Super League

17. Mai 2013 12:13; Akt: 17.05.2013 23:25 Print

Thuner lassen dem FC St. Gallen keine Chance

Der FC Thun schlägt den FC St. Gallen in der 33. Runde der Super Leage am Ende verdient mit 3:0. Für die Ostschweizer ist es ein Rückschlag im Kampf um Platz 2.

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Der FC Zürich besiegt den FC Luzern im heimischen Letzigrund mit 4:1 und wahrt sich damit die Chance, nächste Saison europäisch zu spielen. Besonders in der zweiten Halbzeit kommen beide Teams zu zahlreichen Chancen, aber nur die Stadtzürcher sind im Abschluss effizient. Hier duellieren sich Djimsiti (FCZ) und Puljic. Gavranovic bringt den FCZ kurz vor der Pause in Führung, die Sarr in der 58. Minute mit einem sehenswerten Solo egalisiert. In der 66. Minute trifft Schönbächler und bringt die Zürcher erneut in Front. Drmic und Chikhaoui machen mit ihren Toren in der Nachspielzeit dann alles klar. Die Berner Young Boys gewinnen gegen den Tabellenletzten Servette 1:0. Der Genfer Moubandje behauptet den Ball gegen Berns Torschützen Afum. Für Servette wird die Luft in der Super League immer dünner. Der Abstand auf den rettenden Relegationsplatz beträgt vier Punkte. 17. Mai: Ein Freudentag für den FC Thun. Die Berner Oberländer bejubeln gegen den FC St. Gallen einen ungefährdeten 3:0-Sieg. Schneuwly markierte schon in der vierten Minute das 1:0 – allerdings stand er im Abseits. Den St. Gallern machte vor allem das aggressive Pressing der Thuner Kopfweh. Montandon (im Bild) muss nach einem Zusammenstoss mit seinem Mitspieler ausgewechselt werden. Wähend die Thuner im Kampf um Platz 2 zurückgebunden werden, könnten die Thuner noch den kriselnden FC Sion überholen. 16. Mai: Shkelzen Gashi hat allen Grund zum Jubeln. Seine Hoppers fertigten den FC Sion gleich mit 4:0 ab. Die Walliser kommen im eigenen Stadion überhaupt nicht auf Touren. Nachdem Präsident Constantin sieben Spieler in die U-21 verbannt hat, fehlen die Automatismen. GC kann dafür umso zufriedener sein. Die Zürcher verteidigen den zweiten Platz und sparen Kräfte für den Cupfinal. Gashi steigt höher als der Sittener Verteidiger und markiert das 1:0. Auch Basel kommt zu Hause gegen Lausanne zu einem ungefährdeten 2:0-Sieg. Mittelfeldspieler Fabian Frei sorgt mit einem Doppelpack für die Entscheidung. Stocker bedient ihn zweimal mustergültig. Lausanne hadert am Ende mit dem Schiedsricher, weil Basel ein Tor aus abseitsverdächtiger Position erzielte. Kurz vor der Pause verschiesst Marco Streller einen Penalty.

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Mit zwei Toren in der Startviertelstunde dämpfte Thun die keimenden Champions-League-Hoffnungen des FC St. Gallen. Aus klarer Abseitsposition brachte Marco Schneuwly Thun in der 4. Minute mit dem ersten Angriff in Führung. Der Goalgetter der Berner Oberländer markierte seinen 12. Saisontreffer.

In der 12. Minute fiel bereits die Vorentscheidung. Die in der Abwehr desorientierten St. Galler wurden über die rechte Flanke erneut erwischt. Andreas Wittwer erhöhte auf Zuspiel Schneuwlys und einem Ablenker eines St. Gallers auf 2:0. Zuvor hatte Torhüter Daniel Lopar, der eine noch höhere Niederlage verhinderte, zweimal hervorragend gegen Wittwer und Michael Siegfried. In den ersten Sekunden der Nachspielzeit reüssierte Siegfried mit dem 3:0 dennoch.

Thun rückt Sion auf die Pelle

Thun rückte mit dem 12. Saisonerfolg bis auf einen Zähler ans das darbende Sion und bis auf zwei Punkte an Zürich heran. Beide Teams haben allerdings eine Partie weniger ausgetragen. St. Gallen, das sich einen Europa-League-Platz gesichert hat, wurde im Kampf um Platz zwei zurück gebunden. Die Ostschweizer, die in Thun gar nicht auf Touren kamen, weisen nun wieder vier Zähler Rückstand auf die Grasshoppers auf.

«Wir haben vieles richtig gemacht und einen positiven Auftritt gezeigt», fasste Thuns Trainer Urs Fischer erfreut zusammen. «Meine Mannschaft legte viel Willen an den Tag und bewies, dass es mit Leidenschaft fähig ist, guten Fussball zu spielen.» St. Gallens Trainer Jeff Saibene haderte: «Der frühe Rückstand warf uns aus der Bahn. Zu viele meiner Spieler waren nicht in Normalform. Eine mentale Müdigkeit machte sich bemerkbar. Diesen Fehltritt müssen wir schnell abhaken und einige Tage ausruhen.»

