Die letzte Chance

06. Februar 2010 16:52; Akt: 06.02.2010 22:34 Print

Die Würfel sind gefallenDie Würfel sind gefallen

Die rein rechnerischen Chancen von Rapperswil-Jona und dem EHC Biel, die Playoffs noch zu erreichen, lösten sich gegen Zug respektive Kloten in Luft auf. Lugano besetzt den achten und letzten Platz in den Playoffs.

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Zug - Biel: Traum geplatzt

Die Bieler Playoff-Träume zerplatzten in Zug endgültig. Nach der 2:6-Niederlage müssen die Seeländer in den nächsten vier Wochen die Abstiegs-Playoffs vorbereiten.

Die drei Punkte, die Biel dringendst benötigt hätte, lagen in der Innerschweiz ausser Reichweite. Die Gäste bemühten sich zwar, kamen in der 11. Minute durch Manuel Zigerli sogar zum Ausgleich (1:1), dennoch dominierte der EV Zug das Geschehen. 234 Sekunden nach dem 1:1 brachten die Gebrüder Camichel das Heimteam wieder in Führung; im zweiten Abschnitt realisierten die Verteidiger Raphael Diaz und Patrick Fischer II innerhalb von sieben Minuten mit den Toren zum 4:1 die Vorentscheidung.

Der EV Zug sicherte sich mit dem dritten Sieg in Folge ausserdem das Heimrecht für die Viertelfinals. Das Team von Doug Shedden wird die Regular Season mindestens auf Platz 4 beenden.

Kloten - Rapperswil: Mit Kanterniederlage in Playouts

Die Rapperswil-Jona Lakers haben ihre theoretischen Chancen auf eine Playoff-Qualifikation nicht genutzt. In Kloten kassierten sie gegen die Flyers nach einer schwachen Darbietung eine 1:7- Kanterniederlage.

Die Lakers schienen nicht mehr an sich zu glauben und gaben sich regelrecht auf. Sieben verschiedene Spieler teilten sich die sieben Klotener Treffer. Auf dem Weg zum siebten Heimsieg in Serie überzeugten die Zürcher mit einer läuferisch und spielerisch ausgezeichneten Leistung. Den Ehrentreffer für Rapperswil erzielte Matt Murley im Powerplay (49.).

Hervorzuheben bei Kloten ist nebst der Ausgeglichenheit auch die «neue» Torgefährlichkeit von Denis Hollenstein. Der 20-jährige Sohn von Klotens Legende und Assistenztrainer Felix Hollenstein erzielte 43 Runden lang keinen Treffer. Seit er gegen Ambri seinen ersten NLA-Treffer realisiert hatte, traf er in fünf Spielen jedes Mal. Gegen Rappi schoss er das 4:0.

Ambri - Servette: Tremblays erste Duftmarke in Genf

Alexandre Tremblay, Servettes Ersatz für den gesperrten Juraj Kolnik, führte die Genfer in Ambri mit zwei Treffern zum 4:2- Auswärtssieg. Durch den Erfolg hielten die Genfer den Anschluss zu Leader Bern und verkürzten den Rückstand auf drei Punkte.

Bei seiner Premiere für Servette am Freitag gegen Zug (1:4) bekundete Tremblay noch Mühe mit dem NLB-Rhythmus. Gegen Ambri zeigte sich die Lausanner Leihgabe deutlich verbessert. Seine gute Leistung wurde mit den Treffern zum 2:0 und 4:2 (ins leere Tor) honoriert.

Nur noch knapp 2000 Zuschauer fanden den Weg in die Valascia. Und 48 Minuten lang dürften die Abwesenden ihr Fernbleiben auch nicht bereut haben. Dann glich Ambri durch Kirby Law und PostFinance-Topskorer Paolo Duca innerhalb von 86 Sekunden die Genfer 2:0-Führung aus. Doch Jeff Toms und Tremblay stellten die Hierarchien in der Schlussphase wieder her. Für das Tabellenschlusslicht aus Ambri war es die sechste Heimniederlage in Folge.

