Neues Uefa-Turnier

11. Oktober 2017 12:08; Akt: 11.10.2017 17:06 Print

Die Schweiz spielt in der höchsten Liga

Die neue Nations League soll kleinen Fussball-Nationen eine grössere Chance geben, an einer EM-Endrunde teilzunehmen. Die Schweiz zählt zu den besten Teams.

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Auch eine Chance für die Schweiz: Vladimir Petkovics Team könnte die nächste EM-Qualifikation umgehen. (10. Oktober 2017) (Bild: Keystone/Armando Franca)

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Nach den letzten Gruppenspielen in der WM-Qualifikation nimmt die neue Nations League der Uefa Gestalt an. Die Schweiz gehört der stärksten Liga an und kann demnach um einen internationalen Titel spielen. Überdies geht es um vier Startplätze für die EM 2020.

Sollte sich das Schweizer Nationalteam via Playoffs für die kommende WM-Endrunde qualifizieren, stehen für die Equipe von Vladimir Petkovic nach dem Turnier in Russland zunächst keine Qualifikationsspiele für die nächste Europameisterschaft an. Stattdessen bestreitet sie vier Partien im Rahmen der Nations League, deren Einführung die Uefa im März 2014 beschlossen hat.

SFV-Auswahl ist in der höchsten Liga

Die 55 Uefa-Mitgliedsverbände werden in vier Ligen (A, B, C, D) mit unterschiedlicher Stärkeklasse unterteilt. Massgebend hierfür ist die Uefa-Koeffizientenrangliste für Nationalteams (nicht zu verwechseln mit der Fifa-Weltrangliste) nach Abschluss der Gruppenspiele in der laufenden WM-Qualifikation. Zusammen mit Weltmeister Deutschland, Europameister Portugal, Belgien, Spanien, Frankreich, England, Italien, Polen, Island, Kroatien und den Niederlanden gehört die Schweiz zu den besten zwölf Nationen, die in der höchsten Liga (A) spielen werden.

Die Ligen A, B, C und D werden in jeweils vier Gruppen aufgeteilt. Die Schweiz wird demnach zwischen September und November 2018 in einer Dreigruppe vier Spiele bestreiten (Hin- und Rückspiel gegen beide Gegner). Die vier Gruppensieger in der Staffel A ermitteln dann in einem Final Four vom 5. bis 9. Juni 2019 den Gewinner der Uefa Nations League.

Die jeweils letztklassierten Nationen in den einzelnen Gruppen der Ligen A, B und C steigen ab, die Gruppensieger in den Ligen B, C und D steigen auf. Für die Nationalteams in Europa steht folglich entweder der Titel in der Nations League oder der Auf- respektive Abstieg zwischen den einzelnen Stärkeklassen auf dem Spiel.

Eine zusätzliche Chance

Die Auslosung der insgesamt 16 Gruppen findet am 24. Januar 2018 in Lausanne statt. Die Schweiz wird zusammen mit Frankreich, England und Italien im Topf 2 der Liga A figurieren. Topgesetzt sind Deutschland, Portugal, Belgien und Spanien.

Wegen den Spielen in der Nations League im nächsten Herbst beginnt die Qualifikation für die EM-Endrunde 2020 erst im März 2019. In zehn Gruppen (fünf Gruppen mit fünf Mannschaften und fünf Gruppen mit sechs Mannschaften) werden 20 Startplätze ausgespielt. Die jeweils erst- und zweitplatzierten Teams lösen das EM-Ticket.

Die neue Nations League bietet sämtlichen Uefa-Mitgliedsverbänden eine zusätzliche Chance, sich für die EM 2020 zu qualifizieren. In jeder Liga (A, B, C und D) machen die jeweils vier Gruppensieger in einem Playoff im März 2020 einen weiteren EM-Teilnehmer unter sich aus (Halbfinals und Final, jeweils in einem Spiel).

Chance für die Kleinen

Hat sich ein Gruppensieger bereits über die traditionelle Qualifikationsphase ein EM-Startrecht gesichert, geht sein Platz an die nächstbeste Mannschaft der betreffenden Liga. Stellt eine Liga weniger als vier Playoff-Teilnehmer, gehen die übrigen Playoff-Plätze auf der Grundlage der Gesamttabelle der Nations League an Teams einer anderen, tieferen Liga.

Mit diesem Modus ist gewiss, dass sich eines der schwächsten 16 Teams, zu denen unter anderen Liechtenstein sowie die drei Schweizer WM-Qualifikationsgegner Färöer, Lettland und Andorra gehören, auf jeden Fall einen Startplatz unter den 24 Endrunden-Teilnehmern der EM 2020 sichern wird.

Uefa Nations League Definitive Liga-Einteilung gemäss UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften nach Beendigung der Gruppenphase in der WM-Qualifikation.

Liga A (4 Gruppen mit jeweils 3 Teams): Deutschland, Portugal, Belgien, Spanien, Frankreich, England, Schweiz, Italien, Polen, Island, Kroatien, Niederlande.

