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Xherdan Shaqiri
09. Februar 2012 18:00; Akt: 10.02.2012 10:56 Print
«Wenn ich gehe, dann wieder zu einem FCB»
von Eva Tedesco - Xherdan Shaqiri unterschrieb bei den Bayern einen Vertrag bis 2016. An einer Medienkonferenz äusserte sich das Ausnahmetalent zu seinem Wechsel zum deutschen Rekordmeister.
Für den Schweizer Internationalen mit Wurzeln im Kosovo bedeutet der Wechsel den gewünschten Karrieresprung zu einem Topklub. Von jeher hat Shaqiri betont, dass er nur ins Ausland wechseln werde, wenn es ein Spitzenverein ist, der auch regelmässig in der Champions League vertreten ist. Im Gegenzug müssen die Bayern geschätzte 15 Millionen Franken an den FC Basel überweisen. Über die definitive Summe vereinbarten die Klubs Stillschweigen. Einen ersten Eindruck über die Qualitäten ihres künftigen Teamkollegen können sich die Bayern bereits am 22. Februar im Achtelfinal der Champions League machen.
Bildstrecken Die Karriere des Xherdan Shaqiri FCB-Präsident Bernhard Heusler zum Mega-Deal«Ich bin stolz, dass Xherdan dieser Transfer gelungen ist. Und ich freue mich darüber, dass er noch bis Sommer beim FCB bleiben wird und dann Basel durch die grosse Tür verlassen kann. Bei so einem bedeutenden Abgang finde ich es ein Glücksfall, dass er nicht vor 4000 Zuschauern in Neuenburg, sondern 37 000 Zuschauern Abschied nehmen kann», sagt Präsident Bernhard Heusler. Erste lose Kontakte habe es bereits im Trainingslager im letzten Jahr am Tegernsee gegeben, so der Wirtschaftsanwalt zum abgeschlossenen Mega-Deal. Konkret sei es allerdings erst in den letzten Wochen und nach den Millionen-Offerten von Galatasaray und Zenit St. Petersburg geworden. Zu einem Feilschen sei es trotzdem nicht gekommen. «Man sitzt an einem Tisch und ist sich nie gleich einig.» Für den FCB sei es eine Bestätigung, dass es Sinn macht, wenn Spieler etwas länger in der Schweiz bleiben, vor allem, wenn es ein «souveräner Typ ist wie Xherdan, der warten kann». Xherdan werde eine Lücke hinterlassen. «Aber wir wussten schon lange von dieser drohenden Lücke», so Heusler. «Seine Spielart, gepaart mit Effizienz, Eins-zu-Eins zu ersetzen, ist unrealistisch. Es gibt Überlegungen, aber einen zweiten Shaqiri aus dem Ärmel schütteln können wir nicht.»
20 Minuten Online: Xherdan Shaqiri, Ihr Wechsel zum Rekordmeister muss als der bedeutendste Transfer in der Schweizer Fussballgeschichte bezeichnet werden. Sind Sie sich dieser wichtigen Rolle bewusst?
Xherdan Shaqiri: Es kann nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden, dass ein Spieler direkt aus der Super League zu so einem europäischen Topklub wechselt. Deshalb bin ich mir dieser Rolle natürlich bewusst.
Sie haben es angesprochen: Sie sind der erste Spieler, der ohne Umweg über einen anderen Klub direkt bei einem Spitzenklub landet. Sehen Sie sich als Vorbild für andere junge Spieler?
Sehr sogar. Ich hoffe, dass noch weitere junge Spieler den gleichen Weg machen. Es ist ein schwieriger Weg, es braucht Geduld, und man muss auch einstecken und mit den Medien umgehen können. Ich habe immer einen kühlen Kopf bewahrt und mich auf das Wesentliche konzentriert. Ich hoffe, dass mein Weg für andere Spieler ein Vorbild sein kann – nicht nur für Junge beim FC Basel, sondern in der ganzen Schweiz.
In der abgelaufenen Transferperiode haben sich täglich Gerüchte um sie gerankt. Sie wurden mit halb Europa in Verbindung gebracht. Der FCB hat Offerten von Zenit St. Petersburg und Galatasaray bestätigt. War da schon klar, dass nur der FC Bayern in Frage kommt?
Wenn man die Angebote anschaut, hätte sich wohl jeder Spieler in der Schweiz auch für die Bayern entschieden. Für mich war aber immer klar, und das habe ich auch in früheren Interviews schon gesagt, dass für mich nur ein Topverein in Frage kommt. In Deutschland, England und Spanien – wobei die Bundesliga für mich immer die Nummer 1 war.
