Uli Forte

24. Februar 2013 19:40; Akt: 24.02.2013 20:59 Print

«Wir haben keine Zeit, Luftschlösser zu bauen»

von Eva Tedesco - Leader GC verteidigt mit dem Remis beim FC Basel die Tabellenspitze. Doch GC-Trainer Uli Forte will nicht, dass seine Mannschaft vom Titel zu Träumen beginnt.

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Trotz einem wichtigen Punkt im Verfolgerduell redet GC-Trainer Uli Forte nicht vom Titel. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Was wäre wenn... – GC-Trainer Uli Forte verwendet den Konjunktiv nicht. «Es geht Schlag auf Schlag und wir nehmen Spiel zu Spiel und haben keine Zeit, irgendwelche Träume zu träumen, oder Luftschlösser zu bauen», sagt Forte nach dem 0:0 im Spitzenkampf beim FC Basel.

Sein junges GC hat eine weitere Runde schadlos überstanden und mit dem torlosen Remis im Verfolgerduell auswärts einen wichtigen Punkt errungen. Das ist ein Fakt. «Aber was, wäre, wenn ist nicht unsere Welt. Wir leben in der Realität und das Saisonende am 2. Juni ist noch sehr weit weg», lässt sich Forte auch in der Folge nicht aus der Reserve locken.

Etwas mehr Zuversicht versprüht Taulant Xhaka im Interview. «Wir spielen frech, haben selbstbewusste Ziele und können diese mit der jungen Mannschaft auch erreichen.» Auf Nachfrage: Bedeutet » den Meistertitel? Xhaka: «Wir reden noch nicht von der Meisterschaft. Das ist noch zu früh – aber ja, sicher ist das ein Ziel.» Ein Ziel, dem GC Schritt für Schritt und Runde für Runde näher kommt. Seit Oktober hat sich die Forte-Truppe auf dem obersten Tabellenplatz festgekrallt. Und steht auch nach 21 von 36 Runden immer noch dort.
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Taulant Xhaka nach dem torlosen Remis in Basel über das Spiel und das Meisterrennen. (Video. 20 Minuten Online)

Der Punkt für GC mehr Wert

Für Forte bleiben die Bebbi nach wie vor Meisterfavorit. Auch nach dem Remis. «Sie sind immer noch die beste Mannschaft der Schweiz und spielen in einer eigenen Liga. Sie haben in den letzten zehn Jahren einen unheimlichen Aufwand betrieben, um dahinzukommen, wo sie sind. Sie sind von einem sehr schwierigen Spiel in Djnepropetrowsk, das sie sehr positiv gestaltet haben, zurückgekehrt und waren nicht zu hundert Prozent das Basel, das man gewohnt ist. Das haben wir gewusst, dass sie schwere Beine haben werden, aber das ändert meine Meinung nicht – der FCB ist weiter Favorit.»

«Das Unentschieden war ein Teilziel, das wir uns gesetzt haben», so Forte und will auch nicht gelten lassen, dass es eben doch ein sehr wichtiges Remis bedeuten könnte. «Natürlich ist der Punkt für uns besser und wichtiger als für den FCB. Aber wenn wir unsere Leistung nicht weiterhin abrufen können, bringt das auch nichts». Aber genau das haben die Hoppers bisher über die ganze Saison gemacht: Die Leistung abgerufen. Selbst, wenn mit Captain Vero Salatic und Abwehrchef Stéphane Grichting zwei Führungsspieler und Routiniers fehlten.

Ab wann spricht Forte vom Titel?

Also Uli Forte, ab welcher Runde werden Sie nicht mehr nur «von Spiel zu Spiel schauen» und den Satz gebetsmühlenartig wiederholen? «Noch sehr lange nicht», so der GC-Trainer. Und das Meisterrennen ist weiterhin offen? «Das Rennen um die Meisterschaft ist offen, das stimmt». Das war alles an Zugeständnissen. Mehr zum Thema war Forte nicht zu entlocken.