Witali Mutko

01. Dezember 2017 16:31; Akt: 01.12.2017 18:44 Print

«In Russland ist immer alles schlecht»

Witali Mutko, Sportminister und mutmasslicher staatlicher Organisator des Dopings in Russland, hat in einer energischen Rede alle Vorwürfe zurückgewiesen.

storybild

Wehrt sich gegen die Vorwürfe: Vitaly Mutko hielt lange Monologe. (1. Dezember 2017) Bild: AP Photo

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kurz vor dem Entscheid des IOC über einen Ausschluss russischer Athleten für die Olympischen Spiele in Pyeongchang wehrte sich Russlands Multifunktionär Witali Mutko abermals vehement und mit harschen Worten. «Ich bin bereit, in jedes Gericht zu kommen, um zu sagen, dass Russland kein Doping betreibt. Wir brauchen das nicht», sagte er in Moskau an der Medienkonferenz vor der Gruppenauslosung für die Fussball-WM 2018 in Moskau.

In langen Monologen antwortete der stellvertretende Ministerpräsident und WM-Cheforganisator energisch auf die Fragen der internationalen Presse und unterstellte eine Ungleichbehandlung. «In Russland ist immer alles schlecht, und im Rest der Welt ist alles gut. Wir haben damit nichts zu tun», sagte der 58-Jährige. Auch der russische Fussball sei frei von Doping. «In der Sbornaja gab es nie Manipulation und wird es nie Manipulation geben», versicherte Mutko, der auch Präsident des russischen Fussballverbandes ist.

Über den Ausgang des IOC-Verfahrens am kommenden Dienstag in Lausanne wollte Mutko nicht spekulieren. «Wir sind nicht die Autoren des Dopings, aber wir versuchen, in jeder Hinsicht bei der Aufklärung dieses Themas zu helfen.» Russland droht wegen des mutmasslichen staatlich organisierten Dopings der komplette Ausschluss von den Winterspielen in Südkorea.

(oli/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ernst am 01.12.2017 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilig

    Wen jedes Land gesperrt würde, in dem systematisch Doping betreiben wird , würde die olympischen Spiele kleiner und viel billiger.

  • Joooooooooooolll am 01.12.2017 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unschuldsvermutung

    Ich bin dafür dass wir auch im Sport eine unschuldsvermutung haben das heisst dass jeder sportler dem die Doping schuld nich nachgewiesen wird teilnehmen darf. Nur weill 99 sportler einer nation gedopt haben heisst dies nicht dass der 100te auch gedop hat.

    einklappen einklappen
  • Myoptic Dystopia am 01.12.2017 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    mein Senf

    wenn es wahr ist und es (ausnahmsweise) Beweise für diese Anschuldigung gibt, dann sollen die Russen ausgeschlossen werden. Wenn es sich als Verleumdung herausstellt, dann bitte die Athleten der Ankläger-Nation(en) ausschliessen. Wer den olympischen Gedanken mit Füssen tritt, soll da auch nicht teilnehmen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Panda am 02.12.2017 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutko

    Wo er Recht hat , hat er Recht.

  • kobra11 am 02.12.2017 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vielleicht...

    wenn die faktenlage samt glaubhaften zeugenaussagen zweifelsfrei vorliegen, hat selbst die rechtliche unschuldsvermutung keine chance. das kann nur teamausschluss heissen. hilft vielleicht auch "vorbeugend" für die zukunft....vielleicht.

  • Markus im AG am 02.12.2017 03:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DDR Sportlerinnen wurden

    in Rückrechnung der Mutter s höchster stand der Naturhormone geschwängert und im 3.Monat abgetrieben . Das ist nicht echtes Doping aber mit System über alle Weltsportarten angewendet doch eine Fälschung.

  • T.Bodenmann am 01.12.2017 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Wenn und Aber !

    Da haben doch korrupte Staaten und Funktionäre immer noch die Frechheit die Wahrheit abzuleugnen und Ihr unkooperatives Verhalten und illegales Treiben aufrecht zu erhalten...?! Diese Halunkenstaaten müsste man allesamt ohne wenn und aber vom Spitzensport verbannen ! Wenn der CH-BR und das Parlament nur 1 % dieser Dreistigkeit hätten, müssten sich die Polit-Freunde in Brüssel aber sehr warm anziehen !

    • losloco am 02.12.2017 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @T.Bodenmann

      Wo genau drückt der Schuh? Oder ist es dir draussen zu kalt?

    • Rene am 05.12.2017 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @T.Bodenmann

      ja, ja diese ewigen Doppingskandale. Was ist denn wirklich? Nehmen alle anderen Sportler nur Birchermüsli und Ovomaltiene? Am Besten wäre doch wie im Motorsport wenn jeder seine eingenommen Produkte auf dem T-Shirt tragen müsste, dann wüssten alle, was besser ist. Immer und überall dieses Gejammer über Russland nervt mit der Zeit. Amstrong fuhr jahrelang an der Tour de France und das Geschrei in der Presse war relativ harmlos. PS. Die Amerikaner sind ja auch immer ganz vorne, aber vielleicht haben sie die besseren Chemiefabriken.

    einklappen einklappen
  • M.G. am 01.12.2017 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und ewig grüsst das Murmeltier

    Wie weit ist man in Russland gekommen, seit Zar Ivan IV. genannt der Schreckliche. Eigentlich nicht sehr weit. Immer Oligarchie, Korruption und Gewaltherrschaft, vom Grossfürsten über den stalinistischen Parteikader, den Businessmen unter Jelzin hin zu Putins Gefolgsleuten. Die Namen und Funktionsbeschzeichnungen änderten sich das System der Bereicherung und Unterdrückung blieb, seit 600 Jahren immer das gleiche Lied.