Zuletzt ist alles sehr schnell gegangen: Wann kam es zum ersten Kontakt mit den Bayern?
Das müssen Sie den Bernie (FCB-Präsident Bernhard Heusler, Anmerk. d. Red.) fragen. Es gehört sich so, dass es erst zum Kontakt zwischen den Klubs kommt und dann mit dem Spieler. Und das war in meinem Fall so: Die Bayern haben beim FCB ihr Interesse angemeldet und sind dann auf meinen Bruder und mich zugekommen. Ich wurde von halb Europa gejagt. Es war seit zwei, drei Jahren ein Hin und Her und viel wurde geschrieben. Ich freue mich, dass es jetzt ein Topklub wie die Bayern geworden ist.
Am Dienstag haben Sie in München die Medizin-Checks absolviert. Können Sie sagen, wie der Tag in München abgelaufen ist?
Viel kann ich nicht dazu sagen. Es musste alles ziemlich versteckt ablaufen. Ich war fast den ganzen Tag bei Doktor Müller-Wohlfahrt in der Stadt und habe die Tests gemacht. Anschliessend wurde ich an die Säbener Strasse gefahren, wo ich den Vertrag unterschrieben habe.
Wer war bei der Vertragsunterzeichnung noch dabei?
Mein Bruder Erdin, meine Berater Arber Sakiri, Herr Vöge und Herr Hopfner (Bayern-Vorstandsvorsitzender, Anmerk.d.Red.).
Wie haben Ihre Kollegen in Basel auf den Transfer reagiert?
Sie sind stolz auf mich und haben mir gratuliert. Sie sind überglücklich für mich und mir gesagt, dass ich den richtigen Entscheid getroffen habe.
Mit Arjen Robben und Franck Ribéry treffen Sie auf hochkarätige Konkurrenz. Was macht Sie so sicher, dass Sie gegen die Superstars bestehen können?
Ich will mich dort mit der Konkurrenz messen und ich will mich beweisen. Wer mich in den letzten Jahren gesehen hat und mich ein bisschen kennt, weiss, dass ich keinen Respekt vor grossen Namen habe, sondern auf dem Platz Mut zeige. Ich will mit den Bayern Titel gewinnen, dass ist klar. Vielleicht auch einmal die Champions League.
Man spricht von Ihnen als Backup für die verletzungsanfälligen Robben und Ribéry. Auf welcher Position sehen Sie sich am ehesten?
Ich bin sehr ployvalent, aber eher für die Offensive. Dort kann ich auch fast in jedem Bereich spielen. Die Zeit wird zeigen, wo und wie ich spielen werde.
Können Sie sich vorstellen, dass es für Sie nach den Bayern noch einmal einen Schritt weiter gehen könnte? Sie nennen Barcelona immer als Ihren Traumklub.
Der Wechsel von einem FCB zum grossen FCB ist ja schon schön. Ich habe gehört, dass Spieler, die einmal bei Bayern spielen, am liebsten ihr Leben lang für die Bayern spielen würden. Bayern ist ein Traum, aber wenn ich einmal weggehen sollte, dann wieder zu einem FCB.
Am Samstag starten Sie mit dem Schweizer FCB in Lausanne zu Ihrer Abschiedstour in der Super League. Ist Ihnen das klar?
Es wird schwierig, mich hier aus Basel zu verabschieden. Ich hatte drei wunderschöne Jahre beim FCB, und darum will ich die kommenden Monate geniessen. Und ich will mich mit zwei Titeln aus Basel verabschieden und mehr (lacht). Denn da ist auch noch die Champions League.
Ein gutes Stichwort: Am 22. Februar müssen Sie im Achtelfinal der Champions League gegen Ihre künftigen Teamkollegen ran. Werden Sie gegen die Bayern voll gehen?
Ich muss! Ich bin noch bis Sommer ein Spieler beim FC Basel und werde meine Leistung bis zum Schluss bringen – egal ob der Gegner nun Bayern heisst oder nicht. Und wenn ich gegen sie ein Tor schiesse, dann muss es halt so sein.
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(Video: 20 Minuten Online)
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Alle 98 Kommentare































denny
sein favorit ferein is der fc barcelona!!! was soll das den?
Schweizer??
Wenn ich bei den Pressearikel "Der Schweizer-Shaqiri" lese dann muss ich mich einfach totlachen. Warum benutzt die Presse jetzt nicht die Anschrift "Albaner mit Schweizer-Pass", sondern nur wenn etwas schlechtes passiert?? Wünsche ihm alles Gute bei den Bayern..
Verheizt
Er wird verbraten und Ersatzbank wird für Ihn reserviert