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Wegen Baby
02. September 2010 22:23; Akt: 02.09.2010 22:03 Print
Wölfli spielt für Stammgoalie Benaglio
von Andy Huber - Im heutigen Test gegen Australien kommt es wie erwartet zur grossen «Wechselorgie». Ein Nutzniesser davon ist Goalie Marco Wölfli (28).
Im noblen Nati-Camp im Hotel Panorama Resort & Spa wurde gestern Morgen mit viel Brimborium die neue CD von Musikbarde Baschi vorgestellt. Der Song «Auf Grosser Fahrt» ist die offizielle SFV-Hymne und somit Wegbegleiter unserer Nati in die Kampagne für die Euro 2012 in Polen und der Ukraine. «Der Song kommt, glaube ich, gut rüber», sagte Baschi ganz unbescheiden.
YB-Keeper Marco Wölfli kommt für den werdenden Vater Diego Benaglio heute gegen Australien zum Einsatz.(Bild: Keystone)
Sozusagen grünes Licht für die grosse Fahrt, um in der bildlichen Sprache zu bleiben, erhielt gestern auch Marco Wölfli. Der YB-Keeper wird wegen der ungewissen Situation von Diego Benaglio gegen die Australier von Beginn an spielen. Der werdende Vater Benaglio wird den Nati-Tross verlassen, sobald bei seiner Frau Nadin die ersten Wehen einsetzen, wie er in seiner Kolumne in 20 Minuten gestern exklusiv verriet. Kommen diese ausgerechnet am Dienstag, wird Benaglio auch gegen England fehlen.
«Wenn er abreisen will, reist er ab», bestätigte Ottmar Hitzfeld: «Wir sind aber vorbereitet und haben volles Vertrauen in Marco Wölfli.»
Der Naticoach, der erstmals in seiner Ära vor einem Spiel die komplette Startelf verriet, lässt es gegen Chipperfield und Co. auf weiteren fünf Positionen kräftig rotieren. Das heisst unter anderem, dass Albert Bunjaku für den zuletzt formschwachen Tranquillo Barnetta im linken Mittelfeld beginnt. In der zweiten Halbzeit wird der Nürnberg-Söldner für Captain Alex Frei, der nur 45 Minuten zum Einsatz kommt, stürmen. Hitzfeld hält viel von Bunjaku, der sich in den Trainings jeweils fürchterlich aufregt, wenn er eine Chance vergibt. Und auch Allrounder Gelson Fernandes beginnt auf der linken Abwehrseite auf einer für ihn doch ungewohnten Position.
Klar ist, Hitzfeld nutzt die Partie gegen WM-Fahrer Australien zum ausgiebigen Pröbeln. Und auch wenn es der Nati-Trainer so nicht sagt, sein Fokus war bereits gestern auf den England-Knüller gerichtet: «Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht. England ist zwar der Favorit in der Gruppe. Wir wollen trotzdem den ersten Platz erreichen.» Also werden sich die Schweizer spätestens am Dienstag auch auf dem Feld auf grosse Fahrt begeben müssen.



























