Der andere Transfer

07. August 2017 23:27; Akt: 08.08.2017 01:13 Print

Angelt sich Leverkusen Ex-FCB-Boss Heusler?

Hat Bernhard Heusler einen neuen Job? Der ehemalige FCB-Präsident soll bei Bayer Leverkusen hoch im Kurs stehen.

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Bernhard Heusler studierte Rechtswissenschaften an der Uni Basel (lic.iur.1988, summa cum laude) und absolvierte 1994 ein Nachdiplom an der University of California und war von Januar 2012 bis Juni 2017 Präsident des FC Basel und Mehrheitsaktionär. Im Juni 2017 übergab Heusler an Bernhard Burgener. Der Basler Wirtschaftsanwalt ist zudem Mitglied der Working Group der ECA und auf einer ECA-Liste von Juristen, die auch dem Sportgericht (TAS/CAS) in Lausanne angehören. Er feierte mit seinem FCB, war aber auch in freudlosen Zeiten hautnah und an jedem Spiel anzutreffen. Jede Medaille hat zwei Seiten und so stellt Heusler sich auch den weniger positiven Dingen. So wie hier mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa im Juli 2009 in Olten, als die beiden Klub-Bosse ein Geisterspiel kommentieren mussten. Sein Team in der Führungsetage seit April 2012 (v.l.n.r.): Adrian Knup (Vize-Präsident), Georg Heitz (Sportdirektor), René Kamm (Marketing), Stephan Werthmüller (Finanzen), Heusler. Zur Philosophie der Rotblauen gehört, die Verbundenheit zur Region zu wahren. Mit Captain Marco Streller hat der FCB das perfekte Vorbild für diesen Weg. Den geht der neue FCB-Sportchef und Nachfolger von Georg Heitz weiter. Im Juni 2009 hat Heusler zusammen mit Gigi Oeri Thorsten Fink als Nachfolger von Christian Gross präsentiert. Am 16. Januar 2012 übergab Präsidentin Gigi Oeri nach sechs Jahren an der FCB-Spitze ihr Amt an Bernhard Heusler, der damit zum 46. Präsidenten in der rotblauen Vereinsgeschichte wird. Der Rücktritt war von langer Hand vorbereitet. Schon im August 2011 stand Heusler als designierter Präsident und Nachfolger Oeris fest. Ab 2003 war Heusler juristischer Berater beim FCB, seit 2005 Verwaltungsrat, ab 2006 Vize-Präsident (hier im Bild mit dem Vorstand des FCB 2006 (v.l.n.r): Werner Schmid, Werner Edelmann, Gigi Oeri, Heusler, Mathieu Jaus) und übernahm ab 2009 die operative Leitung.

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Die Erfolge des FC Basel auf internationaler und nationaler Ebene mit acht Meistertiteln in Folge sind auch in der Bundesliga nicht unbemerkt geblieben. Und auch nicht, bei wem die Fäden in den letzten Jahren zu diesen ausserordentlichen Leistungen für einen Schweizer Club zusammengelaufen sind. Es käme keiner Überraschung gleich, wenn sich ein deutscher Erstligist das Know-how des mit dem FCB so erfolgreichen ehemaligen Präsidenten sichern will.

Laut Informationen der «Basler Zeitung» soll Bayer Leverkusen dieser Bundesligist sein, der sich Heusler angeln will. Der ehemalige FCB-Boss soll ein heisser Kandidat für die Geschäftsführung des Pillenclubs sein.

Völler bietet Angriffsfläche

Leverkusen kommt aus einer vollkommen missratenen Saison. Die mit Nationalspielern gespickte Mannschaft schloss die letzte Meisterschaft lediglich auf dem 12. Tabellenplatz ab und verpasste so auch deutlich das internationale Geschäft. Sportdirektor Rudi Völler, Gallionsfigur und Gesicht von Bayer, geriet in die Kritik. «Das Denkmal bröckelt», schrieb rp-online.de. Zwar wurden Völler wie auch Geschäftsführer Michael Schade im Mai in ihrem Amt bestätigt, die Zweifel scheinen aber nicht vollständig ausgeräumt.

In der langen Zeit, in der Völler an Leverkusen herumschraubt, hat es nie zum Titelgewinn gereicht. In der abgelaufenen Saison ging es in eine «sportliche Rezession», kommentierte die «Frankfurter Allgemeine». Der Club habe an Ansehen verloren, sei farblos geworden und Völler unantastbar wie Franz Beckenbauer in Deutschland.

