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Meier über Busaccas Sperre
21. September 2009 16:38; Akt: 21.09.2009 16:59 Print
«Wir wollen keine Staatsaffäre daraus machen»
Schiedsrichter Massimo Busacca wurde von der Schiedsrichterkommission des SFV für drei Spiele gesperrt. Der Referee hatte am Samstag im Cup-Spiel zwischen Baden und YB den Berner Fans den «Stinkefinger» gezeigt. Die Kommission behandelte den Tessiner damit wie einen Spieler.

Grund für Busaccas Sperre: Der ausgestreckte Mittelfinger gegen YB-Fans im Cup-Match gegen Baden. (Bild: Thomas Hodel)
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Busaccas Stinkefinger
Auslöser für den Stinkefinger-Vorfall waren die ständigen Beleidigungen, welche die YB-Fans Busacca von Beginn weg an den Kopf warfen. «Ich liess mich durch grundlose verbale Beleidigungen von Zuschauern provozieren und zu einer unsportlichen Geste hinreissen. Das hätte nicht passieren dürfen», entschuldigte sich der Tessiner am Tag darauf. Trotzdem hat die unrühmliche Aktion für den Schiedsrichter des letzten Champions-League-Finals zwischen dem FC Barcelona und Manchester United nun Konsequenzen. Busacca wird per sofort für drei Spiele gesperrt.
Gleiche Behandlung wie ein Spieler
«Ein Schiedsrichter soll in einem solchen Fall gleich bestraft werden wie ein Spieler», sagte Schiedsrichterchef Urs Meier, der beim Entscheid gegen Busacca beteiligt war. Für einen Aktiven hätte ein Platzverweis nach Zeigen des «Stinkefingers» wohl auch eine Sperre von drei Partien nach sich gezogen, so Meier. «Massimo leistete sich eine grobe Unsportlichkeit, dafür muss er nun büssen.»
Da man davon ausgehen kann, dass Busacca in jeder Runde zum Einsatz gelangt, wird der Tessiner an den nächsten drei Spieltagen der Axpo Super League und Challenge League (23./24. September, 26./27. September und 3./4. Oktober) kein Aufgebot erhalten.
«Lange Diskussion» mit dem Täter
Anders als bei einem Spieler, hat man mit dem pfeifenden Täter jedoch «länger diskutiert, und dann ein Urteil gefällt». Im Sinne Busaccas sei die Sperre aber wohl nicht. Von einer schöpferischen Pause oder von einem Schutz für den 40-Jährigen, um ihn aus der (medialen) Schusslinie zu nehmen, will Meier nichts wissen. «Schiedsrichter sind wie Spieler. Sie wollen sofort wieder auf den Platz.»
Keine internationalen Konsequenzen?
Ob die Strafe durch den SFV auch international Konsequenzen hat, ist ungewiss. Die UEFA war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In die Frist der Sperre in der Schweiz fallen die Champions-League- und Europa-League-Spiele von nächster Woche (29. Septbemer bis 1. Oktober).
«Ich hoffe nicht, dass die UEFA unserem Urteil folgt. Ein Spieler, der in der Schweiz gesperrt wird, kann im Europacup auch eingesetzt werden», so Meier. Er habe übers Wochenende mehrmals und lange mit Busacca telefoniert, aber jetzt müsse die Sache mit dieser Sperre abgeschlossen sein. «Wir wollen keine Staatsaffäre daraus machen.»
User sind unterschiedlicher Meinung
Im Talkback von 20 Minuten Online wird der Vorfall kontrovers diskutiert. Während viele User Busacca in Schutz nehmen und die Schuld den «Fans» in die Schuhe schieben, ist für die anderen klar: Einem Weltklasse-Schiedsrichter wie Busacca darf so etwas nicht passieren.
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(pre/si)
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Alle 373 Kommentare




























Eintrittsgeld anders verwenden
Vor 35 Jahren war ich das letzte Mal in einem Berner Sportstation (SCG/YB). Schon damals hatten die "Fans" keine andere "Aufgabe" als jeden Schiedsrichterentscheid lauthals zu kritisieren. Von Regelkenntnis war keine Rede. Und so ist es scheinbar bis heute geblieben ....
Busacca
Alle die Facebook haben und hinter Masismo -Busacca stehen, sollen doch der Gruppe "Pro Massimo Busacca" beitreten!!!
So ist's halt
Der Fussball gehört dem "Pöbel". Dich stört das? Geh Tennis schauen!! Da muss man schön still sitzen bleiben. Wär doch was für euch Zartbesaitete.... Fussball ist Emotionen pur (sowohl positive als auch negative) und das ist auch guit so!!!