Wechsel definitiv

09. Februar 2012 09:07; Akt: 09.02.2012 10:33 Print

«Xherdan verstärkt unsere Mannschaft»«Xherdan verstärkt unsere Mannschaft»

Xherdan Shaqiri wechselt im Sommer mit einem Vierjahresvertrag zu Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister ist man voll des Lobes über den 20-jährigen Mittelfeldspieler.

Bildstrecke im Grossformat »
Lausbub Shaqiri: Mit nicht einmal 16 Jahren posierte der kleine Xherdan stolz für sein Portrait als U17-Natispieler. Noch keine 18 Jahre alt erhielt Shaqiri beim FC Basel 2009 einen Profivertrag. Am 6. August erzielte er in der EL-Qualifikation sein erstes Pflichtspieltor für den FCB. Der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln legte einen steilen Aufstieg hin. Beim FCB wurde er gleich in seiner ersten Saison Stammspieler. Im März 2010 folgte der «Kraftwürfel» dem Aufgebot von Ottmar Hitzfeld in die A-Nati. Im WM-Testspiel gegen Uruguay spielte Shaqiri von Beginn an, wurde in der Halbzeit dann aber ausgewechselt. Doch Hitzfelds Test hatte er bestanden. Auch in der Super League lief alles nach Plan. Im Mai 2010 durfte Shaqiri zum ersten Mal den Meisterpokal in die Höhe stemmen. Ottmar Hitzfeld belohnte den «Alpenmessi» für seine konstanten Leistungen und nahm ihn mit zur WM nach Südafrika. Shaqiri durftein Südafrika nur für die letzten 12 Minuten gegen Honduras ran und konnte das Aus nach der Vorrunde auch nicht verhindern. Nach der WM wurde der 1,70-Meter-Mann aber auch in der Nati zum Stammspieler. Gegen England erzielte «Shaq» im September 2010 sein erstes Länderspieltor - ein herrlicher Strich ins Lattenkreuz. In der Super League sorgte Shaqiri in der Saison 2010/11 unvermindert für Spektakel... ... und wurde immer mehr zum gefragten Mann bei den Medien. Der zweite Meistertitel: Im Mai 2011 konnte Shaqiri mit dem FCB wieder feiern. Eine kleine Showeinlage durfte da nicht fehlen. Bei der U21-EM im Sommer 2011 führte das Kraftpaket seine Mannschaft bis ins Finale. Dort unterlag die Schweiz Spanien aber mit 0:2 und musste sich mit Silber begnügen. Trotz zahlreichen Angeboten und noch mehr Gerüchten in der Sommerpause (angeblich waren Manchester United und Bayern München interessiert) blieb Shaqiri dem FCB treu. Das Ausland musste warten. Mit drei Toren gegen Bulgarien hielt Shaqiri die Hoffnungen der Schweizer Nati im Herbst 2011 auf eine EM-Qualifikation quasi im Alleingang am Leben. Doch im wichtigen Spiel gegen Wales blieb auch er blass und die Schweiz verspielte ihre letzte EM-Chance leichtfertig. Grosse Ehre für das Kraftpaket. Shaqiri wird an der 14. Nacht des Schweizer Fussballs 2011 als Credit Suisse Player of the Year gekürt. Shaqiri schafft im Februar 2012 den Sprung zu einem Top-Verein. Er unterschreibt bei Bayern München einen Vierjahresvertrag.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Xherdan Shaqiri wechselt definitiv ins Haifischbecken Bundesliga. Der 20-jährige Mittelfeldspieler verlässt den FC Basel im Sommer und geht ab der kommenden Saison für Bayern München auf Torjagd. Gemäss einem Communiqué des FCB hat Shaqiri beim deutschen Rekordmeister einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Über die Konditionen haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Im Vorfeld wurde über eine Transfersumme zwischen 14 und 16 Millionen Franken spekuliert.

Umfrage
Wird sich Xherdan Shaqiri bei Bayern München durchsetzen?
74 %
26 %

Shaqiri absolvierte am Dienstag die medizinischen Checks bei den Bayern. Weil am Mittwoch die Pokalpartie gegen Stuttgart auf dem Programm stand, wurde der Transfer erst am Donnerstag offiziell gemacht. «Wir freuen uns sehr, dass wir mit Xherdan Shaqiri eines der umworbensten Talente des europäischen Fussballs verpflichten konnten,» sagt Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger auf der Homepage des Vereins. Trainer Jupp Heynckes ergänzt: «Xherdan wird mit seiner Spielintelligenz und seinen Dribblings unsere Mannschaft in den kommenden Saisons verstärken. Ich habe ihn seit einiger Zeit beobachtet und bin überzeugt, dass er für den FC Bayern ein wichtiger Spieler werden kann.»