Playoffs auch im Tessin

Ein Punkt fehlte Lugano vor der drittletzten Runde noch zur definitiven Playoffqualifikation, und den holten die Tessiner in Freiburg trotz einer 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen.
Verteidiger Johan Akerman realisierte siebeneinhalb Minuten vor Schluss mit einem Sonntagsschuss am Samstagabend den 3:3-Ausgleich, der den einen Punkt für Lugano rettete. Im Penaltyschiessen setzte sich letztlich Gottéron nach 9 Serien mit 4:3 durch.

Gottéron verdankte den Sieg einer Doublette und einer Triplette. Beide Male war Mark Mowers involviert. Für das offensive Highlight des Heimteams in der regulären Spielzeit sorgte der Block um Serge Aubin und Mowers, der im Finish des zweiten Abschnitt binnen 16 Sekunden aus einem 1:2 ein 3:2 machte. Im Penaltyschiessen reüssierte schliesslich Mowers bei all seinen drei Versuchen!

Telegramme:

Ambri-Piotta - Genève-Servette 2:4 (0:0, 0:1, 2:3)
Valascia. - 1963 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Prugger, Arm/Küng
Tore: 39. Rivera (Gobbi, Florian Conz/Ausschlüsse Neff, Duca) 0:1. 43. Tremblay (Malik, Salmelainen/Ausschluss Rivers) 0:2. 49. (48:23) Law (Kutlak, Rivers/Ausschluss Gobbi) 1:2. 50. (49:49) Duca (Law, Westrum) 2:2. 54. Toms 2:3. 59. Tremblay (Toms) 2:4 (ins leere Tor)
Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Neff) gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette
PostFinance-Topskorer: Duca; Salmelainen.
Ambri-Piotta: Croce; Kutlak, Gautschi; Rivers, Kobach; Marghitola, Stirnimann; Walker, Murovic, Demuth; Duca, Westrum, Law; Botta, Adrian Brunner, Neff; Bianchi, Schönenberger, Pestoni.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Gobbi, Mercier; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Toms, Rubin, Tremblay; Rivera, Trachsler, Suri; Déruns, Savary, Salmelainen; Randegger, Florian Conz, Hürlimann.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Horak, Mattioli, Bundi, Schneider (alle verletzt) und Maneluk (überzähliger Ausländer), Genève- Servette ohne Goran Bezina, Cadieux (beide verletzt) und Kolnik (gesperrt). Pfostenschuss Botta (11.). Ambri-Piotta von 58:29 bis 58:43 ohne Torhüter.

Kloten Flyers - Rapperswil-Jona Lakers 7:1 (2:0, 4:0, 1:1)
Kolping Arena. - 5779 Zuschauer. - SR Reiber/Stalder, Kaderli/Wermeille
Tore: 1. (0:37) Forrest (Rintanen, Wick) 1:0. 17. Rintanen (von Gunten, Santala/Ausschluss Paterlini) 2:0. 29. Stancescu (Zeiter) 3:0. 33. Hollenstein (Santala) 4:0. 38. (37:13) Bodenmann (Hollenstein, Forrest) 5:0. 38. (37:34) Wick (Rintanen, von Gunten) 6:0. 43. Jacquemet 7:0. 49. Murley (Sven Berger, Roest/Ausschluss Yves Müller) 7:1.
Strafen: 9mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers, 6mal 2 plus 10 Minuten (Pöck) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Santala; Roest.
Kloten Flyers: Rüeger; Sidler, Von Gunten; Schulthess, Forrest; Yves Müller, Winkler; Rintanen, Santala, Wick; Jenni, Zeiter, Stancescu; Lindemann, Liniger, Jacquemet; Hollenstein, Kellenberger, Bodenmann.
Rapperswil-Jona Lakers: Züger; Büsser, Pöck; Parati, Blatter; Tim Bucher, Sven Berger; Friedli, Sirén, Murley; Reuille, Roest, Paterlini; Voegele, Tschuor, Rizzello; Bruderer, Neukom, Walser.
Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Bell, Dubois, Hamr, Welti, Nicolas Steiner, Bonnet, Rothen und Füglister, Rapperswil-Jona Lakers ohne Raffainer, Guyaz, Burkhalter, Andreas Furrer, Nordgren, Geyer, Riesen und Berglund (alle verletzt). Lattenschuss Stancescu (16.).

