19. April 2007 15:13; Akt: 19.04.2007 17:52 Print

GC-Berbig: «Der FCZ ist die klare Nummer 1»GC-Berbig: «Der FCZ ist die klare Nummer 1»

Der frühere National- und GC-Torhüter Roger Berbig ist ab der kommenden Saison Präsident der GC-Fussball-Sektion. Für den sportlichen Bereich zuständig ist der neue Vize-Präsident Erich Vogel, der als Manager schon in den Neunzigerjahren für die Grasshoppers tätig war. Die Finanzen übernimmt Heinz Spross.

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In den erfolgreichen 70er Jahren war Berbig im Tor der Rückhalt der Grasshoppers. Unter anderem holte er mit GC den Titelhattrick von 1982 bis 1984. Ins Nationalteam wurde Berbig 18mal berufen, sein Debüt in der NLA gab er am 15. April 1972. Heute arbeitet der neue starke Mann der Grasshoppers als Arzt.

Eine Rückkehr auf den Hardturm ist es für Erich Vogel. Der neue Vize-Präsident war in den Neunzigerjahren als Manager auf dem Hardturm tätig. Dabei feierte er mehrere Meistertitel und als erstes Schweizer Team zwei Champions-League-Teilnahmen. Später wechselte Vogel als Sportchef zu Basel, dann zum FCZ. Zuletzt war er als Fussballexperte tätig.

Heinz Spross, ein Neffe des verstorbenen früheren GC-Mäzens Werner H. Spross, nimmt als Delegierter des Zentralvorstandes im Verwaltungsrat Einsitz und wird Finanzchef.

Offen ist ebenfalls noch die Zukunft von Trainer Krassimir Balakov.


Interview mit Roger Berbig

Mit Roger Berbig (52) kehrt ein ehemaliger Erfolgsgarant der Hoppers an die Spitze des Rekordmeisters zurück. Der frühere Spitzen-Keeper, der 1984 nach einem Titel-Hattrick seine brillante Karriere beendete, übernimmt Ende Saison das Präsidentenamt. Damit hätte der Chirurg mit dem grossen GC-Herzen bis vor wenigen Tagen selber nicht gerechnet.

Können Sie sich zur neuen Ausrichtung von GC etwas genauer äussern?
Roger Berbig: «Geben Sie mir und den anderen Vertretern des neuen VR bitte Zeit. In drei, vier Wochen werden wir mehr wissen und an die Öffentlichkeit treten. Ich persönlich sehe mich eher als VR im Hintergrund. Ins Tagesgeschäft muss ich mich nicht ständig einmischen. Die Administration und die Finanzen sind nicht mein Business.»

Ihre Zusage war offenbar sehr kurzfristig...
Berbig: «Wir sind in der Tat alle etwas überrumpelt worden, ja. Als ich heute Morgen (Donnerstag) gemütlich beim Kaffee die Printmedien las, dachte ich mir natürlich, dass jetzt wohl alles ein bisschen schneller gehen könnte (Walter Brunner kündigte seinen Rücktritt an). Eigentlich war abgemacht, dass ich mich bis Freitag entscheiden kann.»

Hätten Sie je geglaubt, Präsident von GC zu werden?
Berbig: «Nein, damit rechnete ich nun wirklich nie. Als ich das vor fünf Jahren einmal mit meiner Frau besprochen hatte, drohte sie mir gleich mit der Scheidung (schmunzelt). In dieser Hinsicht habe ich aber nun doch nichts zu befürchten. Sie steht hinter meiner Zusage.»

Was strebt der Verein unter Ihrer Leitung an?
Berbig: «In den nächsten Jahren gilt es einen Platz im Mittelfeld zu erreichen. Man muss einfach einmal realistisch sein. Mehr Mittel wollen oder können wir derzeit nicht auftreiben. Der FCZ ist in der Stadt momentan die klare Nummer 1. Wir müssen zunächst einmal das Fundament wieder rekonstruieren. Schön wäre, wenn all die Dzemailis, Inlers und Rakitics eben wieder bei GC gross werden. In gewissen Sektoren ist der Zug für uns abgefahren. Da besteht Nachholbedarf.»

Und deshalb haben Sie mit Erich Vogel einen profunden Kenner der Szene engagiert?
Berbig: «Ich habe als Vize-Präsident jahrelang mit Vogel zusammengearbeitet. Wir wissen im Detail, was wir an ihm haben. Wir kennen seine Stärken und auch seine Schwächen. Er polarisiert, das ist klar. Aber wenn es einen Fussball-Profi gibt in der Schweiz, dann ist das Erich Vogel. Und für den Erfolg ist eine profunden sportliche Leitung unverzichtbar.»


(fox/si)

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Luzern - Zürich 1:1 (1:0)
05.02.12  Basel - Sion 0:0
05.02.12  Grasshoppers - Thun 0:1 (0:1)
05.02.12  Young Boys - Servette 3:1 (3:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 19 11 6 2 38 : 17 39

2. Luzern 19 9 5 5 26 : 16 32
3. Young Boys 19 8 6 5 29 : 18 30

4. Thun 19 7 5 7 22 : 21 26
5. Servette 19 7 3 9 26 : 32 24
6. Zürich 19 6 4 9 27 : 27 22
7. Grasshoppers 19 6 1 12 19 : 37 19
8. Lausanne-Sport 18 3 2 13 16 : 44 11

9. Sion 19 9 5 5 26 : 17 -4 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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