GC-Trainer Uli Forte

25. November 2012 10:08; Akt: 25.11.2012 10:16 Print

«Basel gegen die restlichen Drei»

von Eva Tedesco - An der Tabellenspitze hat sich zwei Runden vor der Winterpause ein Quartett abgesetzt. GC-Trainer Uli Forte spricht gar von einer Zweiklassengesellschaft.

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GC-Trainer Uli Forte über den Sieg, die Tabelle und den Meisterschaftsfavoriten. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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So eng war es nach 17 Meisterschaftsrunden seit acht Jahren nicht mehr. Die Spreu hat sich vom Weizen getrennt und vier Teams haben sich in der Tabelle vom Rest abgesetzt. GC (34), St. Gallen (32), Sion (32) und der FC Basel (30) trennen lediglich vier Punkte, wobei die Espen erst am Sonntag gegen Luzern (13.45 Uhr) und der FCB in Thun (16 Uhr) ihre Runde austragen und die Rangliste noch einmal verändern können. Bis zur Winterpause geht es für diese vier Mannschaften noch um jeden Punkt. Sion und Leader GC machten am Samstagabend den Anfang.

Bricht GC vor der Winterpause endgültig ein? Mit diesem Fragezeichen hinter der Affiche waren die Hoppers zum Tabellendritten aus Sion gereist. Die Vorzeichen waren nicht gut: Aus den letzten drei Liga-Partien hatte der Leader lediglich einen Punkt (1:1 gegen Lausanne) geholt. Am letzten Sonntag setzte es gegen Basel gar eine 0:4-Schlappe ab. Doch die junge Truppe von Trainer Uli Forte legte im Wallis unter fachkundiger Beobachtung von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld eine gelungene Reifeprüfung ab.

Gelungene Reifeprüfung im Wallis

GC waren die ungenügenden Resultate nicht anzumerken, das Team legte los wie die Feuerwehr. Nach drei Minuten – der letzte Schluck Fendant hatte bei einigen Matchbesuchern noch nicht ganz die Gurgel passiert – schob Ben Khalifa den Ball zu Taulant Xhaka auf den rechten Flügel. Der spielte in die Mitte, wo Shkelzen Gashi goldrichtig stand und zum 1:0 für GC einschob.

Es war der erste Saisontreffer des Offensivspielers und ein wichtiger dazu. Auch wenn die Antwort der Sittener nicht lange auf sich hat warten lassen. Leo Itaperuna (30.), schon Doppeltorschütze gegen GC beim Sittener 2:0-Sieg im Letzigrund am 15. Juli, köpfelte eine Crettenand-Flanke zum Ausgleich in die Maschen. Es sollte gleichzeitig der letzte Treffer der Partie sein.

Salatic mehr als zufrieden mit einem Punkt

«Wir sind mit dem Punkt zufrieden», sagt Captain Vero Salatic nach dem intensiven und sehenswerten Schlagabtausch im Tourbillon, «man muss sehen, dass wir zuletzt vier Spiele in Folge nicht mehr gewonnen haben und auswärts gegen ein starkes Sion spielen mussten. Der Punkt ist mehr als gut.»

Der Punkt reicht aber nicht, um die Tabellenführung zu verteidigen, wenn Verfolger St. Gallen sein Spiel gegen Luzern gewinnt. Es wäre nach 54 Tagen die Wachablöse an der Tabellenspitze, die GC seit dem 1. Oktober inne hat. «Egal, das ist egal», sagt GC-Trainer Uli Forte. «Wir schauen nicht auf die Tabelle. Und wenn nach so langer Zeit nun einmal an anderer oben steht – auch gut.» Die Vorrunde wäre trotz des Verlustes der Leaderposition eine erfolgreiche gewesen und man werde versuchen, sich auch nach der Winterpause in diesem Spitzenquartett zu halten.

«Basel ist einmalig»

«Die Vier vorne sind zwar weggezogen», so Forte, «aber ich sehe da auch eine Zweiklassengesellschaft: Basel und die restlichen Drei. Basel ist einmalig. Er ist der Krösus der Liga und klar, dass der FCB mit dem grössten Budget in der Liga weiter nach vorne kommen wird. Darum wird es in der Rückrunde heissen: Der FC Basel gegen die drei anderen Mannschaften, die sich streiten werden. GC sehe ich in der 3er-Gruppe, der natürlich versucht, die beiden anderen abzuhängen.»

Und Sion? Auch die Walliser, die gegen GC den ersten Punktverlust unter Trainer Pierre-André Schürmann (drei Siege inklusive Cup in Folge) hinnehmen mussten, starten aus dieser Spitzengruppe in die Rückrunde. Schürmann sieht die Karten aber nicht so klar verteilt. «Schüschüs» Kampfansage: «Noch ist gar nichts fix. Nach Weihnachten kann noch viel passieren. Im Fussball ist bis zum Schluss alles offen». Das muss er wohl sagen, sonst ist er beim FC Sion schnell weg.
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GC-Captain Vero Salatic ist mehr als nur zufrieden mit einem Punkt in Sion. (Video: 20 Minuten Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R. Neuenschwander am 25.11.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Penibelster Klub

    Wer auch immer Meister odre Cupsieger wird: Penibel ist gegenwärtig die Leistung von YB. Die sollten sich überlegen, wie man das Stadion verkleinern kann. In der der "B" kommen sicher keine 5000 Zuschauer. Würde dann wie ein Kindergärtler in Schwingerhosen wirken.

  • Forza GCZ am 25.11.2012 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    grasshoppers

    Hoffe GC wird das packen! scheint wie eine Utopie und es ist noch ne lange Rückrunde, aber träumen darf man ;)

  • Diego Coros am 25.11.2012 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp FCB

    Hopp FCB!!! Der FC Basel soll wider Schweizer Meister werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • R. Neuenschwander am 25.11.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Penibelster Klub

    Wer auch immer Meister odre Cupsieger wird: Penibel ist gegenwärtig die Leistung von YB. Die sollten sich überlegen, wie man das Stadion verkleinern kann. In der der "B" kommen sicher keine 5000 Zuschauer. Würde dann wie ein Kindergärtler in Schwingerhosen wirken.

  • Forza GCZ am 25.11.2012 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    grasshoppers

    Hoffe GC wird das packen! scheint wie eine Utopie und es ist noch ne lange Rückrunde, aber träumen darf man ;)

  • P.F am 25.11.2012 13:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannend

    Als FCB-Fan hoffe ich natürlich auf den nächsten Meistertitel aber als Fussballfan finde ich die momentane Situation absolut spannend und hoffe das es noch lange so bleibt.FCSG und GCZ haben bis jetzt eine wohl von den wenigsten erwartet gute Vorrunde gespielt und stehen zurecht an der Tabellenspitze und hätte CC ein wenig mehr Geduld mit den Trainern könnte es auch mal was werden mir dem Meistertitel. In diesem Sinne Hopp FCB und auf hoffentlich noch viele spannende Spiele..

  • Samuel am 25.11.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Geld alleine reicht nicht

    Klar Basel hat das grösste Budget, aber Geld schiesst noch keine Tore. Schaut doch mal Redbull Salzburg an, die haben ein grösseres Budget als Basel, sind in der Champions League aber an Düdelingen gescheitert. Man muss das Geld immer noch richtig einsetzen können.

  • Hans Zürcher am 25.11.2012 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kämpfen?

    Basel vor, noch ein Tor!