleicht sollten diese Ultras ja noch mehr die Trainingseinheiten stören. Bringt sicher viel.

  • Evelyne am 03.12.2012 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

    Tragisch an der Situation des FCZ ist, das Versagen der Führungsebene. Man wirtschaftet den Club herunter und dann macht man sich aus dem Staub und hinterlässt ein Trümmerfeld.....! Beste Grüsse an Herrn Bickel....

  • Sarah am 03.12.2012 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Hochmut kommt vor dem Fall

    Jetzt kommen wieder all diese arrgoanten Kommentare der GC Fans. Als wir Vizemeister waren,hatten wir es nicht nötig jedes mal solche arroganten Kommentare ins Web zu schreiben. Abgerechnet wird am Schluss,Basel hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und so arrogant wie sich GC aufspielt gönn ichs noch eher den Baslern. Nemmt euch ein Beispiel an euem Trainer.