Liga B (4 Gruppen mit jeweils 3 Teams): Österreich, Wales, Russland, Slowakei, Schweden, Ukraine, Irland, Bosnien-Herzegowina, Nordirland, Dänemark, Tschechien, Türkei.

Liga C (3 Gruppen mit jeweils 4 Teams plus 1 Gruppe mit 3 Teams): Ungarn, Rumänien, Schottland, Slowenien, Griechenland, Serbien, Albanien, Norwegen, Montenegro, Israel, Bulgarien, Finnland, Zypern, Estland, Litauen.

Liga D (4 Gruppen mit jeweils 4 Teams): Aserbeidschan, Mazedonien, Weissrussland, Georgien, Armenien, Lettland, Färöer, Luxemburg, Kasachstan, Moldawien, Liechtenstein, Malta, Andorra, Kosovo, San Marino, Gibraltar.

Auslosung und Modus: Die Auslosung der einzelnen Gruppen in den Ligen A bis D findet am 24. Januar 2018 in Lausanne statt. Die vier Gruppensieger der Liga A qualifizieren sich für die Endrunde (Final Four) der Nations League (Halbfinals, Spiel um Platz 3, Final), die im Juni 2019 stattfinden wird. Die Gruppensieger in den Ligen B, C und D steigen auf, die Letzten der Ligen A, B und C steigen ab.

(fal/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johnny Schmidt am 11.10.2017 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ist eigentlich super einfach...

    Neben der Gruppenquali gibt's über die Nations League noch 4 EM-Tickets (diese League ersetzt die Freundschaftsspiele). Vier Gruppen gibt's. Dort spielen am Ende noch je 4 Teams Halbfinale für die EM. Sind z.B. in Gruppe A schon zu viele für die EM qualifiziert, rücken aus B Teams fürs Halbfinale nach. Klingt eigentlich interessant. Vorallem ist es für die Schweiz (gute Gegner) attraktiv und (da viele aus A die Quali eh schaffen) sportlich interessant - spielt man vielleicht eh gegen Teams aus B für die EM-Tickets am Ende.

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  • Franky am 11.10.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Soo schade

    Schade, kann die Schweiz nicht immer gegen Andorra, San Marino, Lettland, Liechtenstein, Fär Öer & Co. spielen? Dann gewinnt sie wenigstens und die Medien/"Fussballkenner" können wieder von "Weltklasse Schweiz" reden.

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  • Zlaus Kaugg am 11.10.2017 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch mehr Spiele

    Ziel ist es, dass fast jeden Tag gespielt wird!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs am 14.10.2017 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langeweile Pur

    Hm irgendwann muss diese Quali komplett überarbeiten, es ist immer das gleiche, nehmen wir Spanien und Deutschland, deren Quali war bis auf die Italien Spiele die unendliche Geschichte und jeder wusste wie es ausgeht, es kann doch nicht der Sinn sein das der Rest der Gruppe hofft das die Rivalen um Platz 2. noch höher verlieren als man selbst, 30-40 Tore 3-5 Gegentore wer will das abgeschlachte denn sehen, man könnte den Halbfinalisten eines Turniers das Ticket für das kommende Turnier geben und damit die Quali aufwerten wenn dort wirklich 2-4 Teams um den Gruppensieg kämpfen als wenn der eine sagt: hui nur 0:3 verloren hoffen wir die Konkurenz verliert 0:5. Klar hätten die Italiener z.b davon Profitiert wären die Spanier nicht dabei gewesen aber z.b die Deutsche Gruppe wäre wohl viel Spannender geworden wenn dort ein weiteres Team dabei gewesen wäre statt ein Weltmeister der mit einer B 11 den Confed Cup gewinnt und gegen den jeder in der Gruppe Chancenlos verliert.

  • sepp am 13.10.2017 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ist es leider

    Es ist nicht immer Schweiz drinn wenn Schweiz drauf steht

  • Urs am 13.10.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Island und Schweiz

    zu den besten Nationen Europas ja klar ...

  • rogeriu am 12.10.2017 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Harhar....Liga A....TSSSssss.... Wir haben in Portugal leider wieder mal gesehen, zu was die Schweizer Nati unfähig ist, wenn es wirklich um was geht: N I X ! Wenn der Gegner aufsässig ist, bringen die Schweizer kein Bein vor's andere....null Kreativität nach vorne !! Letzter Sieg gegen einen Grossen, dank dem man dann wirklich weitergekommen ist: 1. Mai 1993 Schweiz Italien 1:0 Tor: Marc Hottiger. Ende der Durchsage.

  • FJFJ am 12.10.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlos

    An eine EM gehören die besten Teams Europas. Warum soll sich nun eines der 16 schwächsten Teams qualifizieren? Keiner will sehen wie die Färöer 10:0 von Deutschland etc. aufs Dach bekommen... Aber Hauptsache die Kasse stimmt oder?

    • Pfff-Sager am 12.10.2017 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      Vor 8 Jahren...

      War Island in der UEFA noch in Topf #6... jetzt gehören sie in der Nations League zur Gruppe A. Bei 24 Teilnehmern an der EM, verkraftet es auch 1 Team aus den Töpfen #4 bis 6.

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