FCB-Captain Streller

23. Mai 2012 00:22; Akt: 24.05.2012 11:07 Print

«Mir hat es fast das Herz zerrissen»

von Eva Tedesco - Es war ein emotionaler Abend im Joggeli, denn für viele war es wohl der letzte im Trikot des FCB. Die Freude über den 15. Meistertitel ging im Abschiedsschmerz fast unter.

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Der FCB stand seit 29. April als Meister fest. Am 23. Mai erfolgte auch die Übergabe.

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Gestandene Spieler. Harte Hunde, die es gewohnt sind zu gewinnen, waren plötzlich butterweich. Alex Frei und Marco Streller hatten Tränen in den Augen, als sie ihren Teamkollegen und Freund Beni Huggel zum Abschied umarmten. «Ich habe versucht, den Abschied von Beni so weit wie möglich hinauszuschieben. Aber mir hat es fast das Herz zerrissen und dann habe ich halt den Tränen freien Lauf gelassen», sagt Streller nach dem Spiel. «Es war unheimlich schön und sehr emotional, so verabschiedet zu werden», gibt Huggel zu. Den Pokal hielt Huggel fest im Arm. Sein Lohn für harte Arbeit eine ganze Saison lang und für eine wunderbare Karriere, die er mit dem Meister-Triple abschliesst.

Am 29. April stand das Titel-Triple für den FC Basel fest. Auf das Sahnehäubchen der vorzeitigen Titelsicherung folgte am Mittwochabend nach dem Spiel gegen YB endlich die Übergabe des «Chübels», gefüllt mit Schampus. Da kratzte auch die 1:2-Niederlage der Bebbi gegen die Berner keinen mehr. Um 22.24 Uhr war es soweit: Liga-Präsident Heinrich Schifferle übergab den Pokal an FCB-Captain Marco Streller. «Die ganze Region freut sich mit uns. Das kann man nicht verstehen, es sei denn man ist von Geburt an von Rotblau infiziert. Ich bin so wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft und geehrt, dass ich sie jeweils auf den Platz führen darf.» Die Emotionen und die Rührung standen dem Basler ins Gesicht geschrieben. Und damit war «Pippi» wohl nicht alleine.

Es war ein sehr emotionaler Abend im Joggeli. Für sieben Spieler ist die Ära beim FCB mit dem Ende der Saison 2011/12 abgelaufen. Die Jungspunde Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka verlassen die Talentschmiede in Richtung Bundesliga. Mit den Worten, «Danke, Shaq für drei Jahre», entliess Heusler sein Juwel und gab ihn für einen neuen Lebensabschnitt in München aus der Obhut des FCB frei. Xhaka formte ein Herz mit den Fingern und deutete auf die vollbesetzte Muttenzer Kurve, dem 12. Mann des FCB und treuen Begleiter.

Scott Chipperfield tritt nach 11 Jahren ab

Auch David Abraham, die Torhüter Marcel Herzog und Massimo Colomba sagten Lebwohl. Ans Herz ging der Abschied von Scott Chipperfield. Mit Standing Ovation und Scott-Scott-Chipperfield-Gesängen verabschiedeten die 36000 Fans im ausverkauften Joggeli den 36-Jährigen nach 11 Spielzeiten, in denen er 13 Titeln gewonnen hat – so viele wie kein FCB-Spieler vor ihm.

«Es war eine fantastische Zeit, die ich in meinem Leben nie vergessen werde. Da waren so viele Highlights, die ich gar nicht aufzählen kann. Sicher gehört der erste Titel 2002 dazu. Es war mein erstes Jahr beim FCB und der erste Titel nach über 20 Jahren für den FC Basel. Ich habe aber auch viele fantastische Erinnerungen an die Champions League. Das unglaubliche 3:3 gegen Liverpool zum Bespiel», sagt Chippy. «In meine Basler Zeit gehört aber auch die Geburt meiner Kinder, was mich für immer an diese Stadt binden und erinnern wird.»

