Nach Prügelattacke

06. Dezember 2012 16:34; Akt: 06.12.2012 17:26 Print

100 Unparteiische hören nach Todesfall auf

Der Tod des Hobby-Linienrichters Richard Nieuwenhuizen zieht weitere Folgen nach sich. Rund 100 ehrenamtliche Schieds- und Linienrichter legen ihr Amt nieder.

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Der holländische Fussballverband KNVB muss einen herben Abgang bei Schieds- und Linienrichtern verkraften. Nach der Prügelattacke von Jugendspielern des SV Nieuw-Sloten gegen Richard Nieuwenhuizen wollen viele Unparteiische ihr Amt nicht mehr weiterführen.

Auch der KNVB selbst geriet in die Kritik. So habe der Verband zuletzt gegen Gewaltvergehen nicht hart genug durchgegriffen. Präsidiumsmitglied Bernard Fransen nimmt die Vorwürfe auf: Wir nehmen diese Kritik sehr ernst. Allerdings hätte gerade im Fall von Nieuw-Sloten vorher gehandelt werden müssen. Die Jugendlichen waren schon vor einigen Wochen in eine Massenschlägerei verwickelt.

Neben Nieuwenhuizen ist derweil ein weiteres Gewaltopfer bekannt geworden. Gastgeber-Torhüter Niels van Stehen, der dem Hobby-Linienrichter helfen wollte, wurde ebenfalls arg attackiert, wie De Telegraaf berichtet. Er überlebte den Angriff allerdings.

Weiterhin ist unklar, was mit den Tätern geschieht. Ein Richter soll in diesen Tagen über die weitere Untersuchungshaft von drei Verdächtigen entscheiden.

(fox)