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Verfehlte Transferpolitik
30. Juli 2010 14:31; Akt: 30.07.2010 19:04 Print
Die Millionen des Scheichs bringen nichts
von Herbie Egli - Jeden Sommer das gleiche Spiel: Manchester City kauft für sehr viel Geld neue Spieler. Ende Saison stehen die Briten dennoch ohne Titel und mit leeren Händen da.
Diese Stars wollte Man City.
Yaya Touré von Barcelona für 30 Millionen Euro, David Silva von Valencia für 28,75 Millionen, Aleksandar Kolarov von Lazio Rom für 22,7 Millionen und Jerome Boateng vom HSV für 12,5 Milllionen. Alleine für diese vier Spieler gab der Premier-League-Verein diesen Sommer fast 100 Millionen Euro aus. Und es sollen noch weitere fliessen. Trainer Roberto Mancini will Inters Mario Balotelli für 35 Millionen.
Bildstrecken Marktwert der FussballerDas viele Geld stammt von Mansour bin Zayed Al Nahyan, seines Zeichens Scheich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2008 übernahm der schwerreiche Mann aus dem Nahen Osten erste Anteile des englischen Fussballklubs. Im September 2009 erwarb der 40-Jährige den ganzen Verein.
Geld allein bringt keine Titel
In der abgelaufenen Saison verpassten die Citizens, wie Man City auch genannt wird, mit dem fünften Schlussrang einen Platz in der Champions League. Seit mit der grossen Kelle angerührt wird, ist die Königsklasse natürlich das erklärte Saisonziel. Und muss es mit all diesen Stars auch sein. Vor einem Jahr gab der Scheich für neue Spieler sogar rund 150 Millionen Euro aus. Aber es will einfach nicht klappen.
Mansour bin Zayed Al Nahyan versucht immer wieder Weltstars mit Traumgagen nach England zu locken. Doch die meisten erliegen den Angeboten nicht. Kaká winkte ein wöchentliches Gehalt von 340 000 Euro – der Brasilianer sagte ab. Lionel Messi, Ronaldo, Iker Casillas, David Villa, John Terry sind nur einige von vielen Namen, die auch schon auf seiner Einkaufsliste standen.
Robinho soll es endlich richten
Der Brasilianer Robinho war bis jetzt der erste Star, der ein Man-City-Angebot nicht ausschlug. Im Sommer 2008 wechselte der wirblige Angreifer für 50 Millionen Euro von Real Madrid nach England. Aber auch er konnte für die Citizens keine Akzente setzen und sie zu einem Titel führen. Anfang 2010 wurde Robinho zu seinem Stammverein Santos nach Brasilien ausgeliehen. Von dort soll er jetzt wieder zurückkommen und Manchester City in der neuen Saison zu einem Champions-League-Platz verhelfen.
Die leise Kritik eines Deutschen
Ex-Bayern-Star Dietmar «Didi» Hamann spielte von 2006 bis 2009 selbst bei Man City. Obwohl er drei Jahre blieb, zweifelt der heutige Spielertrainer von Drittligist Milton Keynes Dons an der Transferpolitik des Vereins. «Ich weiss wirklich nicht, was City macht. Sie wechseln jedes Jahr 10 bis 15 Spieler und wenn sie das weiterhin tun, kann das zu nichts führen», sagt Hamann in einem Interview mit der «Sun». Man darf gespannt sein, ob Manchester City mit all den Neuverpflichtungen in der nächsten Saison einen Platz in der Champions League erreicht.

























