Verletzungssorgen

30. Oktober 2012 22:51; Akt: 30.10.2012 22:53 Print

Bunjaku verpasst das Spiel des Jahres

von Sandro Compagno - Albert Bunjaku ist beim 1. FC Kaiserslautern eine Führungsfigur. Der Captain muss aber ausgerechnet im DFB-Pokal gegen Bayern München passen.

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(r.) ist am 29. November 1983 in Gnjilane im Kosovo geboren. Aufgewachsen ist er in Fahrweid ZH. Bunjaku trat erst als 14-Jähriger dem FC Schlieren bei, bald einmal landete er jedoch bei GC, wo er allerdings nach drei Jahren die Lust am Fussball verlor - zum Glück nur für ein halbes Jahr. Via YF Juventus lancierte der Stürmer schliesslich seine Profi-Karriere beim FC Schaffhausen in der Challenge League, mit dem er 2003 den Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse realisiert. In der Folge absolvierte Bunjaku 39 Spiele (3 Tore) in der Axpo Super League, bevor er seine Ausland-Karriere auf etwas ungewöhnliche Art und Weise in Angriff nahm... Der Schweizer heuerte Ende 2005 beim SC Paderborn in der 2. Bundesliga an. Doch nach nur einem halben Jahr und zehn Spielen wechselte er zum Regionalligisten Rot-Weiss-Erfurt und verschwand in der Versenkung. Dort trumpfte der ehemalige Schweizer U21-Internationale aber gross auf: In zwei Jahren und 74 Partien schoss er 34 Tore. Als er im August 2008 in der ersten Cup-Runde als eingewechselter Spieler zwei Treffer gegen Bayern München erzielte, zog Bunjaku die Aufmerksamkeit auf sich - unter anderem die vom 1. FC Nürnberg. Im Februar 2009 verpflichteten die Mittelfranken den Schweizer, der bei seinem neuen Verein auf einen Landsmann traf: Ex-Nati-Spieler Daniel Gygax (r.). Statt um einen Stammplatz kämpfte Bunjaku (r.) in der zweiten Bundesliga jedoch mehr mit Verletzungen. Deshalb kam er bis zum Sommer lediglich auf sieben Einsätze für Nürnberg, das Ende Saison als Bundesliga-Aufsteiger feststand. Am 15. August 2009 gab der Schweizer sein Bundesliga-Debüt - und das war ein Auftakt nach Mass: Gegen Eintracht Frankfurt schoss er gleich sein erstes Tor. Wenig später erzielte Bunjaku gegen Hertha Berlin sein erstes Doppelpack, woraufhin ihn der «Kicker» zum Mann des Tages wählte. Nicht nur durch Tore, sondern auch durch seinen speziellen Jubel zog der Stürmer die Blicke auf sich. Vier Treffer hat Bunjaku in elf Bundesliga-Spielen bisher erzielt - genug, um auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld zu überzeugen. Im Testspiel gegen Norwegen am 14. November 2009 kommt der Nürnberg-Torjäger zu seinem Länderspiel-Debüt. Nach dem rasanten Aufstieg verletzt sich Bunjaku Anfangs Saison 2010/11 und fällt lange aus. Auf die Saison 2012/13 wechselt der Angreifer in die zweite Bundesliga zum 1. FC Kaiserslautern und wird Captain. Bunjaku führt Kaiserslautern in die Barrage gegen Hoffenheim und will wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen.

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6 Tore und 2 Assists in 8 Spielen: Sportlich läuft es für Albert Bunjaku (28) beim 1. FC Kaiserslautern rund. «Wenn nicht alles schief geht, rechne ich damit, dass wir aufsteigen», sagt der Captain des Tabellendritten der 2. Bundesliga. Auch neben dem Fussballplatz ist dem Goalgetter das Glück hold: Vor sechs Wochen wurde Albert Bunjaku zum zweiten Mal Vater.

Doch ausgerechnet im Pokal-Spiel gegen Bayern München am Mittwoch muss der sechsfache Schweizer Internationale passen: Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. «Das ist natürlich bitter, dass ich in einer englischen Woche ausfalle», ärgert sich Bunjaku. Zumal er gegen die grossen Bayern und seinen Kumpel Xherdan Shaqiri nur zu gerne seine Qualitäten unter Beweis gestellt hätte: «Wir haben im Sommer gegen die Bayern getestet. Aber ein Cup-Spiel ist schon etwas anderes.»

Bei Shaqiri abgemeldet

Bunjaku und Shaqiri pflegen guten Kontakt zueinander. Am Montag haben die beiden noch SMS ausgetauscht. Bunjakus Inhalt: Ich komme zwar mit, umziehen werde ich mich aber nicht.

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