Shaqiri ist der erste Schweizer, der als arrivierter Spieler direkt den Sprung von einem Schweizer Klub zu einem der europäischen Topklubs schafft und nicht den Umweg über einen Mittelfeldklub in einer grossen Liga nimmt - so wie früher Johann Vogel, Ciriaco Sforza, Alain Sutter oder Stéphane Chapuisat.

Hitzfeld gab den Tipp

«Der Wechsel macht Sinn. Ich habe Uli Hoeness schon vor etwa einem Jahr gesagt, dass Xherdan ein aussergewöhnlicher Spieler ist, ein anpassungsfähiger Mensch, der jederzeit in einer Top-Mannschaft spielen kann», sagte der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. Er traut Shaqiri sogar einen Stammplatz zu bei den Bayern und glaubt, dass das Publikum am jungen Schweizer Freude haben wird.

Pikant ist, dass Shaqiri mit dem FC Basel im Achtelfinale der Champions League noch auf den FC Bayern trifft. Das Hinspiel in Basel findet am 22. Februar statt, das Rückspiel steht am 13. März im Programm.

Der steile Aufstieg

Shaqiri kam 2001 als knapp 10-jähriger Junior vom SV Augst zum FC Basel, bei dem er in der Folge alle Stufen der Junioren-Abteilung durchlief und im Sommer 2009 als 17-Jähriger zum Profikader stiess. Bereits in der Startpartie zur Saison 2009/2010 vom 12. Juli 2009 bestritt er in St. Gallen sein erstes Pflichtspiel für Basel, als er in der 62. Minute für Valentin Stocker eingewechselt wurde.

In der Folge entwickelte sich Shaqiri zu einem der eindrücklichsten Aufsteiger in der jüngeren Schweizer Fussballgeschichte. Shaqiri wurde bei Basel mit bisher 113 Wettbewerbsspielen und 18 Toren auf Anhieb zur Stammkraft, er errang mit dem FCB seither zweimal die Schweizer Meisterschaft und einmal den Cup, wurde regelmässig in zwei Champions-League-Kampagnen des FCB eingesetzt. Zudem bestritt er schon im März 2010 gegen Uruguay sein erstes von bislang 17 A-Länderspielen für die Schweiz. Dabei sorgte er für Aufsehen, als er im September 2011 im EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien alle drei Schweizer Tore zum 3:1-Sieg erzielte.

(heg / si)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Sepp am 09.02.2012 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    GRATULATION!

    Herzliche Gratulation! SHAQ-ATTACK IS COMMING!!! ;)

  • Hans Muster am 09.02.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zu hohes Niveau

    Super, dass er es so weit geschafft hat! Sogar als FCZ-Fan muss ich sagen "Chapeau". Andererseits finde ich, dass Bayern eine Nummer zu gross ist, aber nicht weil der Shaqiri zu schlecht ist, sondern weil hier einfach die Spielpraxis fehlt. ASL und BL, das sind Welten! Und bei Bayern ist die Konkurrenz eh riesig.

  • Alec am 09.02.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    6er im Lotto! Gratulation und viel Glück

    Ich denke, dass Shaq mit dieser Entscheidung sehr glücklich werden könnte und es die best mögliche Wahl war! Einerseits wird es keine Sprachprobleme gebeu, wie das in England/Spanien oder sonstwo der Fall wäre und die Bundesliga ist, ohne wenn und aber, eine der besten Ligen überhaupt! Nur die Premier League schätze ich stärker ein, in Spanien und vielen andern gibt es nur 2-3 Topclubs und der Rest ist eine Klasse tiefer... die Buli ist doch ziemlich ausgeglichen. Und bei den Bayern hat Shaq auch sicher eine gute Chance auf eine Stammplatz, bei der immer verletzten Konkurrenz! Alles Gute Shaq

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
23.05.12  Basel - Young Boys 1:2 (1:1)
23.05.12  Sion - Luzern 1:3 (1:1)
23.05.12  Lausanne-Sport - Grasshoppers 2:1 (1:1)
23.05.12  Thun - Zürich 2:4 (0:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 34 22 8 4 78 : 33 74

2. Luzern 34 14 12 8 46 : 32 54
3. Young Boys 34 13 12 9 52 : 38 51
4. Servette 34 14 6 14 45 : 53 48

5. Thun 34 11 10 13 38 : 41 43
6. Zürich 34 11 8 15 43 : 44 41
7. Lausanne-Sport 34 8 6 20 29 : 61 30
8. Grasshoppers 34 7 5 22 32 : 66 26

9. Sion 34 15 8 11 40 : 35 17 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
Clubsuche Schweiz

Finden Sie blitzschnell Resultate von mehr als 1400 Schweizer Fussballclubs mit über 7000 Mannschaften.

Schweizer Fussballresultate