Martin Angha

05. Dezember 2012 10:09; Akt: 05.12.2012 13:00 Print

Arsenals jüngstes Schweizer Juwel

Neben Djourou hat Arsenal drei neue Schweizer in seinem Topkader: Elton Monteiro Almada, Sead Hajrovic – und Martin Angha. Gestern debütierte der ehemalige FCZ-Verteidiger in der Champions League.

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Martin Anghas Weg zu Arsenal.

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Sieben Minuten durfte Martin Angha, der 18-jährige Verteidiger, der im Zentrum und auf der Aussenbahn eingesetzt werden kann, Champions-League-Luft schnuppern. Doch das Abenteuer Arsenal begann für den Sohn einer Schweizerin und eines Kongolesen ausgerechnet mit einem Tor gegen seinen heutigen Klub.

Martin Angha kam bereits im Alter von 14 Jahren ein erstes Mal in Kontakt mit dem FC Arsenal, als er im Frühsommer 2007 mit dem FC Zürich bei einem Juniorenturnier in Wil im Halbfinal gegen den Londoner Nachwuchs antrat. Für den Arsenal-Fan war das natürlich etwas ganz Besonderes – gekrönt mit einem 1:0-Sieg gegen die Gunners. Während des Finals machten die Scouts des englischen Traditionsklubs Martins Mutter unter den Zuschauern ausfindig. Die Einladung zum Probetraining folgte prompt.

Treffen mit Arsène Wenger

Schon drei Wochen später reiste Martin mit seinem Berater nach London. Angha trainierte mit der U19 und die anwesenden Trainer sagten ihm anschliessend, dass sie ihn verpflichten möchten. Wenig später kehrte der Jungkicker mit seiner Mutter auf die Insel zurück, wo die beiden Arsène Wenger trafen. Spätestens da war klar, dass der Innenverteidiger zu den Gunners wechseln würde – obwohl auch Chelsea, Manchester United oder Bayern München Interesse signalisierten. Danach musste sich Angha in Geduld üben: Internationale Transfers sind erst ab dem 16. Lebensjahr erlaubt. Im Winter 2009 war es endlich so weit.

Obwohl er mit Philippe Senderos und Johan Djourou verglichen wurde, wollte sich der talentierte Schweizer nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und von einer grossen Zukunft träumen. In den folgenden zweieinhalb Jahren trainierte Angha bei Arsenals Academy und den Reserven in der U21-Premier-League. Dort bestritt er in der abgelaufenen Saison die meisten Spiele des Teams. Im April 2011 unterzeichnete er seinen ersten Profivertrag. Djourou gibt ihm mittlerweile immer wieder wichtige Tipps.

Debüt bei den Profis

Am 26. September durfte der Schweizer U19-Nationalspieler dann erstmals bei den Grossen ran. Beim 6:1 über das drittklassige Coventry debütierte der mittlerweile 18-Jährige als Rechtsverteidiger. «Es war der Hammer! Unbeschreiblich! Geil! Genau das, was ich mir immer gewünscht habe», schwärmte er nach seinem Debüt. «Je mehr ich dran denke, desto mehr will ich den Sprung auf diese Bühne schaffen.»

Am Dienstag machte er seinen nächsten Schritt. Im – für Arsenal unwichtigen – Champions-League-Spiel bei Olympiakos Piräus (1:2) kam er in der 83. Minute zu seinem Debüt in der Königsklasse. Zuvor sass er neben zwei weiteren Schweizern auf der Ersatzbank. Elton Monteiro Almada (18-jähriger Verteidiger, kam 2008 von Sion) und Sead Hajrovic (19-jähriger Verteidiger, kam 2009 von GC) wurden jedoch nicht eingesetzt. Mit Hajrovic teilt sich Angha seit diesem Sommer eine WG. «Ich koche, Sead putzt», sagte Angha im September. Vielleicht teilt er sich mit Hajrovic bald nicht mehr nur die Wohnung, sondern auch die Aufgaben in Arsenals Defensive.

(fox/heg/sco)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Diana am 05.12.2012 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene Welt

    Er kann tschutte, also bezeichnet man ihn gerne als Schweizer. Wäre er ein Kleinkrimineller würde man sofort den Migrationshintergrund ins Feld führen.

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  • l.k am 05.12.2012 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Best ever

    ins nati team !!!!

  • Michel Del Tetto, Biel am 05.12.2012 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Lästern

    Das gibt es auch nur in der Schweiz, dass einheimische Spieler nach Schweizer, Eidgenossen, Papierlischweizer und und und kategorisiert werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gooner am 05.12.2012 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr wohl Schweizer

    Er heisst Martin Angha-Lötscher und soweit ich weiss, ist Lötscher ein Schweizer Name... Auf jeden Fall wünsche ich unserem zukünftigen Nati-Verteidiger viel Glück!

  • milan am 05.12.2012 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ihr seit nicht bessere eidgenossen

    man sieht wieder einmal wie ihr die spieler anschaut ihr lacht sie aus weil sie nicht peter oder müller heissen und schreiben wahre eidgenossen, mir egal ich bin auch schweizer und habe einen nachnamen mit i und noch etwas seit zufrieden das solche junge talente für die schweiz spielen werden

  • Michel Del Tetto, Biel am 05.12.2012 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Lästern

    Das gibt es auch nur in der Schweiz, dass einheimische Spieler nach Schweizer, Eidgenossen, Papierlischweizer und und und kategorisiert werden.

  • Kaki mit Bohne am 05.12.2012 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Haar pracht gseht geil us

    Was sollen diese Kommentar von wegen "Ich sehe da überhaupt nicht schweizerisches.." etc.?! Wenn er in der Schweiz geboren wurde und hier aufgewachsen ist, ist er nun Mal ein Schweizer, vielleicht sogar stolzer als viele Papierlischwiizer in diesem Land !!

  • Diana am 05.12.2012 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene Welt

    Er kann tschutte, also bezeichnet man ihn gerne als Schweizer. Wäre er ein Kleinkrimineller würde man sofort den Migrationshintergrund ins Feld führen.

    • Jasi am 05.12.2012 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Schweizer

      Er ist ein schweizer!!!!! Seine mutter ist zu 100% Schweizerinn.

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