Uli Forte

18. November 2012 22:14; Akt: 19.11.2012 09:19 Print

«Das Resultat sieht schlimmer aus, als es ist»

Nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen, ein Torverhältnis von 1:7: GCs Vorsprung an der Tabellenspitze ist nach dem 0:4 in Basel so gut wie aufgebraucht. Trainer Uli Forte ist dennoch die Ruhe selbst.

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Im Spiel zwischen Basel und dem Leader GC war Valentin Stocker das Mass aller Dinge. Er holte einen Penalty heraus, den Marco Streller zum 2:0 verwandelte und er bereitete das 3:0 und 4:0 vor. Basel bodigte den Leader mit 4:0. Scarione vergab in der ersten Halbzeit einen Elfmeter. Aber auch ohne diesen hätten die Espen gewinnen müssen. Die Ostschweizer waren spielbestimmend. Gegen ein dezimiertes YB, Raimondi sah in der 36. Minute Rot, konnten sie ihre Chancen jedoch nicht nutzen. Besser erging es Christian Constantins Sion. Sie gewinnen dank Toren von Lafferty (Penalty) und Itaperuna auswärts 2:0 bei Servette. Alain Wiss bringt den FC Luzern mit einem herrlichen Weitschuss 1:0 in Führung. Keine Chance für Da Costa. Der FC Luzern hat den FC Zürich jederzeit unter Kontrolle. Die Zürcher zeigen eine schwache Partie, obwohl sie sich in der zweiten Halbzeit sehr bemüht haben. Andrist kann einen schönen Konter eiskalt abschliessen. Moussilou trifft schon in der ersten Minute nach einem riesen Bock von Faivre. Der Thuner Goalie rutscht aus beim herauskommen. Moussilou hüpft über den Unglücksraben und muss den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Noch vor der Pause muss der Lausanner Sanogo wegen einer zweiten gelben Karte vom Platz. Tafer erhöht in Unterzahl zum 2:0. In der Schlussphase kann Khelifi das 3:0 erzielen. Erst in der zweiten Halbzeit kann der FC Thun aufdrehen. Die numerische Überzahl macht sich nun etwas bemerkbar, doch richtige Torgefahr kommt zu keiner Zeit auf.

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Die Meisterschaft ist endgültig lanciert: Die Grasshoppers liegen nach der 0:4-Pleite beim FC Basel nur noch einen Zähler vor dem FC St. Gallen, zwei vor dem FC Sion und drei vor den Bebbi. Während die Formkurve von GC weiter nach unten zeigt, spricht beim FCB nichts mehr für eine Krise. Der Sieg im Spitzenspiel ist der dritte Vollerfolg in Serie. Torverhältnis:10:1.

Wesentlichen Anteil am deutlichen Heimsieg hatte Alex Frei. In der 70. Minute wurde der FCB-Stürmer beim Stand von 2:0 für David Degen eingewechselt. Valentin Stocker, der schon die ersten beiden Treffer der Bebbi auflegte, sorgte dafür, dass der 33-Jährige seinen Kurzeinsatz drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung mit einem Doppelpack krönen durfte. Stocker legte Frei seine Saisontreffer vier und fünf pfannenfertig auf.

Yakin gefällt noch nicht alles

Entsprechend zufrieden war FCB-Trainer Murat Yakin nach dem Spiel mit der Leistung von Stocker. «Man hat wieder einmal gesehen, wie wichtig er für den FC Basel ist. Auch weil er einen hohen Aufwand betreibt und flexibel einsetzbar ist», lobte Yakin den vierfachen Vorbereiter, der in der 81. Minute für Marcelo Diaz seinen Spezialabgang erhielt und dabei vom Publikum grosszügig beklatscht wurde. Auch mit dem Rest der Mannschaft war der Chef zufrieden. «Resultatmässig kann man schon zufrieden sein, spielerisch haben wir noch nicht ganz überzeugt. Es ist noch nicht das Zusammenspiel, wie es mir gefallen würde.»

Tatsächlich haftete dem hohen Basler Sieg ein Makel an: Zwei Tore rochen nach Abseits. Der zweite Treffer von Frei und das 1:0 durch David Degen in der 7. Minute. Schiedsrichter Daniel Wermelinger hatte noch mehr heikle Szenen zu beurteilen. So hatten er und seine Assistenten beispielsweise ein Basler Offside-Tor in der ersten Halbzeit nach einem Kopfball von Streller zurecht annulliert. Und GC hatte nach dem 0:2 nach einem Schuss von Michael Lang einen Handspenalty gefordert.

«Wir haben vieles richtig gemacht»

GC-Trainer Uli Forte hütete sich nach dem Abpfiff, über die Leistung des Unparteiischen zu urteilen. Dies hatte einen bestimmten Grund: Es war der letzte Super-League-Einsatz von Daniel Wermelinger. «Ich will mich nicht zum Schiedsrichter äussern, weil es sein letztes Spiel war. Ich wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute. Er hat für den Schweizer Fussball einen tollen Job gemacht.»

