Ricardo Rodriguez

09. November 2009 23:01; Akt: 16.11.2009 07:37 Print

«Nun wollen wir Weltmeister werden»

von Sandro Compagno - Die U17-Nati hat sich an der WM in Nigeria in die Herzen der Schweizer Fussballfans und in die Notizblöcke der internationalen Scouts gespielt. Auch Ricardo Rodriguez vom FCZ.

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20 Minuten erreichte den technisch kompletten und zweikampfstarken Aussenverteidiger nach dem mit 2:1 gewonnenen WM-Vier­tel­final gegen Italien am Handy.

Ricardo Rodriguez, die U17 hat Brasilien, Deutschland und Italien aus dem Turnier geworfen. Wie weit geht der Weg noch?
Ricardo Rodriguez: So weit wie möglich. Jetzt wollen wir Weltmeister werden!

Was wissen Sie vom Halbfinalgegner Kolumbien?
Ehrlich gesagt noch nicht viel. Aber ich weiss, dass uns Coach Dany Ryser optimal auf den Gegner einstellen wird.

Bekommen Sie in Nigeria mit, welche Begeisterung Sie in der Schweiz ausgelöst haben?
Indirekt. Durch meine Familie habe ich erfahren, dass unsere Leistungen in der Schweiz Beachtung finden.

Stolz?
Ja, sicher!

Ihre Wurzeln liegen in Chile, den Schweizer Pass haben Sie erst seit
wenigen Monaten. Was bedeutet er Ihnen?

Sehr viel. Ich bin in der Schweiz geboren, in Zürich-Schwamendingen aufgewachsen und stolz darauf, Schweizer zu sein.

Das heisst, Sie würden auch in der «richtigen» Nati für die Schweiz spielen?
Ganz sicher.

Viele Ihrer Teamkollegen sind im Ausland tätig. Was hält Sie in der Schweiz und beim FCZ?
Der Schritt ins Ausland wäre zu früh. Ich bin froh, beim FCZ zu spielen und bei meiner Familie zu wohnen. Natürlich reizt mich das Ausland – aber den Schritt mache ich erst, wenn ich spielerisch und menschlich reif dazu bin.

Und wohin zieht es Sie?
Die spanische Liga würde mir gefallen. Ich bin Fan von Valencia und Barcelona.