Super League

24. Februar 2013 16:02; Akt: 24.02.2013 18:57 Print

Desolater FCL chancenlos - Krise bei Sion

In einem einseitigen Spiel zeigt St. Gallen dem FC Luzern die Grenzen auf und siegt gleich mit 4:0. Thun klettert dank einem Erfolg gegen Sion auf den siebten Rang.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

St. Gallen feiert mit dem 4:0 gegen Luzern den höchsten Saisonsieg. Überragender Mann ist der dreifache Torschütze Oscar Scarione. Im Duell der beiden formschwächsten Teams der Liga tat St. Gallen etwas fürs Selbstvertrauen. Nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg mit nur einem Plustor schossen sich die Ostschweizer den Frust vom Leib.

Zupass kam ihnen freilich die frühe rote Karte gegen Sally Sarr (22.). Der Luzerner Innenverteidiger hatte nach einer zu kurzen Kopfballrückgabe den enteilenden Franck Etoundi im Strafraum zurück. Den fälligen Penalty verwertete - nach bereits drei Fehlversuchen in dieser Saison - Oscar Scarione souverän. Der Argentinier erzielte in der 65. Minute nach einem feinen Konter auch das 3:0 und traf in der 72. Minute nochmals vom Penaltypunkt. Scarione ist bei nunmehr zehn Saisontreffern angelangt.

Luzern zeigte in Unterzahl nicht einmal den Ansatz einer Reaktion. Vor dem ersten Gegentreffer hatte das ideenlose Team von Ryszard Komornicki durch Jahmir Hyka wenigstens noch eine gute Chance gehabt. Danach ging bei den seit nun sechs Partien sieglosen Innerschweizern nichts mehr. Erschwerend für die nächste Aufgabe gegen Thun kommt hinzu, dass Claudio Lustenberger und Philipp Muntwiler wegen Gelbsperren fehlen werden.

Im Wallis brodelt es

Zweites Auswärtsspiel der Rückrunde, zweite klare Niederlage: Für Sions Trainer Victor Muñoz kann es nach dem peinlichen 0:4 in Thun schon bald eng werden.

Das bis dato zweitbeste Auswärtsteam der Liga lieferte in Thun eine Vorstellung ab, die Präsident Christian Constantin womöglich zum Handeln «zwingen» wird. Bereits in der Startphase liessen sich die Walliser, die in Basel zum Auftakt der Rückrunde 0:3 verloren hatten, zweimal überrumpeln. Ein Distanzschuss von Mathieu Salamand (8.) und eine an sich verunglückte Flanke von Nelson Ferreira (10.) führten innerhalb von weniger als 120 Sekunden zur 2:0-Führung der kecken Thuner. Die Berner Oberländer zeigten sich für einmal hochgradig effizient. Aus den vier Chancen vor der Pause machten sie drei Tore. Marco Schneuwlys 3:0 (35.) war die endgültige Entscheidung.

Nach diesem Treffer war zu beobachten, wie Constantin auf der Tribüne das Handy in die Hand nahm und zu telefonieren begann. Böse Zungen behaupteten, er sei bereits daran, Trainer Nummer 5 in dieser Saison zu engagieren. Die Leistung seines Teams jedenfalls war kein präsidiales Argument, den spanischen Trainer noch lange weiterzubeschäftigen. Höhepunkt der Sittener Demütigung war das 0:4 durch den kurz eingewechselten Finnen Berat Sadik.

St. Gallen - Luzern 4:0 (2:0)
AFG-Arena. - 11'156 Zuschauer. - SR Studer.
Tore: 22. Scarione (Foulpenalty/Sarr an Etoundi) 1:0. 27. Ishak (Etoundi) 2:0. 65. Scarione (Etoundi) 3:0. 72. Scarione (Foulpenalty/Lustenberger an Mathys) 4:0.
St. Gallen: Lopar; Mutsch, Montandon, Besle, Pa Modou; Mathys (72. Nushi), Nater, Janjatovic, Scarione (85. Sutter); Ishak, Etoundi (80. Tadic).
Luzern: Jehle; Thiesson, Sarr, Puljic, Lustenberger; Andrist (70. Siegrist), Wiss, Muntwiler, Hyka (75. Kryeziu); Kasami; Mouangue (46. Winter).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Cavusevic, Herzog und Lehmann, Luzern ohne Bento, Hochstrasser, Lezcano, Sorgic, Urtic, Wüthrich (alle verletzt), Zibung (gesperrt), Rangelov und Renggli (beide krank). 22. Rote Karte gegen Sarr (Notbremse-Foul)
Verwarnungen: 70. Muntwiler. 71. Lustenberger. 76. Besle (alle wegen Fouls).

