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Alex Frei
02. September 2010 22:01; Akt: 03.09.2010 00:33 Print
«Es gibt in der Nati keine Cliquen-Bildung»
von Andy Huber - Pünktlich zum Start des EM-Countdowns greift der zuletzt angeschlagene Alex Frei (31) ins Geschehen ein. Der Nati-Captain gibt seine Einschätzung der Lage.

Captain Alex Frei ist wieder fit und fühlt sich in der Schweizer Nationalmannschaft sehr wohl. (Bild: Keystone)
Alex Frei, wie geht es Ihrem lädierten Knöchel?
Alex Frei: Mir geht es gut. (Schmunzelt.) Je mehr Tore ich schiesse, desto weniger Schmerzen verspüre ich. Aber man sollte nicht zu viel von Toren reden, sonst trifft man plötzlich nicht mehr.
Australiens Captain Lucas Neill hat im Camp Nervosität festgestellt. Der Grund ist Holger Osieck. Der Deutsche hat nach dem WM-Aus in der Gruppenphase in Südafrika Pim Verbeek als Nationalcoach der Socceroos abgelöst. «Der Neuanfang ist eine gute Gelegenheit, sich beim Coach aufzudrängen. Jeder will zeigen, dass er in die Startelf gehört», so Neill. Die Schweiz muss sich deshalb auf hoch motivierte «Aussies» gefasst machen. Laut Neill sind die Akteure vom neuen Trainer begeistert: «Er sagt klar und sehr direkt, was er von uns verlangt. Bei ihm gibt es nicht viele Grauzonen.» Osieck verlangt im Gegenzug, «dass die Spieler meine Ideen umsetzen». (pbt)
Sie machen einen zufriedenen Eindruck. Wie würden Sie die Stimmung im Nationalteam beschreiben?
Wir haben eine ausgezeichnete Stimmung. Wir kommen gut miteinander aus – es gibt keine Cliquen-Bildung mehr. Die Neuen haben sich gut integriert. Man spürt, dass da einige nachrücken und für Konkurrenzkampf sorgen. Oder hatten Sie vor einem Jahr einen Scott Sutter auf der Rechnung?
Mit welcher Motivation gehen Sie in die EM-Qualifikation?
Es kann sein, dass dies meine letzte Chance für die Teilnahme an einer Endrunde ist. (Lacht.) Mit 35 will mich ja kaum mehr einer. Dementsprechend gross sind meine Ambitionen.
Wie gross beurteilen Sie die Qualifikationschancen für die EM in Polen und der Ukraine?
Realistisch gesehen ist England sicher der grosse Favorit. Doch dahinter kann jeder dem anderen Punkte abnehmen. Ich schätze unsere Gruppe jedenfalls stärker ein, als jene, die wir in der WM-Qualifikation hatten.
Alles redet vom Hit gegen England. Läuft man da nicht Gefahr, Australien nicht ernst zu nehmen?
Keineswegs. Wenn man solche Spiele nicht ernst nimmt, verletzt man sich oder spielt schlecht.


























