Raúl Bobadilla

09. Januar 2013 17:02; Akt: 09.01.2013 17:14 Print

«Ich bin kein schwieriger Spieler»

von Eva Tedesco - Basels Winter-Toptransfer ist wegen seiner Spielsperre aus YB-Zeiten noch vier Spiele nicht verfügbar, dennoch ist Raúl Bobadilla derzeit das Hauptgesprächsthema am Rheinknie.

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Über die Qualität des Offensivspielers muss man kein Wort verlieren. Die Wahl zuletzt ins Europa-League-Team der Runde und 21 Tore in 35 Partien für die Young Boys sagen genug aus. Dem gegenüber stehen aber die Disziplinlosigkeiten und Ausraster des Argentiniers, die ihm in der laufenden Meisterschaft bereits mehrere Sperren eingebracht haben. Droht dem FCB mit dem Gaucho Zoff oder kann Murat Yakin den begnadeten Torjäger zähmen? Bobadilla gab sich beim neujährlichen Medienapéro im St.-Jakob-Park einsichtig und will aus seinen Fehlern lernen.

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Wird sich Raúl Bobadilla beim FC Basel durchsetzen?
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Raúl Bobadilla, die Konkurrenz mit Marco Streller und Alex Frei ist riesig. Wie gehen Sie mit der Situation um?
Raúl Bobadilla: Ich bin mir der Situation bewusst und weiss, dass ich viel arbeiten muss, um den Erwartungen gerecht zu werden, aber auch, um mich zu verbessern. Gerade dafür habe ich aber mit der starken Konkurrenz die besten Voraussetzungen. Spieler wie Marco und Alex werden auch mich einen Schritt weiterbringen. Ich empfinde diese Konkurrenz positiv.

Sie sind noch vier Spiele in der Liga gesperrt und für die Europa League nicht mehr spielberechtigt. Die Konkurrenz wird schon Spielrhythmus haben, ehe Sie eingreifen können. Ist das ein Problem?
Natürlich will ich spielen und es gefällt mir nicht, wenn ich zuschauen muss oder nicht regelmässig spielen kann. Am Ende zählt nur die Mannschaft. Jene Spieler, die zum Einsatz kommen, müssen alles geben. Für mich ist es wichtig, in bestmögliche Form zu kommen und wenn es dann so weit ist, dass ich spiele, diese Leistung abzurufen.

Und auch Ihr Temperament in den Griff zu kriegen?
Ich bin ein Spieler, der immer gewinnen will. Ich weiss, dass ich viel Temperament habe, manchmal zu viel. Ich will immer hundert Prozent geben und dabei verliere ich manchmal den Kopf. Ich habe Fehler gemacht, aber man kann Fehler machen, nur muss man aus diesen lernen. Und das habe ich mir fest vorgenommen. Ich muss lernen cool zu bleiben. Aber ich bin kein schwieriger Spieler, wie immer gesagt wird, und es muss auch nicht immer nach meinem Kopf gehen. Aber ich bin ein Kämpfer.

Sie haben eine turbulente Woche hinter sich. Direkt nach Ihrer Ankunft aus den Ferien in der Heimat ging es für fünf Tage mit dem FCB nach Davos. Wie geht es weiter?
Es war wirklich ziemlich hektisch, aber ich bin dennoch sehr glücklich. Ich bin beim FCB sehr gut aufgenommen worden. Verein, Trainer und Staff sind ganz toll. Stadt und Region kenne ich ja aus meiner Zeit bei Concordia. Ich möchte nun möglichst schnell ein Haus finden, damit wir den Umzug nach Basel planen können.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hannes Estermann am 10.01.2013 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    J.W.Goethe sagte das einzig Richtige ...

    Die Botschaft (betreffend; Charakter)hör ich wohl, allein,mir fehlt der Glaube!

  • dirk am 10.01.2013 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    keine Besserung

    es ist ja nicht so, dass er erst bei YB negativ aufgefallen ist, auch in Gladbach ist er von einem Fettnaepfchen zum naechsten gelangt. Kann mir nicht vorstellen, dass er das noch mal in den Griff bekommt.

  • D. H. am 10.01.2013 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dom

    YB ist dich kein direkter Konkurrent von Basel. Der FCB spielt um den 1 Rang mit, nicht um den 5ten...

  • Kevin Maher am 10.01.2013 01:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt schon

    Vergesst nicht es gab immer fussballrüpel, die irgendwann gelernt haben ohne skandale auszukommen. Bsp kevin prince boateng mach 2010 hat praktisch jeder ihn verflucht, gehasst und zum teufel jagen wollen, weil er undiszipliniert ist. Nun ist er bei der ac milan und hat sich zum leistungsträger entwicklet ohne skandale zu betreiben. Bei raul denke ich wird es ähnlich sein. Er wird vielleicht ein bis zwei ausraster haben ( wenn überhaupt ) dann bekommt er die waffe an die brust mit den worten noch einmal und du gehst. Fcb kann sich sowas erlauben, yb nicht zu gut war er für sie.

    • Paulo am 10.01.2013 12:28 Report Diesen Beitrag melden

      Wunschdenken

      ja ja, reines Wunschdenken ! Hört mal auf zu Denken, eurer FCB sein das Gelbe vom Ei. Ihr seid nichts anderes als ein gewöhnlicher Superleague-Verein, nichts mehr und nichts weniger. Und Boba wird auch beim FCB seinen Charakter nicht verändern.

    einklappen einklappen
  • uncharted lands am 09.01.2013 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    uncharted

    Man verschrie schon viele Spieler: Abraham wurde anfangs als Nulltransfer bezeichnet, Costanzo als Fliegenfänger, Atouba als Hampelmann.... schlussendlich fanden sie alle zu einer guten Form und integrierten sich. Boba weiss, dass er bei Aussetzern in Basel schneller auf der Bank sitzt, als er reklamieren kann - MY intressiert keinen Marktwert und keine Transfersumme, die Leistung muss stimmen.