Pirmin Schwegler

11. Dezember 2012 22:26; Akt: 12.12.2012 13:11 Print

«So gut lief es mir noch nie»

von Andy Huber - Pirmin Schwegler (25) befindet sich mit Eintracht Frankfurt auf dem Höhenflug. Der Captain der Hessen spricht über die Gründe dafür, die Festtags-Vorfreude und seine Kindheit mit Krebs.

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20 Minuten: Pirmin Schwegler, vom «kicker» wurden Sie nach dem 4:1 gegen Bremen zum dritten Mal in dieser Saison ins Team der Runde gewählt, Ihr Notendurchschnitt liegt beim Fachblatt bei 2,7 – sind Sie in der Form Ihres Lebens?
Pirmin Schwegler:
Nun, ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann und mich noch verbessern werde. Aber ich denke schon, dass dies meine bisher beste Saison ist – so gut lief es mir noch nie.

Woran liegt das?
Ich wurde diese Hinrunde von schweren Verletzungen verschont und bin körperlich auf sehr gutem Niveau. Zudem beflügelt mich mein Amt als Captain bei Frankfurt. Es ist eine Rolle, an der ich ständig wachse. Auf dem Platz gefällt es mir, im Mittelfeld entscheidenden Einfluss auf unser Spiel nehmen zu können. Daneben schätze ich den Kontakt zu unserem Trainer Armin Veh, der mich an seinen Gedankengängen teilnehmen lässt und mich auch mal um meine Meinung fragt. Er hat seine klaren Ideen und lässt sich von aussen nicht beeinflussen. Und vor allem interessiert ihn bei einem Fussballer in erster Linie der Mensch.

Wie erklären Sie sich den Höhenflug der Eintracht als Aufsteiger?
Für uns alle ist es überraschend, als Vierter da oben zu stehen. Der gute Saisonstart hat sicherlich vieles erleichtert. Wir haben schnell unser Spiel gefunden, die nötigen Punkte geholt und hatten somit Ruhe im Umfeld und dem Team. Vieles ist auch Kopfsache, und da stimmt es bei uns.

Was liegt für Ihren Klub diese Saison noch drin?
Natürlich wollen wir die Chance packen und weiter Höhenluft schnuppern. Doch wir dürfen jetzt nicht abheben. Das Ziel bleibt der Ligaerhalt. Ist der theoretisch geschafft, darf geträumt werden.

Am Samstag treffen Sie auf den VfL Wolfsburg mit Goalie Diego Benaglio. Ein spezielles Spiel?
Es wäre sehr wichtig, mit einem positiven Resultat in die Winterpause zu gehen. Aber das wird nicht einfach. Mir ist natürlich nicht entgangen, dass Diego in toller Form ist. Das mag ich ihm auch gönnen. Aber natürlich würde ich ihm gerne wie vor zwei Jahren, als wir 2:0 gewannen, wieder eine rein machen. Das würde nichts daran ändern, dass wir uns gut verstehen und regelmässigen Kontakt haben. Nur wird da über private Themen und nicht über Fussball gesprochen.

Auch nicht über die Nati? Ihr Trainer Veh hat einmal gesagt, die Schweiz müsse eine sehr gute Mannschaft haben, wenn Sie auf einen wie Pirmin Schwegler verzichten könne ...
(Zögert) Zu diesem Thema gibt es von meiner Seite her nicht viel zu sagen. Ich will mit Leistungen auf mich aufmerksam machen und bin bisher recht gut damit gefahren. Alles andere wird sich ergeben (siehe Infobox).

Die Weihnachtszeit steht an. Wo werden Sie die Festtage verbringen?
Zuhause bei meiner Familie in der Schweiz. Wir sehen uns ja während der Saison so wenig. Da will ich die Zeit nutzen, um bei meinen Liebsten zu sein. Ich bin ein Familienmensch und deshalb freue ich mich darauf, mit meinen Eltern, mit meinem Bruder Christian zusammen zu sein.

Ihr Bruder ist Profi bei Red Bull Salzburg. Geben Sie ihm als Bundesliga-Profi manchmal Ratschläge?
(Lacht) Eher das Gegenteil ist der Fall. Er ist 28 Jahre alt und somit drei Jahre älter als ich. Und als der Ältere hat er schon von Kindesbeinen an immer auf mich geschaut. Wir haben einen ganz engen Draht und ich verlasse mich auch heute noch auf seinen Ratschlag – unabhängig davon wie unsere Karrieren verlaufen.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2013?
Gesundheit! Das ist mein einziger Wunsch. Alles andere ist nebensächlich.

Sie sind als knapp Zweijähriger an Leukämie erkrankt. Wie sehr hat Sie diese Krankheit geprägt?
Die Krankheit hat mich und meine Familie zusammengeschweisst. Schliesslich sagten die Ärzte meinen Eltern damals, dass meine Überlebenschancen bei zehn Prozent liegen würden. Es folgten viele Chemotherapien. Aber als Kind bekam ich das alles gar nicht so richtig mit. Mit den Jahren habe ich mich bei den Nachbehandlungen jedoch intensiv mit dem Krebs befasst und mir wurde bewusst, was für ein unwahrscheinliches Glück ich hatte, dass ich heute gesund bin. Deshalb setze ich mich auch intensiv für die Berner Stiftung für krebskranke Kinder und Jugendliche ein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schade Ade am 12.12.2012 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ernst gemeint????

    Die aussage von hitzfeld hört sich wie ein schlechter witz an: "zu gut für die bank"! Man nimmt die besten spieler mit punkt schluss! Der argentinische nationaltrainer sagt auch nicht: "ich habe tevez, aguero und messi die spielen, higuain nehme ich nicht mit, er ist zu gut für die bank!"

  • Volker am 12.12.2012 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja nicht

    Gehe bitte, bitte nicht zu diesem Verein. Da setzt Du deine Gesundheit aber auch dein Image aufs Spiel. Danke Pirmin!

    • Harald am 12.12.2012 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      bitte was?

      ?wohin nicht gehen?

    • Beat am 12.12.2012 19:00 Report Diesen Beitrag melden

      Was verpasst?

      Habe ich etwas verpasst? Ich sehe nirgends irgendwelche Wechselabsichten. Warum sollte er auch aus Frankfurt weg?

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  • hiob am 12.12.2012 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    so einfach ist das

    xhaka raus, schwegler rein.

    • Thomas Stark am 12.12.2012 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Absolut!

      Seh ich genau so!

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  • mikel am 12.12.2012 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    SCHWEGLER IN xhaka OUT

    endlich mal ein Bericht über den besten SCHWEIZER im Ausland... super Pirmin, mach weiter so ! Gehört längst in die Nati

    • Egzi St.Gallen am 13.12.2012 04:42 Report Diesen Beitrag melden

      Bildstrecke

      Wie du vieleicht auf der Bildstrecke sehen kannst ist Xhaka nicht sein Konkurrent, sonder Behrami, Inler und Dzemaili und die spielen nunmal besser!!!! Xhaka spielt sowieso als offensiver Mittelfeldspieler für die Schweiz und nicht devensiv

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  • Eschbonne am 12.12.2012 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön und schade

    Sehr schönes Interview. Nur, warum bringt man es nicht fertig, das Endresultat des Bremenspiels richtig zu recherchieren?

    • andrin am 12.12.2012 20:38 Report Diesen Beitrag melden

      kritisiere nur wenn du's besser weisst

      Das Resultat war definitiv 4:1

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