Marco Streller

06. Dezember 2017 05:23; Akt: 06.12.2017 07:03 Print

«Ich bin ja Optimist, aber das hat mich überrascht»

Marco Streller, zu Beginn der Saison als neuer Sportchef des FC Basel auch kritisiert, ist nach dem Einzug in den Achtelfinal der Champions League euphorisch und voll des Lobes.

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Marco Streller, zwölf Punkte in sechs Spielen – unfassbar! Das ist richtig. Vier Siege, viermal zu null. Das hat es noch nie gegeben für eine Schweizer Mannschaft. Natürlich hatten wir auch Phasen gegen Benfica, in denen wir leiden mussten. In der Halbzeit haben vor allem auch wir gelitten, die nicht auf dem Platz standen, weil wir auch den Spielstand in Manchester gekannt haben.

Es ist nicht hoch genug zu werten. Es ist sensationell. Es war eine unglaubliche Kampagne. Ich bin ja ein Optimist, aber zwölf Punkte hätte ich auch nicht für möglich gehalten.

Wie war die Stimmung in der Kabine? Es ist eine Euphorie und trotzdem kann es jeder noch nicht richtig fassen. Die Jungs haben Geschichte geschrieben. Manchmal muss man Visionen und Träume haben und zu diesen stehen. Wenn diese dann bestätigt werden, ist das umso schöner und gibt auch eine gewisse Genugtuung.

Was wächst da für eine Mannschaft zusammen? Wir sind sehr, sehr froh, dass wir mittlerweile sehr stabil sind. Das stimmt mich sehr optimistisch. In der Meisterschaft haben wir in den letzten drei Spielen 13 Tore erzielt. Und jetzt liegen wir in der Super League noch vier Punkte zurück, wir stehen im Cup im Halbfinal und in der Champions League im Achtelfinal. Das ist gut.

Was hat Sie an der Mannschaft in den letzten Wochen am meisten beeindruckt? Was mich als Ex-Spieler sehr beeindruckt, ist wie schnell die Mannschaft in einer Partie das System wechseln kann. Dass sie von drei auf vier Verteidiger gehen kann, dass sie vorne umstellen kann. Diese Flexibilität im Spiel ist wichtig, weil das heute elementar ist im Fussball. Und mit dem Siegen kommt dann das Vertrauen. Aber eigentlich erübrigt es sich, darüber zu diskutieren, wenn man in einer solchen Gruppe zwölf Punkte holt. Das ist schlicht unglaublich und freut mich riesig für Raphi (Wicky -Red.) und seine Mannschaft.

Die jungen Spieler sind schon sehr reif. Ja, man muss die jungen Spieler auch ins kalte Wasser werfen, um zu sehen, ob sie sich bewähren. Es ist mir schon klar, dass man nicht sechs ganz junge Spieler in die Startformation nehmen kann. Aber wenn man zwei, drei hat und die zeigen solche Leistungen... Da geht mir das Herz auf. Basel ist stolz auf diese Mannschaft.

Gibt es einen Wunschgegner für die Achtelfinals? Ich weiss nicht. Wir haben schon gegen so viele Mannschaften gespielt. Vielleicht wäre es mal spannend gegen Pep (Guardiola -Red.) zu spielen, gegen Manchester City. Wir sind eigentlich gegen jeden Gegner, der kommen kann, krasser Aussenseiter. Ich habe mir aber noch keine Gedanken dazu gemacht.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pumpi am 06.12.2017 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach mega

    Gratulation Marco an alle, die Spieler, der Trainer und alle Verantwortlichen. Ihr wart grossartig und habt in der kurzen Zeit viel erreicht. Auf dem Boden bleiben und weiter so nach der Winterpause. Hopp FCB.

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  • Robbon am 06.12.2017 06:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streller

    Kontroverse Figur dieser Streller. Aber irgendwie mag ich ihn und ihm den Erfolg gönnen.

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  • Kuno Blaser am 06.12.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Ball ist rund und magisch

    Mit welcher Aussage macht man jeweils einem Aussenseiter Mut? Der Ball ist rund! Für den FC Basel ist der Ball mehr als rund. Wenn man bedenkt, dass der FCB vier mal in dieser Kampagne gegen Gegner wie Manu, Benfica und Moskau mit zu Null gesiegt hat, muss er rund UND magisch sein.

Die neusten Leser-Kommentare

  • El Noussy am 06.12.2017 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoch das Bier

    Toller Erfolg! ABER: Immer schön auf dem Teppich bleiben. Höhenflüge enden gewöhnlich mit einer Bruchlandung und gebrochener Nase! Die Realität wird auch die Basler einmal wieder einholen. Geniesst das Fest! Die Ernüchterung kommt früh genug.

    • FCBFan am 06.12.2017 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @El Noussy

      Wir geniessen das Fest jetzt. Früher oder später fliegt der FCB aus der CL raus. Das ist doch ganz klar. Dazu muss niemand die Nase brechen. Wichtig ist, dass man dabei war!

    • Nina am 06.12.2017 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @El Noussy

      Wir geniessen das Hier und Jetzt! Nur schon, was der FCB erreicht hat, ist grossartig.

    • Fliegen am 06.12.2017 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @El Noussy

      Passen sie gut auf sich selber auf. Wir sind stolz auf unsern FCB!

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  • René am 06.12.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wie schafft ihr das?

    Ich glaube der FC Basel könnte gegen Real Madrid und Barcelona gleichzeitig mit drei Mann in Unterzahl, ohne Torhüter 10:0 gewinnen und es würde trotzdem irgendwo ein Kommentar wie: "der Ronaldo hatte einen eingerissenen Nagel am linken Fuss, sonst hätten sie den FCB zerlegt." auftauchen.

    • ex klusiv am 06.12.2017 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      Über Wasser gehen . . .

      Wie die das machen? Der Kommentator gestern hat es so erklärt: Der FCB hat z.Bsp. zur Zeit einen Mann wie Lang in seinen Reihen, der kann über Wasser gehen und dort wo er hin pinkelt, wachsen nachher Blumen (Zitat Streller).

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  • Robert am 06.12.2017 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Seferovic

    Einfach super FCB! Als ich gesehen habe, dass Benfica mit Seferovic aufläuft wusste ich, dass ein Punkt auf sicher ist, aber dann noch zwei Tore auswärts. Genial! Habe ihn definitiv lieber als Gegner.

  • Peter am 06.12.2017 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Zeugt Kinder!

    Wenn die heutige Jugend mehr Party und Karriere im Kopf hat, wie eine Familie mit Kindern zu gründen, dann ja, dann geht es mit der Finanzierung und somit Erhalt der Renten bachab. Daher meine Aufforderung: zeugt Kinder, die auch wirklich arbeiten werden.

  • Sennhäuser am 06.12.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Arbeit von Streller

    Ich wünsche mir dass Marco Streller möglichst wenig oder noch besser nie mehr als Fussballexperte im SRF mitmacht. Er soll sich weiter auf den FC Basel konzentrieren.