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Valentin Stocker
22. Februar 2012 22:59; Akt: 23.02.2012 00:15 Print
«Schade, dass es noch ein Rückspiel gibt»
Die Freude nach dem Sieg gegen die Bayern war bei allen Baslern gross. Doch für einen war es ein ganz besonderer Moment, Torschütze Valentin Stocker, der Basel in der 86. Minute ins Glück schoss.
Der vielumjubelte Stocker strahle nach Spielschluss über beide Ohren: «Es ist besonders schön, dass es das Siegestor war. Schade nur, dass es noch ein Rückspiel gibt.» Für Stocker, der gerade von einer zehnmonatigen Verletzungspause zurückgekommen ist, war der heutige Abend sehr wichtig fürs Selbstvertrauen: «Ich habe mir vorgenommen gestärkt aus der Verletzungspause zu kommen und das ist mir bisher sehr gut geglückt. Auch wenn es noch nicht für einen Einsatz über 90 Minuten reicht.» Aber erstmal darf der Sieg ausgekostet werden, das haben sich die Jungs mit dieser Leistung gegen die Bayern redlich verdient.
Infografik Champions LeagueNur ein Teilerfolg
Und was dachte der Baumeister des Erfolgs kurz nach dem Schlusspfiff? Er analysierte trocken: «Mit der ersten Halbzeit war ich mit der Offensive nicht ganz zufrieden. In der zweiten Halbzeit hat das besser geklappt.» Vorher war der Trainer noch schnell in der Kabine und sich bei den Spielern bedankt: «Wir haben uns gefreut, aber wir sind uns auch bewusst, dass das nur ein Teilerfolg ist.»
Auf die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis musste Vogel keinen Moment zögern: «Die Mannschaft hat einen unglaublichen Willen und ein Urvertrauen in die eigene Qualität. Wir haben jeden Tag Freude bei der Arbeit und das zahlt sich irgendwann aus. Wir sind ein verschworener Haufen mit Talent und Qualität.» Der Sieg ist das eine, das Resultat das andere, das weiss auch Vogel: «Es ist ein sehr gutes Resultat. Die Null bei Bayern steht. Wir sind ein Team, dass Auswärtstore erzielen kann und wenn wir das auch in München schaffen, dann wird es schwierig für Bayern.»
Sommer hält die Null fest
Eine Glanzleistung legte auch Goalie Yann Sommer gegen die Bayern hin, mit einigen starken Paraden hielt er die Null fest: «Heute hat alles zusammengepasst. Ich bin überglücklich, dass es mir so gut gelaufen ist und bin stolz über unsere Leistung. Wenn man die ersten Bälle halten kann, ist das super. Dann ist man richtig im Spiel drin und fühlt sich immer besser.»
Für Xherdan Shaqiri, den zukünftigen Münchner, war es ein besonderes Spiel: «Es war sicher ein spezielles Spiel für mich. Aber der Fokus liegt jetzt auf dem Rückspiel. Wir wollen auch da noch einmal gut spielen.»
Deutsche Ernüchterung
Ottmar Hitzfeld war als Experte bei Sky geladen, der Schweizer Nationalmannschaft-Coach war überrascht, vor allem von Kapitän Lahm war Hitzfeld nicht angetan: «Das ist viel zu wenig, da muss mehr kommen - die mannschaftliche Geschlossenheit hat gefehlt. Noch hat man gute Chancen fürs Rückspiel, sofern sie sich steigern können - aber momentan ist das ein Tiefpunkt der verarbeitet werden muss.»
Die Bayern-Spieler lassen sich nach dem Spiel nicht blicken, erst gehts mal in der Kabine hoch zu und her. Diese Niederlage schmerz die Bayern zutiefst. Manuel Neuer kommt als erster aus der Kabine: «Das ist ganz bitter für uns, wir hatten uns vorgenommen, zu Null zu spielen. Wir müssen die Dinge intern ansprechen die nicht stimmen.» Beim Gegentor wollte Neuer niemandem die Schuld geben, ausrichten konnte er aber gegen Stockers Schuss auch nichts.
Ausraster von Hoeness
Auch Ulli Hoenness war mit dem heutigen Abend nicht gänzlich zufrieden: «Wir haben heute nicht gut gespielt, aber es war auf dem sehr schlechten Platz auch ungemein schwierig – natürlich für beide Mannschaften. Der Sieg ist meiner Meinung nach nicht ganz verdient, aber trotzdem gratuliere ich den Baslern. Ich bin aber überzeugt, dass wir das im Rückspiel schaffen können.»
Zum verweigerten Handschlag von Ribéry bei der Auswechslung wollte Hoeness erst gar nicht Stellung nehmen, liess sich dann doch darauf ein: «Ihr mit eurem Scheiss-Handschlag», drohte Hoeness ausfällig zu werden, fand aber schnell wieder zur Contenance: «Ich finde es verständlich, dass ein Spieler in dieser Situation sauer ist. Man sollte solche Nebensächlichkeiten nicht aufbauschen, wir sind hier auf dem Fussballplatz und nicht im Mädcheninternat.»
Des Kaisers Kompliment
Das Schlusswort gebührt «Kaiser Franz»: «Das ist kein gutes Ergebnis. Basel ist auch in der Lage, auswärts ein Tor zu schiessen. Dann müsste man schon drei machen. Es ist schon bedenklich, was hier passiert ist, weil Basel das Spiel verdient gewonnen hat», so Franz Beckenbauer. Ein grösseres Kompliment kann es für den FC Basel nicht geben.
(res/fbu/si)
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Alle 13 Kommentare































Stocker held??
Was ist den los mit den medien? Zoua müsste an stelle von stocker den lob bekommen, das tor gehört zu 100% Zoua.
Schmerz
So schmerzt das Ausscheiden nach dem Rückspiel umso mehr.
Top Top Top Top Top
Es wahr ein gutes Spiel mit höhen und tiefen mit dem besseren Ausgang für die Basler. Beide Manschaften hatten gute Chancen. Ich hoffe das Basel nochmal einen drauflegen können und auch in Bayern eine gute Leistung abrufen können.