Lange liess sich der frischgebackene Meister im Stadion feiern, ehe er zum Barfi aufbrach - zum vierten Mal in dieser Saison. Eine spontane Balkon-Feier gab es nach dem Sieg gegen Manchester und eine spontane am 29. April nach der Titelsicherung. Vor einer Woche feierte der FCB den 11. Cupsieg mit seinen Fans und jetzt teilen sie den Meisterpokal an einer riesigen Party mit dem 12. Mann (siehe Box rechts).

Chipperfield nach 13 Jahren verabschiedetFCB-Captain Marco Streller nach der Pokalübergabe.(Video: 20 Minuten Online)


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jan am 24.05.2012 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    es ist sehr schade dass chipperfield geht aber auch sehr verständlich. es wird aber sicher nicht einfach, ersatz für chipperfield, huggel und co zi finden

  • Dean am 24.05.2012 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts gelernt

    Ja ja, Abrennen von Feuerwerk in Menschenmassen usw. - nichts gelernt, solange der Herr Präsident und die Spieler sich nicht klar von diesem Bockmist distanzieren, wird es so weitegehen - bis zum Tag X wo es ein Desaster gibt. Amateurhafter gehts nicht, darum geh ich statt 30x nach Basel lieber 2x im Jahr nach London und erlebe Fussball auf höchstem Niveau - mit Supportern (nicht Fans, nicht Ultras) auf höchstem Niveau.

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  • FCB Fan Regula am 24.05.2012 04:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefühle

    Ich finde es schön das die Spieler Gefühle zeigen können. Ich wünsche allen die den FCB verlassen ales Gute auf ihrem weiteren Weg. Danke es waren schöne und emotionale Jahre mit Euch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jan am 24.05.2012 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    es ist sehr schade dass chipperfield geht aber auch sehr verständlich. es wird aber sicher nicht einfach, ersatz für chipperfield, huggel und co zi finden

  • aussi bern am 24.05.2012 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herzzerreissend...

    und warum durfte dann nicht Huggel den Pokal als erster hochstemmen?

    • Marco am 24.05.2012 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Antibern

      Weil der Captain Marco Streller ist!!

    • schlaubischlumpf am 24.05.2012 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      lala

      das macht immer der captain zuerst! ;)

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  • angie am 24.05.2012 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tränenreich

    es war ein tränenreicher abschied auch bei mir. scotty und beni ihr werdet uns fehlen bleibt aber immer in unseren blau-roten herzen.

  • Dean am 24.05.2012 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts gelernt

    Ja ja, Abrennen von Feuerwerk in Menschenmassen usw. - nichts gelernt, solange der Herr Präsident und die Spieler sich nicht klar von diesem Bockmist distanzieren, wird es so weitegehen - bis zum Tag X wo es ein Desaster gibt. Amateurhafter gehts nicht, darum geh ich statt 30x nach Basel lieber 2x im Jahr nach London und erlebe Fussball auf höchstem Niveau - mit Supportern (nicht Fans, nicht Ultras) auf höchstem Niveau.

    • Meier Hans am 24.05.2012 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Unglaublich!

      Hier wird über einen mehr als nur emotionalen Abschied geschrieben und sie haben es nötig über Pyros zu motzen. Nutzen sie doch bitte dafür einen anderen Artikel!!!

    • Wolfgang am 24.05.2012 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Wow, was für ein Unterschied

      Dort sind sind die "Ultras" einfach in die tiefen Ligen wie z.B. auch in Deutschland abgeschoben worden...

    • adri stolli am 24.05.2012 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      haha

      lächerlich deine Aussage! Und mit dem Beitrag hat es auch nichts zu tun!

    • FCB Fan am 24.05.2012 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      england

      und richtigen hooligans

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  • FCB Fan Regula am 24.05.2012 04:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefühle

    Ich finde es schön das die Spieler Gefühle zeigen können. Ich wünsche allen die den FCB verlassen ales Gute auf ihrem weiteren Weg. Danke es waren schöne und emotionale Jahre mit Euch.