Verfehlte Transferpolitik

30. Juli 2010 14:31; Akt: 30.07.2010 19:04 Print

Die Millionen des Scheichs bringen nichtsDie Millionen des Scheichs bringen nichts

von Herbie Egli - Jeden Sommer das gleiche Spiel: Manchester City kauft für sehr viel Geld neue Spieler. Ende Saison stehen die Briten dennoch ohne Titel und mit leeren Händen da.

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Der Barça-Stürmer soll mit einem Rekordlohn von 425 000 Franken pro Woche nach England gelockt werden. Nach den Absagen der vielen Stars wollte Man-City-Besitzer Al-Fahim ein weiteres Team kaufen: Chelsea sollte es sein... Rund 287 Millionen Franken sind für den Weltfussballer des Jahres 2007 insgesamt geboten worden. Dem Spieler selber winkte ein wöchentliches Gehalt von 460 000 Franken. Kaká wollte nicht. ManCity wollte den Ex-Argentinien-Coach an der Seitenlinie. Wieviel für ihn geboten wurde, ist nicht bekannt. Nicht der spektakulärste Name, aber ein erfahrener, starker Spieler. 26 Millionen Euro sollte der Argentinier ManCity wert sein. ManCity bot für den Torjäger vom FC Valencia rund 94 Mio. Franken. Dem Spieler winkte ein wöchentliches Salär von 290 000 Franken. . Laut der «As» bot ManCity 150 Millionen Euro für den Keeper von Real Madrid. . Der Chelsea-Captain wurde mit 108 Millionen Franken Ablösesumme und 360 000 Franken Wochengehalt geködert. . Für Italiens Nationaltorhüter hatte ManCity sogar 116 Millionen Franken bezahlen wollen, und er hätte pro Monat auch über eine Million Franken verdienen können. . Im Januar 2009 wollte man dem ManU-Star ein Angebot über 255 Millionen Franken machen. Der Portugiese lehnte dankend ab. . Für den Barcelona-Star sollten 160 Millionen Franken geboten werden. . Der Liverpool-Angreifer wurde mit 140 Millionen Franken etwas tiefer gehandelt. , links. Der neue Arsenal-Captain wurde wie Fernando Torres mit 140 Millionen Franken gehandelt. , vorne. Vom Namen und Preis her am «unattraktivsten» für ManCity. Preis: 120 Millionen Franken. . Der Brasilianer war der erste Star, der ein Angebot von ManCity angenommen hatte. Er wechselte im Sommer für 68 Millionen Franken von Real Madrid nach England.

Diese Stars wollte Man City.

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Yaya Touré von Barcelona für 30 Millionen Euro, David Silva von Valencia für 28,75 Millionen, Aleksandar Kolarov von Lazio Rom für 22,7 Millionen und Jerome Boateng vom HSV für 12,5 Milllionen. Alleine für diese vier Spieler gab der Premier-League-Verein diesen Sommer fast 100 Millionen Euro aus. Und es sollen noch weitere fliessen. Trainer Roberto Mancini will Inters Mario Balotelli für 35 Millionen.

Das viele Geld stammt von Mansour bin Zayed Al Nahyan, seines Zeichens Scheich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2008 übernahm der schwerreiche Mann aus dem Nahen Osten erste Anteile des englischen Fussballklubs. Im September 2009 erwarb der 40-Jährige den ganzen Verein.

Geld allein bringt keine Titel

In der abgelaufenen Saison verpassten die Citizens, wie Man City auch genannt wird, mit dem fünften Schlussrang einen Platz in der Champions League. Seit mit der grossen Kelle angerührt wird, ist die Königsklasse natürlich das erklärte Saisonziel. Und muss es mit all diesen Stars auch sein. Vor einem Jahr gab der Scheich für neue Spieler sogar rund 150 Millionen Euro aus. Aber es will einfach nicht klappen.

Mansour bin Zayed Al Nahyan versucht immer wieder Weltstars mit Traumgagen nach England zu locken. Doch die meisten erliegen den Angeboten nicht. Kaká winkte ein wöchentliches Gehalt von 340 000 Euro – der Brasilianer sagte ab. Lionel Messi, Ronaldo, Iker Casillas, David Villa, John Terry sind nur einige von vielen Namen, die auch schon auf seiner Einkaufsliste standen.

Robinho soll es endlich richten

Der Brasilianer Robinho war bis jetzt der erste Star, der ein Man-City-Angebot nicht ausschlug. Im Sommer 2008 wechselte der wirblige Angreifer für 50 Millionen Euro von Real Madrid nach England. Aber auch er konnte für die Citizens keine Akzente setzen und sie zu einem Titel führen. Anfang 2010 wurde Robinho zu seinem Stammverein Santos nach Brasilien ausgeliehen. Von dort soll er jetzt wieder zurückkommen und Manchester City in der neuen Saison zu einem Champions-League-Platz verhelfen.

Die leise Kritik eines Deutschen

Ex-Bayern-Star Dietmar «Didi» Hamann spielte von 2006 bis 2009 selbst bei Man City. Obwohl er drei Jahre blieb, zweifelt der heutige Spielertrainer von Drittligist Milton Keynes Dons an der Transferpolitik des Vereins. «Ich weiss wirklich nicht, was City macht. Sie wechseln jedes Jahr 10 bis 15 Spieler und wenn sie das weiterhin tun, kann das zu nichts führen», sagt Hamann in einem Interview mit der «Sun». Man darf gespannt sein, ob Manchester City mit all den Neuverpflichtungen in der nächsten Saison einen Platz in der Champions League erreicht.

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Luzern - Zürich 1:1 (1:0)
05.02.12  Basel - Sion 0:0
05.02.12  Grasshoppers - Thun 0:1 (0:1)
05.02.12  Young Boys - Servette 3:1 (3:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 19 11 6 2 38 : 17 39

2. Luzern 19 9 5 5 26 : 16 32
3. Young Boys 19 8 6 5 29 : 18 30

4. Thun 19 7 5 7 22 : 21 26
5. Servette 19 7 3 9 26 : 32 24
6. Zürich 19 6 4 9 27 : 27 22
7. Grasshoppers 19 6 1 12 19 : 37 19
8. Lausanne-Sport 18 3 2 13 16 : 44 11

9. Sion 19 9 5 5 26 : 17 -4 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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