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31. Mai 2007 00:16; Akt: 31.05.2007 00:20 Print
Favre verabschiedete sich auf Französisch und soll bleiben
Es deutet alles darauf hin, dass Lucien Favres (49) Flirt mit Hertha Berlin zu Ende ist. Dennoch sind die FCZ-Bosse sauer auf ihren Meistertrainer.
Dieter Hoeness liess sich gestern im Verhandlungspoker um den Hertha-Trainer nicht ins Blatt blicken. «Zu Favre gebe ich keinen Kommentar ab», gab sich Berlins Manager bedeckt, fügte jedoch an: «Bis Freitag wollen wir den Trainer präsentieren.» Glaubt man deutschen Insidern, wird es Interimscoach Karsten Heine oder der Norweger Trond Sollied sein. Weil sich Favre nach langem Zaudern offenbar nun doch für einen Verbleib in Zürich entschieden habe.
Lucien Favre, der ohne Wissen der Klubbosse nach Berlin reiste, will offenbar FCZ-Trainer bleiben.(Bild: Keystone)
Eine Meldung, welche die FCZ-Bosse in Freudentänze versetzen sollte. Tut sie aber nicht. Beim Meister ist man über den französischen Abgang des Welschen sauer. Favre war am Dienstag um 9.50 Uhr (Flug AB 8651) mit seinem Berater zum Geheimtreffen mit Hoeness nach Berlin geflogen, ohne die Chefetage zu informieren. Was folgte, war Ancillo Canepas unglücklicher Auftritt («Favre ist in der Toskana») bei der «Nacht des Fussballs» in Bern und der missglückte Rückzieher am Tag danach («Das war ironisch gemeint»). Fakt ist, dass weder Canepa noch Fredy Bickel vom Abstecher ihres «Trainer des Jahres 2007» in Kenntnis gesetzt wurden. «Ich wusste von nichts und bin von Favre enttäuscht», sagte der Sportchef.
Man kann davon ausgehen, dass sich Favre nach dieser groben Kommunikationspanne bei seinen Vorgesetzten entschuldigen wird. Und hält Favre wirklich Wort – er hat einem VR-Mitglied gestern versichert, er bleibe beim FCZ – dürfte es für ihn nach diesem «Foul» bei einer Verwarnung von Canepa und Co. bleiben.
(ahu/weg)

