St. Gallen mit viel Pech

Thun war weit abgeklärter und engagierter und riss mit seinem gefälligen, gradlinigen Fussball wiederholt Lücken in die brüchige St. Gallen Abwehr, die kurz vor der Pause noch Captain Philippe Montandon nach einem Zusammenprall mit Klubkollege Marco Mathys verlor. Vor allem in der Abwehr zeigte St. Gallen einige Abstimmungsprobleme, die Thun resolut ausnutzte. Torschützenleader Oscar Scarione wurde eng beschattet und konnte nicht so viel wie üblich Einfluss aufs St. Galler Angriffsspiel nehmen.

Thun - St. Gallen 3:0 (2:0)
Arena. 4495 Zuschauer. SR Bieri.
Tore: 4. Marco Schneuwly (Schirinzi) 1:0. 12. Wittwer (Marco Schneuwly) 2:0. 91. Siegfried (Schirinzi)) 3:0.
Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Schindelholz, Schirinzi; Zuffi; Steffen (80. Volina), Siegfried, Hediger, Wittwer; Marco Schneuwly (74. Sadik).
St. Gallen: Lopar; Martic (56. Mutsch), Montandon (41. Stocklasa), Besle, Pa Modou; Mathys, Nater; Wüthrich, Scarione, Nushi (57. Cavusevic); Ishak.
Bemerkungen: Thun ohne Bättig, Ferreira, Ghezal, Bigler, Cassio, Demiri und Salamand (alle verletzt). St. Gallen ohne Etoundi, Janjatovic und Lehmann (alle verletzt) und Hämmerli (gesperrt). Montandon nach Zusammenstoss mit Mathys benommen ausgetreten. Verwarnungen: 48. Steffen (Unsportlichkeit). 55. Besle (Foul). 65. Faivre (Spielverzögerung). 87. Cavusevic (Foul).

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(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • FCSG am 17.05.2013 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Saibene

    Unterschied zwischen Saibene und CC: CC wirft die halbe Mannschaft raus und versaut damit den Rest der Saison. Saibene hakt das Spiel ab und legt den Fokus auf die drei (noch wichtigeren) Spiele gegen Servette, GC und Basel.

  • R.Lüthi am 18.05.2013 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Sieg verdient

    Zugegeben, Thun hat den Sieg nicht gestohlen. St.Gallen hat grottenschlecht gespielt. Trotzdem, der Fehlentscheid dieser Art ist eben nicht der einzige, den der FCSG in dieser Saison akzeptieren musste. Viel wichtigere erfolgten u.a. im Spiel gegen den FC Basel als - welch Zufall - der gleiche Alain Bieri dem FCSG ein reguläres Tor wegen Offside aberkannte und die SanktGaller um den Sieg brachte. Und dies war nicht der einzige Fall. Insofern kann in der Schweiz zu Recht von Meisterschaftsverfälschung durch die Schiris gesprochen werden.

  • St. Galler am 17.05.2013 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    immer wieder

    fallen uns die Linienrichter in den Rücken! Aber Thun spielt gut.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo R. am 18.05.2013 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Da gibt es...

    ... unzählige Reaktionen auf das sehr knappe Offside von Fabian Frei aber kaum welche auf das klare Offside von Schneuwly. Einmal mehr der Beweis wie viele FCB-Neider sich hier herumtreiben. Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt. In dem Sinne: Es grüsst der alte und neue Meister

  • R.Lüthi am 18.05.2013 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Sieg verdient

    Zugegeben, Thun hat den Sieg nicht gestohlen. St.Gallen hat grottenschlecht gespielt. Trotzdem, der Fehlentscheid dieser Art ist eben nicht der einzige, den der FCSG in dieser Saison akzeptieren musste. Viel wichtigere erfolgten u.a. im Spiel gegen den FC Basel als - welch Zufall - der gleiche Alain Bieri dem FCSG ein reguläres Tor wegen Offside aberkannte und die SanktGaller um den Sieg brachte. Und dies war nicht der einzige Fall. Insofern kann in der Schweiz zu Recht von Meisterschaftsverfälschung durch die Schiris gesprochen werden.

  • Hans Tchüss am 18.05.2013 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schiribonus Thun

    Schiedsrichter entscheidet Meisterschaft! Mit diesem Schiribonus von Thun hat St. Gallen keine Chance mehr auf den Titel. So würde es beim FCB tönen, aber bei Thun heisst es, St. Gallen hat eh schlecht gespielt.

  • Hansi am 18.05.2013 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Champions League -Träumer

    Hätte doch Thun in der Vorrunde schon so gespielt wie zuletzt

  • uncharted lands am 18.05.2013 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    uncharted

    Klasse Leistung von Thun! Respekt!