Lieber als über den Schiedsrichter sprach Forte über die guten Szenen, die trotz Niederlage vorhanden waren. «Wir haben vieles richtig gemacht. Wir hatten Torszenen, aber das Glück war einfach nicht auf unserer Seite. Das Resultat sieht schlimmer aus, als es ist. Wir müssen den Inhalt anschauen und der war zeitweise sehr gut.» Basel sei in den entscheidenden Situationen halt effizienter gewesen.

Forte will nicht auf die Tabelle schauen

Dennoch ändert dies nicht an der Faktenlage: Für Leader GC ist es das dritte Spiel in Folge ohne Sieg. Der Vorsprung auf das Verfolgertrio St. Gallen, Sion und Basel beträgt 1, 2, respektive 3 Punkte. Forte hat die Pleite beim Meister bereits abgehakt und verweist auf die Phase bis zum Jahresende. «Es folgen noch zwei wichtige Spiele mit dem Derby am Schluss. Es ist wichtig, dass wir uns auf die Spiele konzentrieren und nicht zu viel auf die Tabelle schauen.»

(ivb/als)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Susi Meier am 19.11.2012 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCB

    Also ich weis nicht was die sogenannten Fussball Spezialisten hier immer zu klagen haben. Wenn man die Fernsehbilder analysiert und in Zeitlupe schaur ist es glasklar. Stocker wird von Grichting zu fall gebracht. Wieso Grichting gestolpert ist, ist nicht relevant. Das 3:0 ist kein Abseits wie die Fernsehbilder klar zeigen. Das 4:0 mag offside gewesen sein. Doch wo, frage ich mich, blieben die gelben Karten für die zum Teil rüden Fouls der GC Spieler am FCB? Immer nur über den FCB schimpfen ist einfach wenn man selber keine Tore zustande bringt.

  • Michael Meier am 19.11.2012 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Tore waren ok

    Aus Sicht eines neutralen Beobachters muss mal ganz klar gesagt werden, dass alle Tore korrekt waren. 1. der 11-m war eine klare Sache. In anderen Ligen - z.B. in der Bundesliga - htte niemand diesen glasklaren 11-er angezweifelt. 2. beim 3:0 befindet sich Stellers rechter Fuß auf gleicher Hhe mit dem linken Fuß von Frei. Aber es war wirklich knapp und man muss festhalten: im Zweifel fr den Strmer. 3. das 4:0 war dagegen wieder eine eindeutige Angelegenheit: es war fr den Schiedsrichter schwer zu erkennen aber er lag letztlich richtig: der Ball kam vom Gegner - also kein Abseits.

  • Luke Schneider am 19.11.2012 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Standard...

    2x Abseits, 2x Elferentscheidung pro Basel. Wenn Schiris auf Abschiedstour sind, gehören Schirientscheidungen pro Basel noch mehr zum Programm als sonst. 1 solche Entscheidung ist unglücklich, 2 sind pech, 3 riesenpech und alles darüber ist vorsätzlich. Bertollini hat wie seinerzeit Meier nichts begriffen: er kann diesen Umstand nicht beim Namen nennen. Beschämend. Basel profitiert ständig von Schirientscheidungen. Solange der oberste Ref nicht bereit ist, dies zu thematisieren, wird sich daran nichts ändern. Demzufolge werden die Diskussionen nicht aufhören und noch mehr Schiris davonlaufen

  • M. Stocker am 19.11.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Warum reden alle von einem geschenkten Elfer? Beide Zürcher geben zu, dass der eine, den andern in Stocker hineingestossen hat. Und das in vollem Lauf. Ob Absicht oder nicht: Stocker wurde mehr als nur berührt, da wehrt sich kein Fussballer! Keiner! Beim ersten Offside(?) stellt sich die Frage, ob das Ganze ein Vorwärtspass ist. Das kann man auf den TV-Bildern nicht beweisen. Die eingeblendete Linie hat KEINE Bedeutung! Zweites Offside(?): Von wem kommt der Ball zu Stocker? Nicht von Salah, der spielt keinen "intended" Pass! Somit KEIN Offside! Alles korrekte Tore!

  • heiri basler am 19.11.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    oh wunder

    dem Penalty für Basel ging ein ganz klares (wenn auch unbeabsichtigtes) Foul voraus! deshalb klar 11er! das Hands von Frei war unabsichtlich und eine Bewegung der Hand zum Ball nicht zu erkennen, also ganz klar kein Penalty. Keine Ahnung, was die FCB-Basher hier wieder alles gesehen haben wollen. Dass das 1-0 , wie im Artikel geschrieben, Offside war, glaubt nicht einmal der grösste GC-Fan...