Petkovic: «Copy paste»

10. November 2017 05:50; Akt: 10.11.2017 08:05 Print

Nordirland in Basel mit eigenen Waffen schlagen

von E. Tedesco, Belfast - «Wir wollen im Rückspiel das Tor schneller erzielen und die Barrage noch weniger spannend machen», sagt Nati-Trainer Vladimir Petkovic.

Nati-Trainer Vladimir Petkovic erwartet im Barrage-Rückspiel in Basel ein ähnlich kämpferisches Nordirland. (Video: 20 Minuten)
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Es waren zwei komplett unterschiedliche Gefühlswelten, die innert weniger Minuten in den Katakomben des Windsor Parks in Belfast aufeinandertrafen. Kurz bevor der Schweizer Nati-Trainer auf dem Podium Platz nahm, wurde noch sein Trainerkollege aus Nordirland von den Journalisten befragt. Das vorherrschende Thema bei den Nordiren: Der Penalty, den Ricardo Rodriguez (58.) zum Schweizer Sieg versenkte.

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Reicht der Nati das 1:0 aus dem Hinspiel für die WM-Quali?

Corry Evans hatte einen Schuss von Xherdan Shaqiri im Strafraum mit dem Oberarm geblockt. Auf Elfmeter hätten wohl wenige Unparteiischen entschieden. Ovidio Hategan schon. «Wir waren alle überrascht, dass der Ref Penalty gab», sagte Michael O'Neill auf die Frage, wie er die Szene beurteile. Es sei kein einziges Kriterium erfüllt gewesen, um diesen Entscheid zu fällen. Der Trainer der Nordiren war bedient. Von einem der schlimmsten Fehler wollte O'Neill nicht sprechen, aber es habe das Spiel seiner Mannschaft gekillt.

Den Nordiren den Schneid abgekauft

Ganz anders war natürlich die Gefühlslage bei Vladimir Petkovic. «Hätte man pfeifen können, aber nicht unbedingt», sagt der Tessiner zum Penalty-Entscheid. Der Nati-Trainer zeigte sich aber zufrieden mit der Art, wie seine Mannschaft den aufsässigen Nordiren, die in den letzten drei Jahren lediglich gegen Weltmeister Deutschland zuhause verloren haben, die Schneid abgekauft hat. Sie hielten mit den für die Nordiren eigenen Tugenden dagegen: über den Kampf und eine läuferisch starke Leistung.

Es war ein abgeklärter, guter Auftritt der Nati. Die Niederlage in Portugal ist verarbeitet und die Mannschaft ging fokussiert und selbstbewusst ans Werk. Dass die Nati den Penalty geschenkt bekam – geschenkt. Glück kann man manchmal auch erzwingen. Aber noch ist das Ticket zur WM im nächsten Sommer nicht gelöst. Auch deshalb ist für Petkovic nach dem Spiel schon vor dem nächsten Auftritt in Basel.

«Copy paste» in Basel

«Was wir im zweiten Spiel besser machen müssen, ist, dass wir in unserem Spiel nach vorne konkreter und auch bei Flanken noch hungriger und zielstrebiger werden. Schade, dass wir nicht mehr Tore erzielt haben», so Petkovic, «dann wären wir schon so gut wie durch. Jetzt wollen wir im Rückspiel in Basel das Tor schneller erzielen und die Barrage noch weniger spannend machen.» Und was erwartet der Nati-Trainer in Basel für ein Nordirland? Kämpferischer? Härter? «Copy paste», sagt der Tessiner nur. Kopieren und einfügen. Also die harte Gangart aus Belfast.

Mit dem 1:0-Auswärtssieg im Barrage-Hinspiel hat die Nati bereits die grösste Wegstrecke nach Russland hinter sich gebracht. Das letzte Stück des langen Weges durch die Qualifikation können die Schweizer nun am Sonntag in Basel vor heimischem Publikum zurücklegen. Und da will die Schweiz ihr Publikum mit einer guten Leistung abholen – und so die Nordiren mit den eigenen Waffen schlagen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 10.11.2017 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiedrichterentscheid

    war echt falsch. Aber die Schweiz spielte eindeutig besser.

  • Tia Meier am 10.11.2017 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die neue Schweizer Fussball-Tugend

    Man gewinn auch die Spiele, in denen es entweder nicht nach Wunsch läuft (Chancenauswertung), oder wenn man mal nicht so überzeugend spielt (war jetzt allerdings nicht das Problem). Freut auch als Fans lieber. Italien und Deutschland hatten in ihrer Geschichte schon viele, viele dieser 'erwürgten' Siege.

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  • marko 32 am 10.11.2017 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Glückwunsch zum Sieg

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein SR am 10.11.2017 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Schiedsrichter entscheidet .....

    Penalty ist Penalty der SR entscheidet. es liegt immer im ermessensspielraum des SR zu pfeien oder nicht. In der Deutschen Bundesliga wurden schon andere noch mehr zweifelhafte Penalty gepfiffe als dieser in Nordirland.

  • Erklärbär am 10.11.2017 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja nicht auf UNENTSCHIEDEN!

    ...nun hoffe ich nur nicht, dass die Jungs am Sonntag etwa auf Unentschieden spielen. .... ggn POR hat es ja bekanntlich nicht geklappt...

    • Pfff-Sager am 10.11.2017 19:43 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      Stell dir das mal aktiv vor... sollte die Schweiz auch auf 0:0 spielen - dann stehen 22 Männer einfach 90+ min bewegungslos da.

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  • Notar am 10.11.2017 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Suisse

    Ok dann los

  • Sam am 10.11.2017 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp schwiiz

    Die Schiedsrichter leistung war im allgemeinen eher denkwürdig. Viel zu viele leichte Fouls wurden abgepfiffen. Die Iren hatten gar keine Chance ihre Härte zu zeigen. Es macht einfach ein gutes Fussballspiel kabutt. Ist so auch schwieriger für die Nati richtig ins spiel zu finden. Der Rytmus ged dabei verloren. Trotz allem ein verdienter Sieg.

  • ein Mann aus SURSEE am 10.11.2017 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    ALLE NACH BASEL !!!

    Die Stadt Basel wird am Sonntag vollkommen brennen, Die Fans werden mit roten Farben die Strassen erhellen. Die Bierzapfhanen werden dauerhaft laufen, wie der Stoke-Söldner Shaqiri über aussen. Der neue Abwehrchef Akanji steht hinten drin, und der Mann aus Sursee macht vorne Sinn. Yann Sommer im Tor, der die Bälle hält, der Multi-Kulti Bande gehört das Mittelfeld. Eis, zwei, drei Tore im St. Jakobs Park, wie Stout Bier vom Norden - ganz stark. Die Schweiz gewinnt das Rückspiel gegen Nordirland, mit viel Aufwand, und einem positiven 3:0 Endstand.