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Maurizio Jacobacci
14. Dezember 2009 23:10; Akt: 14.12.2009 23:14 Print
«Ich habe den FCB lieber jetzt als im Final»
von Andy Huber - Der SC Kriens hat den grossen Coup geschafft und steht im Cup-Halbfinal gegen Basel. Doch Trainer Maurizio Jacobacci will mehr.
Maurizio Jacobacci, wie lange haben Sie in der Nacht nach dem Sieg gegen Thun geschlafen?
Maurizio Jacobacci: Nicht viel. (Schmunzelt) Und irgendwie kommen wir in Kriens nicht zum Festen heraus. Am Freitag war das Weihnachtsessen, am Sonntag die Party nach dem Match und heute (Montag, Red.) treffen wir uns nochmals im Bowling Center Widnau, wo meine Freundin Ilona Hug Mitinhaberin ist, zum Apéro. Schon gut so. Meine Spieler sollen diesen speziellen Moment auch ausgiebig zusammen geniessen.
Kriens-Trainer Maurizio Jacobacci erklärt vor dem Thun-Match seine Taktik. (Keystone)
Für Sie dürfte die Halbfinal-Quali auch der grösste Erfolg Ihrer Trainerkarriere sein.
Das ist sicher ein wunderbarer Moment. Ein Highlight war jedoch auch, dass ich in diesem Sommer nach meiner ersten Saison in Kriens den Aufstieg in die Challenge League schaffte.
Ihr Ziel ist ein Trainerjob in der Super League. Sind Sie diesem Ziel nun nähergekommen?
In erster Linie bin ich glücklich, dass ich in meinem Beruf arbeiten darf. Schauen Sie nur, wie viele Kollegen mit der Uefa-Pro-Lizenz arbeitslos sind. Dafür bin ich dem Klub dankbar. Deshalb habe ich auch im Sommer 2008, einen Tag nach meiner Anstellung in Kriens, das Angebot eines Super-League-Klubs abgelehnt. Für mich ist ein Wort immer noch ein Wort.
Und wenn Sie am 5. Mai den FCB schlagen, setzt man Ihnen in der Innerschweiz ein Denkmal.
(Lacht) Wir müssen realistisch bleiben, der grosse FC Basel kommt. Doch wir wollen in den Cupfinal und sind zuhause im Kleinfeld eine Macht. Wir haben seit Oktober 2008 keinen Ernstkampf mehr dort verloren. Ich habe den FCB jedenfalls lieber jetzt zuhause, als im Final in Basel.
Haben Sie eine Prämie für einen Cupsieg im Vertrag?
Klar gibts diese Klausel.
Sie scherzen.
Nein. Als Trainer muss man sich immer die höchsten Ziele stecken.


