Thun - Sion 4:0 (3:0)
Thun Arena. - 4374 Zuschauer. - SR Kever.
Tore: 8. Salamand 1:0. 10. Ferreira (Schirinzi) 2:0. 35. Marco Schneuwly (Steffen) 3:0. 74. Sadik (Zuffi) 4:0.
Thun: Faivre; Lüthi (82. Frey), Reinmann, Schindelholz, Schirinzi; Zuffi; Ferreira, Salamand (79. Krstic), Demiri, Steffen; Marco Schneuwly (71. Sadik).
Sion: Vanins; Sauthier, Adailton, Dingsdag, Bühler; Gattuso (77. Adao); Crettenand, Fernandes, Ndjeng (65. Wüthrich); Darragi (67. Mrdja); Leo.
Bemerkungen: Thun ohne Bigler, Cassio, Ghezal, Hediger und Matic, Sion ohne Margairaz (alle verletzt), Basha und Lafferty (beide gesperrt). Keine Verwarnungen.

(si)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tinu_Parker am 25.02.2013 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    FCL packt es

    Alles mega Besserwisser in diesem Forum! Lasst den Staff einfach arbeiten. Das Hauptproblem sind die beiden Exzentriker Stierli und Alpsteg. Aber genau das ist es, grosser Latz aber keinen Blassen vom Fussball. Nur mit Kohle schieben und dann Maulen ist es nicht gemacht! Hopp Luzern, tief durchatmen, Helm auf und weiterkämpfen!

  • KF am 25.02.2013 03:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quo vadis FCL?

    So wie sich der FCL präsentiert, so ist er erster Abstiegskandidat, keine Frage. Solange aber Alpstäg und Stierli weiterhin im Hintergrund gegen alles und jeden, was oder der denen nicht in den Kram passt, Stimmung machen, solange kehrt keine Ruhe ein und somit hat dieser Verein auch nichts anderes verdient. Ein einziges amateurhaftes Laientheater, einfach nur peinlich, sei es die Vereinsleitung, seien es die Spieler der 1. Mannschaft oder eben die "Geldgeber". Nur weiter, so werde ich mir mein (total überteuertes) Saison-Abo auch noch gleich sparen können. SOOO machts keinen Spass mehr :-((

  • Peter K. am 24.02.2013 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    bitte

    bitte hört doch auf so über den FCL herzuziehen! die Spieler und die Mannschaft können nichts dafür.. klar haben sie heute schlecht gespielt aber deshalb muss man sie nicht zum teufel jagen und sagen sie sollen absteigen! Das problem beim FCL ist Stierli im Hintergrund und die ganze Chefetage inkl. Trainer.. die sollten alle raus! aber nicht der FCL in die CL.. ich finde der FCL gehört in die super league denn sie spielen zwar nicht immer aber trozdem guten fussball!

  • St. Gallen am 24.02.2013 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCSG

    Der FCSG wird bald in der Europaleague spielen. Freue mich auf die Spiele. YB wird auch nicht bestehen. FCSG forever - die grüne Welle rollt!

    • Fighting Irish am 24.02.2013 23:59 Report Diesen Beitrag melden

      Machen wirs wie im Jahr 2000

      Wir St. Galler konzentrieren uns nur aufs nächste Spiel, respektieren den Gegner und geben alles für den Sieg. Bescheidenheit ist unsre Tugend. Die "Fachleute" sollen sagen, was sie wollen. Das spornt uns nur noch mehr an. Wir werden der Schweiz beweisen, wozu ein Aufsteiger fähig ist. Es lebe der älteste Fussballcub des europäischen Festlands! (Und mal ehrlich, wer will Basel, aber vor allem GC den Meisterkübel stemmen sehen? Ist ne rhetorische Frage, liebe Bebbi und Heugümper ;-)).

    einklappen einklappen
  • skeptischer fan am 24.02.2013 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So einfach ist es auch nicht in der CL

    Das wäre schön aber mit dieser Einstellung werden sie nicht mal zweiter!