ZSC Lions - Davos 3:5 (2:2, 0:1, 1:2)
Hallenstadion. - 9314 Zuschauer. - SR Mandioni/Rochette, Wehrli/Wirth
Tore: 2. Grauwiler (Krutow) 1:0. 9. (8:49) Reto von Arx (Grossmann/Ausschluss Sciaroni!) 1:1. 10. (9:40) Monnet (Pittis/Ausschluss Sciaroni) 2:1. 15. Back 2:2. 25. Widing 2:3. 41. (40:35) Forster (Reto von Arx/Ausschluss Kienzle) 2:4. 54. Sejna (Adrian Wichser/Ausschluss Grossmann) 3:4. 59. Bürgler (Reto von Arx) 3:5 (ins leere Tor)
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 10mal 2 Minuten gegen Davos
PostFinance-Topskorer: Patrik Bärtschi; Guggisberg.
ZSC Lions: Sulander; Kienzle, Suchy; Seger, Daniel Schnyder; Stoffel, Geering; Kostovic, Pascal Müller; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Patrik Bärtschi, Pittis, Schommer; Bühler, Alston, Bastl; Krutow, Grauwiler, Monnet.
Davos: Genoni; Tallarini, Forster; Grossmann, Tim Ramholt; Jan von Arx, Back; Wellinger; Guggisberg, Reto von Arx, Taticek; Setzinger, Marha, Widing; Marc Wieser, Joggi, Dino Wieser; Sciaroni, Reymondin, Bürgler.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Schelling, Reist (beide verletzt), Trudel und Down (beide überzählige Ausländer), Davos ohne Stoop, Donati, Rizzi (alle verletzt) und Salmonsson (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Gardner (5.). Timeouts Davos (7.) und ZSC Lions (58:40). ZSC Lions von 58:31 bis 58:53 und ab 59:01 ohne Torhüter.

EV Zug - EHC Biel 6:2 (2:1, 2:0, 2:1)
Herti. - 3589 Zuschauer. - SR Kurmann/Popovic, Mauron/Schmid
Tore: 5. Holden (Damien Brunner, Diaz) 1:0. 11. Zigerli 1:1. 15. Corsin Camichel (Duri Camichel) 2:1. 25. Diaz (Damien Brunner, Holden/Ausschluss Trunz) 3:1. 32. Patrick Fischer II (Boumedienne) 4:1. 47. Christen (Rüfenacht) 5:1. 52. Peter (Ehrensperger, Deny Bärtschi) 5:2. 59. Diaz (Oppliger) 6:2
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen Biel
PostFinance-Topskorer: Holden; Bordeleau.
Zug: Markkanen; Boumedienne, Kress; Diaz, Patrick Fischer II; Snell, Blaser; Schefer; Christen, Rüfenacht, McTavish; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Duri Camichel, Oppliger, Corsin Camichel; Di Pietro, Steinmann, Lüthi; Loichat.
Biel: Caminada; Jackman, Seydoux; Steinegger, Schneeberger; Kparghai, Brown; Trunz; Truttmann, Bordeleau, Wetzel; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Haas, Fata, Nüssli; Lötscher, Gloor, Zigerli; Tschannen.
Bemerkungen: Zug ohne Dupont (überzähliger Ausländer), Biel ohne Fröhlicher, Gossweiler und Tschantré (alle verletzt). - Pfostenschuss Damien Brunner (12.).

