Rücktritt angekündigt

15. November 2012 10:01; Akt: 15.11.2012 11:00 Print

Alex Frei hört im Sommer auf

Basel-Stürmer Alex Frei beendet seine Spieler-Karriere im Sommer 2013. Der Schweizer Rekordtorschütze hängt seine Schuhe an den Nagel.

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Am 6. Dezember 2014 nimmt Frei den Hut als Sportchef des FC Luzern. Der zweifache Familienvater wechselt in den Trainerstaff im FCB-Nachwuchs und arbeitet an seinen Trainerdiplomen. Nebenbei kickt er bei den Senioren des FC Biel-Benken. Am 21. Oktober 2013 darf der Nati-Rekordtorschütze am Fifa-Hauptsitz in Zürich die Barrage- Begegnungen in der WM-Qualifikation 2014 ziehen. Am Tag nach seinem Abschied beim FCB startet Frei als Sportchef des FC Luzern. Am 14. April 2013 wird Alex Frei vor seinem letzten Spiel als Profi in würdigem Rahmen verabschiedet. Der 34-Jährige zeigt sich dabei emotional. Der Abschied vor dem Saisonende hat mit einer neuen Herausforderung zu tun: Alex Frei wird am 19. März 2013 als Sportchef beim FC Luzern vorgestellt. Er wird die Stelle am 15. April antreten. Alex Frei gibt am 15. November 2012 seinen Rücktritt bekannt. Beim FC Basel begann er 1995 seine Karriere, in Rotblau beendet er sie 17 Jahre später. 28. Mai 2012: Zum zweiten Mal in Folge wird Frei die Ehre zuteil, die Trophäe für den besten Spieler der Saison entgegenzunehmen. Auch das dritte Jahr nach seiner Rückkehr zum FC Basel ist äusserst erfolgreich: Nebst dem Double-Gewinn ist Frei erneut der treffsicherste Schütze der Super League (24 Treffer). Am 12. Mai 2012 erzielt Frei gegen die Grasshoppers seinen 300. Karrieretreffer. An der Nach des Schweizer Fussballs wird der 31-Jährige zum Spieler des Jahres ausgezeichnet. Nicht nur das: Der FCB-Stürmer wird mit 27 erzielten Ligatoren auch Torschützenkönig der Saison 2010/11. Mit dem FC Basel holt sich Frei auch in der zweiten Saison nach seiner Rückkehr in die Schweiz den Meistertitel. Zusammen mit Beni Huggel macht er sich auf zu den Fans. 5. April 2011: Alex Frei tritt per sofort aus der Nati zurück. Damit war das EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien (0:0, Bild) am 26. März seine letzte Partie im Nati-Dress. Seinen Rücktritt hat Frei schon früher bekannt gegeben. Am 16. November 2010 gelingt ihm im Spiel 1 nach der Ankündigung ein grosses Spiel: Im Test gegen die Ukraine spielt der Stürmer gross auf und erzielt zwei Tore. Es sind die ersten beiden Treffer seit über einem Jahr und die Länderspieltore Nr. 41 und 42 für Frei. Auch die letzten, wie sich später herausstellt. Am 4. November 2010 gibt der 31-Jährige seinen Abschied auf Raten bekannt. Ende Saison 2010/11 soll Schluss sein. Einer der Gründe ist sicher der 12. Oktober 2010: Der Nati-Captain wird im Basler St. Jakob-Park - seinem Heimstadion - bei jeder Ballberührung ausgepfiffen. Am 3. September 2010 bestreitet die Schweiz ein Testspiel gegen Australien (0:0). Frei verschiesst einen Elfmeter und erntet Pfiffe vom Publikum in St. Gallen. Die WM 2010 in Südafrika endet mit einer Enttäuschung. Sichtlich angeschlagen, kann Alex Frei der Nati keine Impulse geben. Ein 0:0 im letzten Gruppenspiel gegen Honduas besiegelt den Abschied durch die Hintertüre. Frei hat den historischen 1:0-Sieg gegen Spanien verpasst und wird gegen Chile (0:1) nach dem Platzverweis gegen Valon Behrami aus taktischen Gründen früh ausgewechselt. Kurz vor der WM 2010 in Südafrika verletzt sich der Basler im Abschlusstraining im Zürcher Letzigrund. Trotz der Knöchelverletzung reist Alex Frei ans Turnier. Schon im Flugzeug beginnt die Therapie. Ein Wettlauf mit der Zeit. Magische Marke: Im WM-Qualifikationsspiel gegen Lettland in Riga schiesst Alex Frei am 9. September 2009 sein 40. Länderspieltor. Die erste Saison nach seiner Rückkehr aus der Bundesliga endet für Frei im totalen Triumph: Mit seinen 15 Saisontoren hat der Stürmer grossen Anteil am Double-Gewinn mit dem FC Basel. 