Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Valentin Stocker
19. August 2010 22:15; Akt: 19.08.2010 21:46 Print
Der Sheriff ist noch nicht tot
von Sandro Compagno - «Jetzt habt ihr ja eure Schlagzeile», sagte Valentin Stocker wenige Minuten nach dem 1:0 des FC Basel gegen Sheriff Tiraspol und schmunzelte.

Ein Tor gegen Debrecen, eines gegen Tiraspol: Valentin Stocker. (Bild: Keystone)
Der Kalauer war so naheliegend wie unausweichlich. Es war der «Blick», der ihn in fetten Lettern ins Blatt rückte. «Stocker – I shot the sheriff» titelte die Boulevard-Zeitung gestern. Ist Valentin Stocker der Bob Marley des FCB? Tatsache ist, dass auch die 1981 verstorbene Reggae-Legende leidenschaftlich gerne Fussball spielte. Doch damit hat es sich mit den Parallelen.
Bildstrecken FCB mit Minimal-SiegDenn Stocker schoss zwar das einzige Tor gegen Sheriff Tiraspol in diesem Hinspiel der Playoffs der Champions League. Doch dieser Sheriff ist noch lange nicht tot. Das bewies der Meister Moldawiens nach dem 1:0, als er mehrmals nahe am Ausgleich war. Stocker: «Bei den Kontern hätte schon der eine oder andere reinfallen können.» Andererseits wäre auch «ein 2:0 oder 3:0 möglich gewesen», meinte der vierfache Internationale: «Erst der Schuss von Alex Frei, dann der verschossene Penalty.» Doch Sheriffs bulgarischer Goalie Vladislav Stoyanov legte zweimal sein Veto ein und hielt den Sheriff am Leben.
Dem FCB bleiben am nächsten Dienstag 90 Minuten, um die Moldauer endgültig in die ewigen Jagdgründe der Europa League zu schiessen und sich für die CL-Gruppenphase zu qualifizieren. Stocker: «Wir reisen mit einem guten Gefühl nach Moldawien. Wenn wir ein Tor machen, müssen sie schon drei schiessen.»
Weniger gut war sein Gefühl kurz vor der Pause gewesen, als es wegen seines Rückpasses Pfiffe gab. «Den Ball blind vorne reinzuhauen bringt doch nichts», verteidigt sich der 21-Jährige und wundert sich: «Vor zwei Monaten holten wir das Double – und jetzt gibts schon wieder Pfiffe ...» Dem Basler Publikum war der Sheriff offenbar zu lebendig.


























