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Fabio Capello
06. September 2010 18:51; Akt: 06.09.2010 18:51 Print
«Ja, er wird spielen»
von Reto Fehr, Basel - Ist Wayne Rooney trotz Sexskandal bereit für die Partie gegen die Schweiz? Fabio Capello und Captain Steven Gerrard sind sich einig – und genervt.
«Ja, er wird spielen», sagt Fabio Capello zu Beginn der Pressekonferenz. Er, das ist Wayne Rooney. Der Star, der Überflieger, der Retter Englands. Und dieser Rooney steht in der Heimat seit kurzem wegen seinem Seitensprung unter Beschuss.
Bildstrecken Englische Equipe in Basel gelandetAlex Frei ist froh, dass er keine Probleme mit einem Sexskandal hat, Scott Sutter ebenfalls und Stéphane Grichting erklärte, dass das in England halt dazu gehöre. Stimmt das? Ist Rooney bereit für das Qualifikationsspiel gegen die Schweiz? «Ich habe mit ihm gesprochen, er ist gut drauf. Rooney wird gegen die Schweiz hoffentlich ähnlich spielen wie zuletzt im Wembley gegen Bulgarien», erklärt Capello. Dann muss sich die Schweiz warm anziehen. Rooney traf nicht, aber er hatte seine Füsse bei vielen gefährlichen Situationen im Spiel. Auch Captain Steven Gerrard glaubt: «Fussball kann ihm helfen. Auf dem Feld vergisst er seine Sorgen.»
«Darum sollten wir Fussball und das Privatleben trennen»
Die englischen Journalisten lassen nicht locker. Sie löchern Capello mit Fragen zu Rooney, das Spiel scheint kaum zu interessieren. Nur eines: Wer wird in der Innenverteidigung spielen? «Das weiss ich noch nicht, aber ich werde nur dort umstellen müssen», sagt Capello und Gerrard lacht, «nach einem 4:0 musst du nicht mehr viel ändern.» Da hat er recht.
Also zurück zu Rooney. Haben die Nationalspieler nicht eine Verantwortung gegenüber den Fans, England, ja der Welt? «Die Spieler wissen, was sie im Privatleben machen müssen. Aber es ist eben das Privatleben», versucht Capello schon leicht genervt zu erklären. Und dann hat er endgültig genug: «Wir sind wegen dem Fussballspiel hier. Wichtig ist, dass wir gut spielen. Darum sollten wir Fussball und das Privatleben trennen.» Gut, dann doch zum Schluss noch ein Wort zur Schweiz: «Das ist eines der besten Teams der Gruppe. Es wird sehr schwierig.» Bei solchen Standart-Antworten hätte er auch noch länger über Rooney sprechen können.


