2009 kehrt Frei für eine Ablöse von etwas mehr als 4 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Basel zurück. Dort trifft er in 103 Liga-Spielen 73 Mal. Erfolgreich ist er zuvor auch in Dortmund: 34 Tore in 74 Bundesliga-Spielen, Legendär sein Doppelpack am 13. September 2008 beim 3:3 gegen Erzrivale Schalke 04. Es ist sein erstes Spiel nach einer Verletzungspause. Zuvor hat die EM erneut mit einem Tiefschlag geendet: Im Eröffnungsspiel verletzt sich der Nati-Captain beim Eröffnungsspiel der Euro 2008 im eigenen Land gegen Tschechien (0:1) schwer. Das Turnier ist für ihn schon nach 43 Minuten gelaufen. Am 30. Mai 2008 erreicht der Basler einen Meilenstein in seiner Karriere: Mit dem 35. Länderspieltor in der Partie gegen Liechtenstein (3:0) löst er Kubilay Türkyilmaz als Rekordtorschütze der Schweizer Nati ab. In der Saison 2007/2008 kommt Frei für Borussia Dortmund aufgrund einer Verletzung nur 13 Mal zum Einsatz, erzielt dabei dennoch 6 Tore. Zudem schafft er es mit Dortmund in den Cupfinal. Dort verliert der BVB 1:2 gegen Bayern München. Alex Frei ist nach der Ausbootung von Johann Vogel am 22. März 2007 erstmals Captain der Nationalmannschaft. Beim 2:0 gegen Jamaika gelingt ihm jedoch kein Tor. Auch im Verein läuft es dem Stürmer: Mit 16 Treffern hat er grossen Anteil am Ligaerhalt des BVB (Rang 9). Zum Traditionsverein aus dem Ruhrpott wechselt Alex Frei nach der WM 2006. Der Wechsel vom Stade Rennais kostet die Dortmunder 4,1 Millionen Euro Ablöse. Frei unterschreibt für vier Jahre. Zuvor endet die Weltmeisterschaft in Deutschland mit einem unverständlichen Fehler von Nationaltrainer Köbi Kuhn. Dieser wechselt seinen treffsichersten Elfmeterschützen in der Verlängerung des Achtelfinals gegen die Ukraine aus. Frei fehlt im Penaltyschiessen, das die Schweiz mit 0:3 verliert. An der WM 2006 erzielt Alex Frei im letzten WM-Gruppenspiel gegen Südkorea das 2:0 und sichert der Schweiz die Qualifikation für die Achtelfinals. Schon vier Tage zuvor gegen Togo(2:0) hat er getroffen. Die Qualifikation für die WM 2006 gelingt der Nati in der denkwürdigen Barrage gegen die Türkei. Nach dem 2:0 im Hinspiel unterliegt die Nati in Istanbul mit 2:4, qualifiziert sich aber aufgrund der Auswärtstore-Regel. Frei trifft im Skandalspiel am Bosporus am 16. November 2005 vom Elfmeterpunkt zum 1:0. Die EM 2004 bringt dem Stürmer kein Glück. Statt mit Toren macht Frei von sich reden, als er Englands Steven Gerrard bespuckt. Vom Staff falsch beraten steitet der damals 25-Jährige zuerst alles ab, muss dann aber doch klein bei geben. Er wird für drei Spiele und somit für den Rest des Turniers gesperrt. Frei hat massgeblichen Anteil an der EM-Qualifikation: Am 11. Oktober 2003 erzielt er gegen Irland das 2:0, mit dem sich die Nati das Ticket nach Portugal sichert. Zu dieser Zeit spielt der Stürmer in der Ligue 1. Im Sommer 2003 zieht es Frei zu Stade Rennes. Bei seiner ersten Station im Ausland läuft es dem Angreifer. 47 Tore in 100 Spielen stehen nach dem dreijährigen Engagement zu Buche. 2004/05 wird er Torschützenkönig in Frankreich. In der Nati debütiert die Tor-Maschine am 24. März 2001 in der WM-Qualifikation gegen Jugoslawien (1:1). Vier Tage später gelingt dem 21-Jährigen in seinem zweiten Länderspiel gegen Luxemburg bereits ein Hattrick. Im gleichen Jahr gewinnt der junge Stürmer seinen ersten Titel. Mit einem 3:0-Sieg gegen Yverdon holt Servette-Genf am 10. Juni den Schweizer Cup. Der Stürmer erzielt in 64 Spielen für die «Grenats» 36 Tore und zieht die Blicke ausländischer Klubs auf sich. Zuvor spielt Frei eine Saison für den FC Thun in der damaligen Nationalliga B. Bei seinem Stammklub FC Basel kann sich der damals 19-Jährige nicht durchsetzen.

