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Ausschreitungen
30. Oktober 2009 14:29; Akt: 12.11.2009 15:04 Print
«Polizei-Göttis» schnappten sich die GC-Chaoten
von Adrian Müller - Gut 48 Stunden nach den Ausschreitungen in St. Gallen kommen die GC-Chaoten heute frei. Staatsanwalt Thomas Hansjakob erklärt, mit welcher Taktik die Randalierer erstmals im Schnellverfahren überführt werden konnten und wieso ein Chaot unbedingt zu seiner Mama wollte.

Trotz der Verhaftungen konnten Chaoten am Spiel FCSG - GC geklaute Fahnen abfakeln. (Bild: Keystone)
Die Tränengasschwaden nach den Ausschreitungen vom Mittwochabend vor der St. Galler AFG-Arena haben sich verzogen. Acht GC-Randalierer sitzen derweil noch immer im Knast. Sechs der GC-Anhänger gehen heute Abend nach dem erstmals angewendeten Schnellverfahren mit einem Strafbescheid in der Tasche nach Hause, wie Thomas Hansjakob, leitender Staatsanwalt von St. Gallen, auf Anfrage sagte. Gegen einen Verhafteten wurde das Verfahren aufgehoben, weil dem jungen Mann nichts nachzuweisen war. Bei einem weiteren Verhafteten brauche es noch zusätzliche Abklärungen. Details zu den Strafen werde die Staatsanwaltschaft am Montag bekanntgeben. Entgegen ersten Aussagen habe man mangels Beweisen keine Rädelsführer dingfest machen können.
Staatsanwalt Thomas Hansjakob kämpft gegen Hooligan-Gewalt.
Auf den Sturmtrupp folgt der Internet-Pranger
Eine fehlende Beweislage verhinderte bisher die Durchsetzung der Schnellverfahren in St. Gallen. Die Polizei wendete deshalb am Mittwoch eine spezielle Taktik an. Als die GC-Chaoten unmittelbar nach der Ankunft des GC-Extrazuges massiv zu randalieren begannen, wurden die Polizisten beauftragt, einzelne Chaoten speziell zu beobachten. Sie amteten sozusagen als «Chaoten-Götti», schildert Hansjakob. Nachdem ein achtköpfiger Polizei-Sturmtrupp die Chaoten innert Sekunden aus der Menge gepickt hatte, konnten ihnen einzelne Polizisten ihre Vergehen direkt zuweisen. «Zusätzlich verfügen wir über Filmaufnahmen. Es ist durchaus möglich, dass wir nachträglich Fotos von weiteren Tätern zur Internet-Fahndung publizieren», erklärt der Staatsanwalt.
Randalierer wollte zu seiner Mama
Die verhafteten GC-Chaoten erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich in U-Haft statt im Gästesektor der AFG-Arena wiederfanden. Keiner habe damit gerechnet, wegen der Randale einsitzen zu müssen. «Die Einvernahmen sind dementsprechend sehr harzig verlaufen. Die Verhafteten haben sich aber allesamt sehr anständig verhalten», lobt Hansjakob die Übeltäter. Einer habe bloss gesagt, dass er «unbedingt zu seiner Mutti müsse.» Als man den Chaoten die Beweise für ihre Taten vorgelegt habe, hätten sie ihr Vergehen rasch eingestanden.
Für Hansjakob ist klar, dass das harte Durchgreifen der Polizei die Randalierer abschreckt. «Wir tolerieren auch im Stadion keine Pyros mehr.» Zukünftig werde womöglich auch der Delta-Sicherheitsdienst im Stadion gezielt Chaoten herauspicken.
Zürcher Polizei kuschelt weiter
Am gleichen Abend kam es in Zürich nach dem Spiel FCZ-FCB ebenfalls zu Ausschreitungen, Chaoten stürmten gar auf die Bahngeleise. Die Polizei nahm 12 Randalierer fest. In Zürich müssen die Hooligans nicht fürchten, zwei Tage im Knast zu sitzen. Sie wurden nach der Einvernahme noch in der Nacht auf freien Fuss gesetzt.
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Alle 241 Kommentare































Krawalle
RR Keller und Valier erklären, dass sie sich in Deutschland umgesehen hätten und man daraus lernen möchte. Montagabend Rostock-St.Pauli, massive Ausschreitungen nach dem Spiel. Ca. 300 Chaoten gegen die Polizei. Auch die Deutschen bekommen die Chaoten nicht in den Griff, obwohl sie härter vorgehen
Aussagen von Laien
Die Sendung "Sportlounge" hat gezeigt, dass die beiden,RR Keller und Valier, nicht ganz im Klaren sind von was sie reden. Krawalle finden ausserhalb der Stadien statt. Eine Sendung vom Montagabend (Rostock-St.Pauli) zeigt, dass sich die Gewalt immer mehr in die unteren Ligen verschiebt.
Gut so
Soll sich die Justiz mal an England ein Beispiel nehmen. Da gehen die Polizei in Vollmontur in die Ränge und zerren die Hooligans mit harten Bandagen aus den Reihen. Sowas täte hierzulande auch mal gut. Samthandschuhe sollen endlich abgezogen werden.