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Der neue FCZ
04. Februar 2012 16:13; Akt: 04.02.2012 16:13 Print
16 Runden für eine Basis
von Eva Tedesco - Der FCZ muss zum Start der zweiten Saisonhälfte beim FC Luzern antreten. Ein neuer FCZ, denn die Zürcher haben in der Winterpause ihr halbes Team verkauft.

Trainieren für eine neue FCZ-Zukunft: Rafael Ramazotti und Pedro Henrique (vorn). (Keystone/AP)
Das Kader ist mit sechs Abgängen, Alexandre Alphonse (Brest/Fra), Dusan Djuric (Valenciennes/Fra), Milan Gajic (U21), Xavier Margairaz (Sion), Admir Mehmedi (Dynamo Kiew/Ukr), Ricardo Rodriguez (Wolfsburg/De) gegenüber der Vorrunde stark verändert. Aber die Zürcher Mannschaft ist nicht allein durch Abgänge eine andere als im Herbst. Gegen Luzern fehlen Trainer Urs Fischer sieben Spieler verletzungsbedingt, darunter Neuzugang Loris Benito. Die Tunesier Yassine Chikhaoui und Amine Chermiti weilen zudem noch am Afrika-Cup.
«Der FCZ wird elf Spieler auf dem Platz haben», verspricht Fischer trotz Personalnot für den Rückrundenstart am Samstag in Luzern. Fischer hat turbulente Wochen hinter sich. Der Alltag hatte ihn nach seinen Ferien in Amerika schneller wieder eingeholt, als ihm lieb war. Dennoch korrigiert Fischer, die letzten Wochen seien «interessant» gewesen, nicht turbulent. Die Mannschaft habe in der Vorbereitung einen sehr guten Job gemacht und sei in den letzten zwei, drei Wochen noch näher zusammengerückt.
Fischer ist mit dem Umbruch nicht nur glücklich
Natürlich sei er nicht glücklich über den Aderlass in der Winterpause, aber gleichzeitig sei es auch ein Zeichen dafür, dass der FCZ mit Spielern wie Rodriguez und Mehmedi gut gearbeitet hat. «Jetzt ist der Umbruch halt gemacht», so Fischer, «und wir müssen vorwärts schauen, etwas aufbauen und eine vernünftige Basis für die nächste Saison legen.»
Dafür wurde das Kader wieder aufgefüllt. Die Neuen sind Loris Benito (Aarau), Stefan Glarner (Sion), Pedro Henrique (Caxias/Bra), Asmir Kajevic (Borca/Ser) und Rafael Ramazotti (Avispa Fukuoka/Jap). Wobei sich auch Kajevic, der als Ersatz für Xavier Margairaz kam, in einem Testspiel verletzt hat und gegen Luzern nicht dabei sein wird. Genauso wie Linksverteidiger Benito, übrigens der Neffe von YB-Goalie Ivan Benito, der an einer Wadenverletzung laboriert und noch an Krücken läuft.
Die Sorgen vor dem Februar
«Ich denke, dass er uns in kurzer Zeit zur Verfügung stehen wird», so Fischer. «Mit Loris haben wir ein Juwel geholt. Ich glaube, dass er fast weiter ist, als Ricci vor einem Jahr.» Ebenfalls einer für die Aussenbahn ist der frühere Thuner Stefan Glarner. Fischer: «Stefan war einer der sechs Spieler, die in der Vorrunde bei Sion nicht spielberechtigt waren und hat deshalb lediglich sechs Einsätze in der U21 vorzuweisen. Aber er ist ein wertvoller Spieler. Das hat Fredy (Sportchef Fredy Bickel, Anmerk.d. Red) sehr gut gemacht und ich bin froh.»
Ausserdem verstärkte sich der FCZ mit zwei weitgehend unbekannten Brasilianern. Pedro Henrique soll Dusan Djuric im Mittelfeld ersetzen. Rafael Ramazotti ist ein Stürmer. Hinter ihm setzt Fischer noch ein Fragezeichen: «Ramazotti hat wegen dem frühen Saisonschluss in Japan, wo er zuletzt bei Fukuoka gespielt hat, noch Trainingsrückstand.» Aufgrund der langen Verletztenliste macht sich Fischer Sorgen, was den Februar angeht. «Wir müssen irgendwie versuchen den Februar gut zu überstehen. Moral tanken, daran glauben und positiv denken.»
Zurückhaltende Ziele
Die grossen Ziele hat der FCZ verpasst. Und nach dem Umbruch formuliert Fischer die weiteren Ziele auch zurückhaltend. «Wir haben Ambitionen, wollen Gas geben. In erster Linie schauen wir aber Spiel für Spiel», sagt Fischer. Der Saisonstart habe gezeigt, wie schnell man in einer Negativspirale stecken kann. Fischer: «Ein guter Start ist wichtig, darum wollen wir gleich aus dem ersten Spiel Punkte gegen Luzern mitnehmen.»
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