Die Nati-Karriere von Alex Frei.

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Alex Frei tritt zurück. Der Stürmer des FC Basel und langjährige Nationalspieler hängt nach der laufenden Saison seine Schuhe an den Nagel.

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Der mittlerweile 33-Jährige kam 1997 zu seinem ersten Einsatz als Profi beim FC Basel. In seiner Spielerkarriere bei Thun, Luzern, Servette, Rennes, Dortmund und seit 2009 wieder bei Basel erzielte er bisher in 433 Pflichtspielen 219 Tore im Verein. In der Nationalmannschaft lief er von 2001 bis 2011 84-mal auf und erzielte dabei 42 Treffer. Frei ist damit Rekordtorschütze der Nati.

Tiefpunkte in der Nationalmannschaft

Bei Rennes wurde der Stürmer 2004/05 Torschützenkönig der Ligue 1, als er im Sommer 2006 zu Dortmund wechselte hatte er mit 16 Treffern grossen Anteil am Ligaerhalt des BVB.

Frei wurde in seiner Karriere bisher dreimal Schweizer Cupsieger (2001, 2010, 2012) und dreimal Schweizer Meister (2010, 2011, 2012). Zudem wurde er 2011 und 2012 zum Axpo Spieler des Jahres erkoren.

In der Nationalmannschaft hatte der Angreifer gegen Ende seiner Laufbahn einen schweren Stand. Oft wurde er selbst von eigenen Fans ausgepfiffen. Zudem prägten zwei Tiefpunkte die Nati-Karriere des Rekordtorschützen: Die Spuckaffäre an der Euro 2004 und die Verletzung im ersten Spiel an der Heim-EM 2008 gegen Tschechien.

Wir berichten ab 13.15 Uhr live von der Pressekonferenz.

(fox)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich war nie sein grösster Fan, tatsächlich ging mir seine Art auf die Nerven. Trotzdem gehört er zu den grössten Schweizer Fussballern und das sollte respektiert werden. Ist denn Ibrahimovic oder Ronaldo sympathisch, waren Gascoigne und Pippo Charmeure? Sie alle machen den Fussball aber erst sehenswert..... – René

finde ich eine richtige entscheidung, alex. jetzt wo du selber ne familie hast, solltest du mehr zeit für deine frau und dein kind haben. es ist schade, wenn mann die eigenen kinder nicht wachsen sieht, weil die zeit schnell vorbei geht und du bestimmt genug geld jetzt hast für deine familie. es gibt nichts schöneres als die eigenen kinder wachsen zusehen :) Gruss veysel - bin selber zwillingsvater – veysel top

Alex Frei war und ist ein toller Spieler. All denen, die andauernd auf ihm rumhacken, sei gesagt, dass ihn die Kinder in den Fussballcamps jeweils als nettesten Profi empfinden... – Victor

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toni Cotti am 15.11.2012 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Streller bitte mitnehmen

    Bitte nimm den Streller mit!!!!

    einklappen einklappen
  • wotan am 15.11.2012 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaa

    Gefällt mir

  • elax am 15.11.2012 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    danke

    Endlich!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Torres9 am 19.11.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt Alex

    Ich bin kein Frei-Fan aber was er für unsere Nationalmannschaft gemacht hat, Respekt. Wahrscheinlich sind wir das einzige Land, welches seine "Star-Spieler" hasst. Und dass es ein Schweizer so weit bringt, ist auch nicht selbstverständlich. Aber eben, wenn man sich an Spanien, Deutschland oder Argentinien orientiert und nicht einmal Tunesien bzw. Luxemburg schlägt.......

    • Torres9 am 19.11.2012 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      Tunesien

      Sorry, natürlich habe sie ja dort "überlegen" gewonnen...

    einklappen einklappen
  • nixxi am 19.11.2012 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    I liebe Alex...seine Art ...sein Fussball...sein strahlen...sein Mensch sein...danke für deine super Leistung!!!!!!!!!!Ein Grund für mich Fussball zzu schauen!!!!!!!!!!!!!!!

  • M.H. am 19.11.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ungehobelter Klotz?

    Ihr armen Journalisten: Ihr klagt über Unanständigkeit? Da seid ihr doch selber schuld. Die Fragen die ihr manchmal stellt sind teilweise ungeholbelter als die "netten" Bemerkungen die ihr von Alex Frei erhalten habt. Denkt mal nach: Wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück! Kurz um: Selber schuld!

  • Marco Widi am 18.11.2012 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nur in der Schweiz

    Das gibts echt nur in der Schweiz, dass der Rekordtorschütze ausgepfiffen und aus der Nati geekelt wird. Genau wegen solchen charakterlosen Leuten interessiert mich Fussball eigentlich nicht die Bohne. Für mich ist Frei immernoch der grösste Schweizer Fussballer aller Zeiten in einer Nati, mit der ich mich noch identifizieren und mitfiebern konnte. Hach war das Spiel in Istanbul tödlcih für meine Nerven:D

  • Sepp Meichtri am 18.11.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Geschichte zu Alex Frei...

    Bei einem Besuch des Nati-trainings liess ich mir einen Fussball von den Spielern signieren. Sämtliche Spieler und Trainer haben unterschrieben nur eine Person ziehrte sich und wollte nicht. Dank Huggels:"chum Alex, jetzt tue ned so blöd" gabs dann auch noch die Frei unterschrift. Charakter kann man nicht lernen.