Nassim Ben Khalifa

14. November 2012 16:13; Akt: 14.11.2012 16:13 Print

«Ich werde immer jubeln!»

von Eva Tedesco, Sousse - Im Testspiel gegen Tunesien werden viele Augen auf einen Schweizer gerichtet sein: Nassim Ben Khalifa. Für den GC-Stürmer ist es die Rückkehr in die Heimat seiner Eltern.

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Nassim Ben Khalifa kehrt in das Land seiner Eltern zurück. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Heute Mittwoch testet die Schweizer Fussball-Nati im letzten Länderspiel des Jahres auswärts gegen Tunesien (ab 18.15 Uhr im Liveticker). Für einen Spieler ist diese Partie etwas ganz Besonderes: «Ich freue mich sehr auf dieses Spiel, schliesslich bin ich hier fast zuhause», sagt GC-Stürmer Nassim Ben Khalifa. «Ich sehe der Sache sehr entspannt entgegen.»

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Gewinnt die Schweizer Fussballnati auswärts in Tunesien?
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Viele tunesische und auch Schweizer Medienschaffende interessieren sich für den Tunesier in den Reihen der Schweizer Nationalmannschaft. Geduldig und intelligent dribbelt sich der ehemalige Wolfsburg-Stürmer an der Pressekonferenz im Teamhotel der Schweizer durch den Fragenparcours. Seine Antworten sind klar und loyal.

«Gleich viel Schweizer wie Tunesier»

«Meine Eltern stammen aus der Umgebung von Sousse. Aus Zeramdin, das ist rund 20 Kilometer von hier entfernt. Viele meiner Verwandten leben noch in der Region und hier habe ich auch die Liebe zum Fussball entdeckt. In Tunesien ist Fussball Sportart Nummer 1. Wir haben auf der Strasse und am Strand gekickt und ich bin regelmässig ins Stadion gefahren, um mir Spiele von Etoile Sportif Du Sahel anzuschauen.»

Der Angreifer kehrt zwei- bis dreimal im Jahr ins Land seiner Eltern zurück, um hier Ferien zu verbringen. Er liebt das warme Klima, die Mentalität der Menschen und die Nähe zum Meer. Dennoch will Ben Khalifa, der 1992 in der Schweiz geboren worden ist, festhalten, dass er sich als Schweizer-Tunesier bezeichnet. «Ich bin gleich viel Schweizer wie Tunesier und habe nicht mehr vom einen oder anderen in mir. Wenn ich zum Einsatz komme, ist es trotz der besonderen Umstände nur ein Fussballspiel für mich, wie jedes andere. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben. Das ist doch normal.»

«Die Leute respektieren mich»

Ben Khalifa befürchtet keine Pfiffe, wenn er gegen jene Nationalmannschaft antreten muss, für die er auch hätte spielen können. «Die Leute respektieren meinen Entscheid. Wenn immer ich mit Tunesiern in der Schweiz spreche, signalisieren sie mir, dass sie stolz auf mich sind. Die Schweiz hat mir die Chance eröffnet, mit der U17 Weltmeister zu werden, hat mich ausgebildet und geformt. Deshalb war das für mich eine Sache der Loyalität, auch weiter für die Schweiz zu spielen.»

Und auch Tore zu schiessen. Wird er wie Mario Gavranovic in Kroatien aus Respekt vor dem Heimatland der Eltern auf einen möglichen Torjubel verzichten? «Ich habe immer gesagt, dass der Torjubel ein Ausdruck der Freude ist. Es ist immer etwas Besonderes. Und deshalb gilt für mich, egal, gegen welchen Gegner es geht, Japan, Tunesien oder was weiss ich wer, ich werde immer jubeln. Das ist doch nur normal.»

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Die neusten Leser-Kommentare

  • L Bürki am 14.11.2012 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo!!! Davon könnten sich ein paar andere spieler eine scheibe ab schneiden... Z bsp xhaka der 100 % chancen versiebt nur weil der gegner albanien heisst... Ich finde es viel besser wenn ein Spieler sagt ich fühle mich mehr als albaner und dann auch dort spielt... Alle spieler in der nati sollten stolz sein für die schweiz zu spielen...

  • Duego am 14.11.2012 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Finde ich super Einstellung, aber trotzdem sollte die Schweiz endlich aufwachen.

  • Joel am 14.11.2012 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mag ich

    Sowas finde ich super, kannte ihn vorher zwar noch nicht, aber dieser erste Eindruck ist überwältigend. Vielen dank!

  • Trickserablehner am 14.11.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Er spielt sowieso nicht

    Es gibt doch überhaupt kein Problem, denn er wurde nur aufgeboten um die GC-Fans zu beruhigen, genau wie letztes Mal Mathys bei den St. Gallern. Der hat dann prompt auch nicht gespielt. Das ist halt eine "elegante" Art um die Fans nicht zu verstimmen (ausser man durchschaut den Trick).

  • Alexa Baumann am 14.11.2012 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Stolz

    Super auf solche Spieler können wir Stolz sein.