Fribourg-Gottéron - HC Lugano 4:3 n.P. (1:1, 2:1, 0:1)
St-Léonard. - 7000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Stricker, Kehrli/Stäheli
Tore: 15. (14:08) Hamilton (Romy) 0:1. 15. (14:55) Leblanc (Botter, Ngoy) 1:1. 23. Hamilton (Thomas) 1:2. 38. (37:56) Aubin (Mowers) 2:2. 39. (38:12) Lachmatow (Aubin, Mowers) 3:2. 53. Akerman (Robitaille, Thomas) 3:3
Penaltyschiessen: Hamilton -, Mowers 1:0; Thomas 1:1, Sprunger -; Domenichelli -, Jeannin -; Robitaille 1:2, Aubin -; Akerman -, Benny Plüss 2:2; Mowers 3:2, Romano Lemm 3:3; Jeannin -, Thomas -; Benny Plüss -, Hamilton -; Mowers 4:3, Robitaille
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Helbling, Robitaille) gegen Lugano
PostFinance-Topskorer: Aubin; Robitaille.
Fribourg: Caron; Heins, Birbaum; Ngoy, Marc Leuenberger; Marc Abplanalp, Collenberg; Lukas Gerber, Löffel; Casutt, Jeannin, Knoepfli; Sprunger, Hasani, Benny Plüss; Mowers, Aubin, Lachmatow; Leblanc, Botter, Lauper.
Lugano: Aebischer; Akerman, Chiesa; Nodari, Julien Vauclair; Helbling, Oliver Kamber; Profico; Näser, Sannitz, Murray; Romano Lemm, Robitaille, Domenichelli; Hamilton, Romy, Thomas; Jörg, Schlagenhauf, Tristan Vauclair.
Bemerkungen: Fribourg ohne Wirz, Bykow (beide verletzt) und Ouellet (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Hirschi und Conne (beide verletzt).

National League A

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Zug - Davos 3:2 (1:1,2:0,0:1)
04.02.12  Bern - Biel 4:0 (1:0,2:0,1:0)
04.02.12  Langnau - Ambri-Piotta 3:1 (1:1,1:0,1:0)
04.02.12  Fribourg - Genève-Servette 2:3 (1:0,0:2,1:1)
04.02.12  Kloten Flyers - Lugano 6:3 (3:2,1:0,2:1)
R Mannschaft Sp S U+ U- N G : E P
1. Zug 46 22 8 9 7 160 : 125 91
2. Davos 46 25 6 3 12 140 : 108 90
3. Fribourg 46 24 6 3 13 146 : 111 87
4. Bern 46 23 4 6 13 145 : 120 83
5. Kloten Flyers 46 24 1 6 15 141 : 109 80
6. Lugano 45 18 5 5 17 141 : 142 69
7. ZSC 44 17 7 3 17 123 : 117 68
8. Genève-Servette 46 15 5 8 18 109 : 113 63

9. Biel 46 17 4 3 22 103 : 115 62
10. Langnau 46 11 5 3 27 114 : 158 46
11. Ambri-Piotta 46 9 6 7 24 93 : 138 46
12. Rapperswil-Jona Lakers 45 11 1 2 31 91 : 150 37

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Luzern - Zürich 1:1 (1:0)
05.02.12  Basel - Sion 0:0
05.02.12  Grasshoppers - Thun 0:1 (0:1)
05.02.12  Young Boys - Servette 3:1 (3:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 19 11 6 2 38 : 17 39

2. Luzern 19 9 5 5 26 : 16 32
3. Young Boys 19 8 6 5 29 : 18 30

4. Thun 19 7 5 7 22 : 21 26
5. Servette 19 7 3 9 26 : 32 24
6. Zürich 19 6 4 9 27 : 27 22
7. Grasshoppers 19 6 1 12 19 : 37 19
8. Lausanne-Sport 18 3 2 13 16 : 44 11

9. Sion 19 9 5 5 26 : 17 -4 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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