Gut möglich, dass die Funktionäre um Werner Wenning, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses, Verstärkung für die Geschäftsführung suchen. Ein neues markiges Gesicht, das für Erfolg steht. Einen Macher wie Heusler, der für eine beispiellose Ära im Schweizer Fussball steht.

(ete)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Clee Toris am 08.08.2017 02:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Chemie stimmt

    Vom einen zum anderen Pillenclub.

  • Beltran Leyva am 08.08.2017 02:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich!

    Ich weiss bis jetzt nicht wieso Heusler beim FCB verabschiedet wurde?! erfolgreicher kann man einen CH Klub nicht führen :-/ Ich wünsche ihm nur das beste,und egal wo er hingeht er wird erfolg haben,einer der wenigen die Ahnung haben,konstant,über jahre erfolgreich...Dangge nochmals!

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  • bambooo am 08.08.2017 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schufreunde vs. Häusler

    Die Äre um Häusler war hochprofessionell bei Basel. die neue Spitze bis hin zum Trainer erinnert mich nun an ein paar gute Schulfreunde und an (Vetterliwirtschaft). ich hoffe inständig dass ich mich irre!! Das wäre schade für den einzigen Klub der Schweiz, der auch auf der grossen Bühne mithalten kann, sollte. Ende Saison wird dann Zahltag sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steilpass am 08.08.2017 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kaum Vorstellbar das da was dran ist

    Leverkusen wird kaum einen Schweizer an diese Position stellen.

  • Tell am 08.08.2017 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    ...Sommerloch lässt grüssen...

    kann mir schwerlich vorstellen, dass Heusler nochmals als Präsi eines anderen Clubs amten wird... irgendwie ist er zu fest in der Basler Geschichte verankert... aber lassen wir uns überraschen... es gibt nichts was es nicht gibt... ;)

  • Baselboy12 am 08.08.2017 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Adios FC Bisel

    Wenn ich den Heusler mit dem während dem Spiel ständig am Handy rumspielenden Schulbuben Streller vergleiche, freue ich mich auf die miserabele Bisler Zukunft:-)

    • Darius Hofer am 08.08.2017 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Tell

      Sagt einer, der sich Tell nennt, genau mein Humor:-))

    • Tell am 08.08.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Darius Hofer... gehe davon aus, dass...

      mich niemand mit "DEM" Tell verwechseln wird... ;) (ausser einer der sich für Napoleon hält vielleicht... ;) aber einen "Baselboy12" der Pro-Basel ist, gibts seit langem... und dann gibt es eben noch dieses Plagiat, der deutlich Contra-Basel kommentiert, und nur destruktiv ggn. das Original agiert... - DAS mein ich mit Billig-Kopie... ;) aber freut mich, haben wir den ähnlichen Humor... ;)

    • Tell am 09.08.2017 07:00 Report Diesen Beitrag melden

      würde ich nur zu gerne wissen weshalb...

      mein erster Kommentar auf den von "Baselboy12" gelöscht wurde... angriffiger und diffamierender als jener war er mit Sicherheit nicht... wenn jener schon das "a" mit "i" auswechselt, sollte es innerhalb der Toleranz liegen, bei ihm genauso zu agieren, (auch beim "o" und "y"... ;)

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  • W. Tell am 08.08.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Begründung?

    Eigentlich wollte Heusler doch kürzer treten und mehr Zeit haben? War das evtl. ein Vorwand um einen FC Basel, der sich nicht mehr im Vorwärtsgang sondern sogar im Rückwärtsgang befindet, zu verlassen? Anders könnte ich mir ein Mandat bei Leverkusen nicht erklären.

    • Marion Schnider am 08.08.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      YB kommt

      Richtig, er hat das sinkende Schiff gerade noch verlassen können....

    • Tim am 09.08.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marion Schnider

      ..... Das haben schon seit Jahren gehört, und es ist bis jetzt nichts passiert. Würde mich aber über einen guten Konkurrenzkampf freuen. YB fehlt die Konstanz eine Saison auf dem gleichen Niveau zu spielen.

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  • Pete am 08.08.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Erfolg

    Bernhard Heusler, das Mass aller Dinge im Schweizer Fussball. Viel Erfolg in jeder Art von neuer Funktion!